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Unser Mann in Damaskus

Das Assad-Regime wird nicht fallen. Wir sollten gemeinsam mit ihm die Dschihadisten vertreiben.

Baschar al-Assad bei der Vereidigung seiner dritten Amtszeit am 16. Juli in Damaskus.

Ein solches Chaos im Nahen Osten habe ich noch nicht erlebt. Und es wird eher noch schlimmer. Der Nahe Osten zieht polarisierte kampfbereite jugendliche Dschihadisten aus dem Osten wie dem Westen an, berauscht vom Blut-Aphrodisiakum der Enthauptungen und Bombardierungen.

Die USA und die meisten anderen Länder versuchen naturgemäß, die blutigen Bürgerkriege einzudämmen, die derzeit im Irak und in Syrien wüten; das schlimmste Beispiel ist die Ausbreitung des brutalen dschihadistischen Islamischen Staates. Würde sich Washington zuerst der Beendigung des syrischen Bürgerkriegs widmen, so wäre das der wirkungsvollste Ansatz dazu, den Knoten im Nahen Osten zu entwirren.

Nachdem die Volksbewegungen des Arabischen Frühlings die Regierungen in Tunesien, Ägypten, Libyen und im Jemen gestürzt hatten, sah es so aus, als sei das Assad-Regime in Syrien als Nächstes an der Reihe. Die USA, die Türkei, Saudi-Arabien und andere Staaten der Region wetteten darauf, dass ein kleiner Stoß von außen ausreichen würde, um Assad zu Fall zu bringen – egal, wer genau ihm nachfolgen würde.

Würde sich Washington zuerst der Beendigung des syrischen Bürgerkriegs widmen, so wäre das der wirkungsvollste Ansatz dazu, den Knoten im Nahen Osten zu entwirren.

Sie verloren diese Wette, und Assad hat sich mit einem erstaunlichen Geschick an der Macht gehalten – zunächst gegen die bewaffnete Opposition im Inland, dann gegen die bewaffnete Opposition aus dem Ausland, die von den USA, der Türkei, Saudi-Arabien und anderen Staaten unterstützt wird. Nun lockt der syrische Bürgerkrieg radikale Dschihadisten aus der gesamten muslimischen Welt in den Kampf gegen Assad. Viele dieser Gruppen sympathisieren mit den IS-Truppen und haben das Ausbreiten des Islamischen Staates nach Syrien unterstützt – allerdings gibt es auch Dschihadisten, die dem IS feindlich gegenüberstehen, taktisch, wenn nicht gar ideologisch.

 

Die Ohnmacht der Geheimdienste

Es übersteigt die Fähigkeiten der Geheimdienste der USA wie auch aller anderen westlichen Staaten, sich einen umfassenden strategischen und taktischen Überblick zu verschaffen und das nötige intuitive Gefühl zu entwickeln, um den Konflikt in die von uns gewünschten Bahnen zu lenken. Die Auseinandersetzungen sind durchzogen von stark miteinander verwobenen ideologischen, persönlichen, regionalen, religiösen, taktischen und ethnischen Differenzen, die sich der Kontrolle durch Außenstehende völlig entziehen. So wurde Washington auf die groben Instrumente der Bombardierung und der Unterstützung von Angriffen der einen Dschihadisten auf die anderen zurückgeworfen. Den Punktestand dieses Spiels kennt niemand. Und es wird alles noch schlimmer.

Washingtons Furcht vor dem Islamischen Staat hat mittlerweile den Sturz Assads als wichtigstes Ziel der USA abgelöst. Und ein Erfolg in Syrien ist nahezu unmöglich, solange viele der Kräfte, die wir im Kampf gegen Assad unterstützen, auch direkt oder indirekt dem Islamischen Staat in die Hände spielen.

Assad wird in absehbarer Zukunft nicht fallen. Er ist alles andere als ein idealer Herrscher, doch er denkt rational, führt seit langem einen funktionierenden Staat und hat in Syrien die Unterstützung vieler, die sich zu Recht vor den möglichen neuen Machthabern oder der Anarchie fürchten, die nach seinem Sturz in Syrien herrschen könnten. Ungeachtet des neokonservativen Geschwafels stellt Assad keine echte Bedrohung im Nahen Osten dar. Es ist höchste Zeit: Die USA müssen in den sauren Apfel beißen, das eigene Scheitern einräumen und Assad erlauben – oder ihm dabei helfen –, den Bürgerkrieg in Syrien rasch zu beenden und die Dschihadisten zu vertreiben.

Mit einer politischen Kehrtwende im Umgang mit Assad können wir wenig verlieren und viel gewinnen.

Wir können nicht Assad bekämpfen und gleichzeitig die Dschihadisten (zum Beispiel den IS), die wiederum Assad bekämpfen. Grob gesagt kämpfen wir in Syrien gemeinsam mit al-Qaida und im Irak gegen al-Qaida. Doch die Wiederherstellung der Ordnung in Syrien ist die Voraussetzung für die Wiederherstellung der Ordnung in den Grenzgebieten des Irak, des Libanon, Israels und Jordaniens. Assad an der Macht zu lassen, stellt auch ein Syrien wieder her, das historisch im Nahen Osten nie als wahrhaft „sektiererischer“ oder religiöser Staat aufgetreten ist – bis Saudi-Arabien ihn wegen seines angeblichen Schiismus angriff.

Mit einer politischen Kehrtwende im Umgang mit Assad können wir wenig verlieren und viel gewinnen. Wenn wir weiter seinen gewaltsamen Sturz betreiben, zementieren wir den katastrophalen Status quo – eine anti-dschihadistische Militärkampagne, von der die US-Regierung bereits einräumt, dass sie sich zu einem neuen endlosen Krieg auswachsen könnte – und generieren gleichzeitig zehntausende neuer Dschihadisten, die gegen neue Dschihadisten kämpfen, die wir wiederum nicht wegbomben können.

 

Rückkehr zur alten Ordnung

Ein Ende des syrischen Bürgerkriegs und eine Rückkehr zur alten Ordnung erleichtert es Bagdad, eine Politik zu entwickeln, mit der der IS auf irakischem Boden ausgehungert wird. Die Türkei, die lange Opfer ihres eigenen gescheiterten Pokerspiels um den Sturz Assads war, wird ebenfalls von einer Wiederherstellung der Ordnung in Syrien profitieren: vom Ende des Flüchtlingsstroms und von der Chance, mit den erstarkten Kurden wieder in ernsthafte Gespräche zu treten.

Ja, es wäre schön, Syrien die Demokratie zu bringen, aber wir wissen doch nun wirklich aus Erfahrung, dass der gewaltsame Sturz von Diktatoren – zumal, wenn die Gewalt von außen kommt – selten im Frieden und einer spürbar besseren Staatsführung mündet. Ohnehin waren die USA von jeher mehr von ihrem Eifer getrieben, einen Verbündeten des Iran zu zerstören, als von Visionen einer Demokratie in Syrien.

Jetzt muss es darum gehen, den Krieg und die grenzüberschreitenden Konflikte zu beenden, die nichts als Anarchie, Polarisierung, weitere internationale bewaffnete Interventionen, Wut und Rekrutierungsvideos für globalisierte Dschihadisten mit sich bringen. Doch halt: Werden dann nicht Russland und der Iran davon profitieren, wenn Assads Macht in Damaskus am Ende gestärkt wird? Selbstverständlich. Ist es deshalb die falsche Entscheidung? Sollen wir stattdessen für eine nutzlose Militärkampagne zum Sturz Assads weiter und weiter draufzahlen? Sollen wir weiter Bombenangriffe fliegen und Ausschau halten nach der am wenigsten schlimmen Dschihadistengruppe, die unseren hohen Ansprüchen genügt, die also sowohl den Islamischen Staat als auch Assad hasst – und uns liebt?

Leicht gekürzte Fassung des Beitrags „Embracing Assad a better U.S. strategy than supporting the least bad jihadis”. © Foreign Affairs 2014. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Autors wider.

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21 Leserbriefe

Bahij schrieb am 20.10.2014
The majority of the Syrian People supported Bashar Al Assad all along.

There was no way for Syria to withstand the collective effort of America, Europe, the UK, Israel, Turkey, Jordan, Saudi Arabia, Qatar, Al Qaida and there Affiliates without the support of the People.

Syria had the most modern society in all of the Arab World, the highest Woman Rights, true Independence from World Banks and the seperation of Religion from the state and from the Law. Thanks to Bashar Al Assad and the Socialist Party.

Even those who did not like his Administration supported him because we want to live in a modern state where woman do not have to wear a headscarf, can buy beer, run a company and everybody has access to the internet, compare that to the head cutting suicide bombing maniacs that the West financed and armed for over three years.

Glauben sie mir: Die meisten Menschen in Syrien lieben Doctor Bashar Al Assad und ihre Wehrpflichtigen Armee im Kampf gegen den größten Abschaum den die Welt jemals hervorgebracht hat.
Badur schrieb am 21.10.2014
Einfach erbärmlich...Assad wieder salonfähig machen nachdem er über 200000 Menschen ermordert hat...und es gibt manche hier die dies noch unterstützen im Namen von Frauenrechten und Religionsfreiheit...einfach lächerlich echt!!
Jensei schrieb am 21.10.2014
"Mit einer politischen Kehrtwende im Umgang mit Assad können wir wenig verlieren und viel gewinnen. "

Der gute Graham E. Fuller irrt ganz gewaltig, wenn er glaubt die alte Ordnung lasse sich problemlos wiederherstellen.
Wie im Irak ist das Problem der verschiedensten Konfessionen und Ethnien. Die Sunniten unterdrückten Jahrhundertelang die Alawiten und Christen, unter den Assads kehrte sich der Zustand um. Nun wieder auf den Alawiten Assad zu setzen würde die ganze Sunnitische Mehrheit wieder in die Arme des IS treiben. Es wäre, als ob man al-Maliki im Irak weiter als enger Partner sehen würde. Was also tun? Vlt endlich darüber nachzudenken, dass der Irak und Syrien nach all dem was geschehen ist Staaten sind, die sich nicht mehr zusammen halten lassen. Dann müssen die 4 Ethnien eben ihre eigenen Staaten bekommen. Ein Alawiten und Christen Staat im Westen, ein Kurdenstaat aus den Syrischen und Irakischen Kurdengebieten. einen Schiitenstaat im Irak( oder der Anschluss an den Iran) und einen Sunnitenstaat im Irak und Syrien. Der Herrschaftsberreich des IS umfasst ja geradezu die Sunnitengebiete in Syrien und im Irak, weil es dem IS gelungen ist sich gegen den Schiit al-Maliki und den Alawit Assad als Vertreter der Sunniten zu präsentieren......Wer nun wieder auf den Alawit Assad setzt, setzt sich den Zorn der Sunnitischen Muslime aus.... Wenn dies die Meinung d s CIA Vordenkers ist, wundert es mich ja persönlich wenig, warum die USA von den einem Nahostbrennpunkt in den nächsten geraten....
Karl_Murx schrieb am 21.10.2014
@G.E. Fuller:

"Die USA und die meisten anderen Länder versuchen naturgemäß, die blutigen Bürgerkriege einzudämmen, die derzeit im Irak und in Syrien wüten; das schlimmste Beispiel ist die Ausbreitung des brutalen dschihadistischen Islamischen Staates. Würde sich Washington zuerst der Beendigung des syrischen Bürgerkriegs widmen, so wäre das der wirkungsvollste Ansatz dazu, den Knoten im Nahen Osten zu entwirren. "

Mr. Fuller: Handelt es sich bei diesen Passagen Ihres Artikels um Realsatire? Als "ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des National Intelligence Council der CIA" sollte Sie politischen und geostrategischen Einblick genug haben zu wissen, daß es sich bei diesem bewaffneten Konflikt in Syrien nicht primär um einen "Bürgerkrieg", sondern um einen von außen gesteuerten und betriebenen Umsturzversuch der von den USA ungeliebten Assad-Regierung handelt. Das Pentagon fürchtet sich vor der Schimäre der Entstehung eines "schiitischen Bogens" vom Iran über den (mehrheitlich schiitischen) Irak hin zu Syrien, das mit den durch den Iran unterstützten Hizbollah-Milizen in Libanon zusammenarbeitet. Darum wurden islamistische Söldner angeheuert, von Saudi-Arabien und Quatar finanziert, vom britischen Geheimdienst trainiert und meist über die Türkei nach Syrien geschleust. Zum großen Teil handelt es sich dabei um denselben kopfabhackenden Abschaum, der bereits am Sturz Ghadafis beteiligt war. Sicher wurden auch in Syrien rivalisierende sunnitische Stämme gezielt gegen die Alawiten-Regierung Assads aufgewiegelt, eine Glaubensrichtung, die von den Mehrheitssunniten niemals als wahre Muslime anerkannt worden waren. Diese Stämme hatten bereits gegen den Vater des derzeitigen Präsidenten, Hafiz Al Assad, gekämpft. Diese Aufstände waren damals blutig niedergeschlagen worden.

Hauptsächlich sind aber derzeit in Syrien die von außen gesteuerten Islamistenbanden unterwegs und tragen zur Destabilisierung der Regierung bei. Diese verlor in deren Folge in großen Teilen des Landes die Kontrolle. In dieses Machtvakuum konnten Gruppierungen wie die IS stoßen. Dabei handelt es sich vermutlich um Abspaltungen oder um besonders radikale Gruppierungen der islamistischen Söldner, die von Überläufern der al-Nusra-Front verstärkt wurden, denen der Kurs der eigenen Führung noch zu gemäßigt war. Durch Dschihad-Touristen aus der ganzen Welt, auch aus Deutschland und Europa, wuchsen Zahl und Einfluß von IS beständig. Nach der Eroberung von Mossul im Norden des Iraks und dem Zusammenbruch der dort stationierten irakischen Armee fielen den IS-Truppen moderne schwere Waffen amerikanischer Bauart in die Hände. Es ist zu vermuten, daß ein Teil des Führungskorps der irakischen Armee, der aus ehemaligen Saddam-Offizieren besteht, der Eroberung Mossuls nicht nur keinen Widerstand entgegengesetzt hat, sondern sich aktiv der IS anschloß. Diese sunnitischen Soldaten haben sich mit der Zerstörung der früheren Machtstruktur des Iraks, wo eine sunnitische Fürungsschicht (des Tikrit-Clans von Saddam Hussein) eine schiitische Mehrheitsbevölkerung beherrschte, niemals abgefunden, ebensowenig wie mit der Auflösung der irakischen Armee nach dem Sturz von Saddam durch die Amerikaner. Diese Leute waren darum bereit, sich mit den religiösen Eiferern der IS zu arrangieren. Durch deren militärisches know how sowie den erbeuteten schweren Waffen, inklusive der immensen finanziellen Ressourcen der IS, wurde die militärische Schlagkraft der IS enorm erhöht. Mit dieser Gemengelage haben es heute die Kurden auf irakischem und syrischem Territorium zu tun. Die Verantwortung für diese Situation aber tragen vor allem die USA, zum einen durch ihren törichten Einmarsch in den Irak und den Sturz der Saddam-Regierung, wodurch man zwangsläufig den Erzfeind des Iraks, nämlich den Iran, in die Hände spielte. Zum anderen aber ist es die originär von den USA betriebene Destabilisierung der Assad-Regierung, die dazu geführt hat, daß die syrische Armee bis jetzt nicht in der Lage war, mit diesem islamistischen Gottesstaat auf ihrem Territorium fertig zu werden.

Wer die IS-Truppen besiegen will, muß mit erheblichem militärischen Potential vorgehen, was auch den verlustreichen Einsatz von Bodentruppen einschließt. Obama hat den Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak versprochen und wird keine Bodentruppen einsetzen. Die Türkei zeigt keinerlei Veranlassung, ihre Armee in einen solchen verlustreichen Kampf zu schicken, der vor allem den kurdischen Gegnern nutzen würde. Lieber läßt sie es zu, daß die Kämpfer der PKK durch den Fleischwolf der IS gedreht werden. Offenbar hofft man, den übrigbleibenden Rest dann bequem beherrschen zu können. Anscheinend unterschätzt man in der Türkei die Gefahr, die aus einem Gottesstaat direkt an ihren Grenzen resultiert, oder man paktiert mit diesen Leuten.

"Washingtons Furcht vor dem Islamischen Staat hat mittlerweile den Sturz Assads als wichtigstes Ziel der USA abgelöst. Und ein Erfolg in Syrien ist nahezu unmöglich, solange viele der Kräfte, die wir im Kampf gegen Assad unterstützen, auch direkt oder indirekt dem Islamischen Staat in die Hände spielen."

Ich hoffe, diese Erkenntnis setzt sich so schnell wie möglich durch, sowohl im State Department als auch im Pentagon wie auch im Weißen Haus. Sieht man sich an, welche Regierung man mit Assad stürzen will, dann fragt man sich, welche Ziele die USA eigentlich verfolgen.

"Assad wird in absehbarer Zukunft nicht fallen. Er ist alles andere als ein idealer Herrscher, doch er denkt rational, führt seit langem einen funktionierenden Staat und hat in Syrien die Unterstützung vieler, die sich zu Recht vor den möglichen neuen Machthabern oder der Anarchie fürchten, die nach seinem Sturz in Syrien herrschen könnten."

Der Forist Bahij hat es weiter oben plastisch geschildert. Sicher ist Syrien unter Bassad keine Demokratie im westlichen Sinne. Aber unter der Herrschaft seiner Regierung können alle Ethnien und Religionen, besonders die gefährdeten Minderheiten wie der Alawiten und besonders die Christen, ungestört leben ohne Angst vor ethnischer Verfolgung und Unterdrückung. Nahostexperten wie Peter Scholl-Latour haben schon vor Jahren vorausgesagt, daß die syrische Armee unter solchen Umsturzversuchen durch sunnitische Fundamentalisten nicht auseinanderfallen würde. Das Führungskorp der syrischen Armee besteht in großen Teilen aus Alawiten und Christen. Die wissen genau, was ihnen im Fall eines Sieges der Islamisten bevorstehen würde. Aus diesem Grund werden sie kämpfen bis zum letzten Mann. Sie stehen deswegen auch loyal zur Assad-Regierung, auch wenn sie den Präsidenten nicht unbedingt mögen. Bahij hat die Situation in Syrien geschildert. Für ein nahöstliches Land herrscht in Syrien eine erstaunliches Maß an religiöser Toleranz. Unter der herrschenden Baath-Partei, ein Überbleibsel der panarabischen Zeit, können Frauen unverschleiert auf der Straße spazieren oder allein in Cafès und Bars gehen ohne Angst, von religiösen Sittenwächtern gemaßregelt zu werden. Das im Unterschied zu den frisch demokratisierten Ländern wie dem heutigen Irak oder Libyen, von den Territorien der IS ganz zu schweigen, wo inzwischen die Regeln des Korans in ihrer ganzen Unerbittlichkeit und Unbarmherzigkeit durchgesetzt werden.

"Ja, es wäre schön, Syrien die Demokratie zu bringen, aber wir wissen doch nun wirklich aus Erfahrung, dass der gewaltsame Sturz von Diktatoren – zumal, wenn die Gewalt von außen kommt – selten im Frieden und einer spürbar besseren Staatsführung mündet."

Bingo, Mr. Fuller. Wir haben erlebt, was geschieht, wenn die USA den nahöstlichen Staaten Demokratie bringen. Gibt es in diesen Staaten Frieden, gibt es mehr Demokratie in unserem Sinne wie für Frauen, gibt es dort wenigstens Stabilität?

"Werden dann nicht Russland und der Iran davon profitieren, wenn Assads Macht in Damaskus am Ende gestärkt wird? Selbstverständlich."

Handelt es sich bei Rußland etwa um ein islamisches Regime? Was den Iran betrifft, so hat dieser sich, trotz seiner selbstdeklarierten Verfaßtheit als Gottesstaat, mehr als einmal verhandlungsbereit gezeigt. Das Land ist, neben Syrien, in dieser Region einer der verbliebenen Garanten für Stabilität und Berechenbarkeit. Wer jetzt immer noch so töricht ist, diese Länder destabilisieren zu wollen, der zeigt entweder völlige Ignoranz der Realität. Oder er zeigt den Willen zur totalen Vernichtung. Die USA haben seit Georg Bush senior inzwischen soviel Unheil im Nahen Osten angerichtet, daß es das Beste wäre, sie zögen sich ganz aus der Region zurück. Es würde schon reichen, wenn man endlich aufhörte, die syrische Regierung durch dieselben Kopfabhackerbanden stürzen zu wollen, die heute bei der IS unterwegs sind. Dazu müßte man allerdings die Verbündeten in Saudi-Arabien und Quatar zurückpfeifen und sie veranlassen, mit der Unterstützung dieser Truppe Schluß zu machen. Selbiges gilt für den NATO-Partner Türkei. Dann hätte die Region eine Chance, zur Stabilität zurückzukehren. Das setzt aber Erkenntnisprozesse voraus, die ich bei der derzeitigen Obama-Regierung schmerzlich vermisse.
Bahij schrieb am 21.10.2014
Hat Dr. Bashar Al Assad 200.000 Menschen umgebracht, oder haben dies Westliche Medien behauptet um den Krieg gegen Syrien zu rechtfertigen?

Hat Irak Massenvernichtungswaffen gehabt, oder hat dies der Westen behauptet, um Krieg gegen Irak zu rechtfertigen?

Hat Afghanistan 9/11 verursacht oder waren alle Flugzeugentführer von Saudi Arabien, dem Freund des Westens?

War der Kommunismus in Vietnam eine Gefahr für die USA, oder wurde dies nur behauptet um den Krieg zu rechtfertigen?

Mächtige Länder können alles mögliche behaupten um Krieg zu rechtfertigen, blöd wird es, wenn die Realität nicht mitspielt.

Eine echte Revolution kommt von innen eines Landes, sie wird vom Volk getragen und ist unaufhaltsam, man kann einem Volk nicht eine Revolution von aussen aufzwingen.

Hosni Mubarak hatte alle Unterstützung des Westens. Wie lang konnte er sich an seiner Position halten gegen das Volk? 2 Wochen lang.

Wär bis heute nicht einsehen will das die Baath Partei und Assad große Unterstützung vom Volk bekommt, wird die Augen vor der Wahrheit immer verschlossen halten.

In den Westlichen Medien heisst es nur die Christen und die Schiiten in Syrien unterstützen Assad.

Aber wie kann sich Assad in seiner Position halten, wenn ein wesentlicher Teil der Bevölkerung gegen ihn wäre. Hat er übersinnliche Kräfte? Er ist nicht Supermann! Die Realität hat nichts zu tun mit Hollywood Geschichten. Wenn 22 Millionen Menschen um dich herum gegen dich sind, dann hast du keine Chance.

Russland und Iran können unfaire UN Resolutionen veto'n, sie können Waffen liefern, sie können helfen. Aber alle Art von externer Unterstützung, kann nie interne Unterstützung ersetzen.

Die Millionen Euros an Steuergeldern und Petrodollars, die zig Tausenden Tonnen an Waffen die die Politiker des Westens in den letzten Jahren an die "moderaten Militanten" geschickt hat, sind jetzt alle in den Händen von ISIS, Jabhat Al Nusra, Harakat al Hizm und co. Wie lang soll dies noch weitergehen? Die Syrische Bevölkerung und ihre Armee wird diesen Kampf nie aufgeben bis der letzte Terrorist gefallen ist oder wieder zurück in sein Land zieht.
DIETER Schinzel schrieb am 22.10.2014
Die Schwäche der Geheimdienste der USA und der westlichen Partner in den Ländern des Nahen Ostens war schon eine entscheidende Ursache für die schwerwiegenden Fehler in der Nahostpolitik der USA und ihrer westlichen Partner.
Der Artikel von Fuller ist ebenfalls schwach und in seinen konstruierten Schlussfolgerungen wirklichkeitsfremd und inakzeptabel.
Ein Präsident Assad, der nach wie vor dabei ist sein Land zu zerstören und die Zivilbevölkerung zu massakrieren kann kein Partner sein für die Befriedung Syriens.
Längst hätte eine Flugverbotszone eingerichtet werden müssen, um die Zerstörungsorgie Assads zu beenden.
Sein Treiben hat auch den Raum für ISIS in Syrien geschaffen.
Es sind allerdings nicht nur Dschihadisten in Syrien und im Irak mit ihrem mörderischen Treiben am Werk.
Der politische Kern der syrischen Opposition die SYRIAN COALITION mit die FSA besteht aus gebildeten moderaten demokratischen Kräften, die Basis für den Neuaufbau eines demokratischen Syrien. Sie sollten endlich wirksame Unterstützung erhalten.
Schon Assad hatte versucht sich mit Hinweis auf ISIS rein zu , waschen, was von den USA zurecht abgelehnt wurde.
Die Verursachung von 300.000 Toten und die Zerstörung seines Landes schließen eine Kooperation mit dem Assad Regime aus.
Isaak schrieb am 22.10.2014
Hier wird mit wenig Ausnahmen viel Schwachsinn geredet...Die meisten Kommentare verteidigen das verhasste Schabiha-Regime "so wird es in Syrien genannt"!
Herr Schinzel: Sie haben es auf dem Punkt gebracht...Bravo!
Dralawatsch schrieb am 22.10.2014
"Dies ist die Last für Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern ein zerfallener Steinhaufen;" (Jesaja 17, 1).
Karl_Murx schrieb am 22.10.2014
"Hier wird mit wenig Ausnahmen viel Schwachsinn geredet...Die meisten Kommentare verteidigen das verhasste Schabiha-Regime "so wird es in Syrien genannt"!"

Haben Sie außer Ihren abwertenden Bemerkungen noch irgendwelche Argumente beizusteuern, und haben Sie überhaupt die Dinge zur Kenntnis genommen, die in den letzten Beiträgen genannt wurden? So verhaßt kann das "Schabiha-Regime" gar nicht sein, daß die Syrer es nicht mehrheitlich dem islamistischen Regime vorziehen, das bei einem Sieg der von außen gesteuerten Söldnerbanden zu erwarten wäre. Oder passen Ihnen einfach gewisse Wahrheiten nicht?
Karl_Murx schrieb am 22.10.2014
@Dieter Schinzel:

"Ein Präsident Assad, der nach wie vor dabei ist sein Land zu zerstören und die Zivilbevölkerung zu massakrieren kann kein Partner sein für die Befriedung Syriens."

Wer hier die Zivilbevölkerung massakriert, sind die islamistischen Terrorbanden. Das sind die Leute von der al-Nusra-Front wie auch von Ihrer sogenannten Freien Syrischen Armee. Wenn es nach der Interessenlage der amerikanischen Regierung geht, muß ich anscheinend differenzieren zwischen den gemäßigten und den radikalen Kopfabhackerbanden. Erstere kämpfen gegen Assad und sind deswegen als "Opposition" oder "Rebellen" zu titulieren. Letztere sind inzwischen auch gegen die Kurden unterwegs und beim Aufbau eines Gottesstaates in weiten Teilen des Irak und Syriens. Dann darf ich sie anscheinend das nennen, was sie sind.

"Längst hätte eine Flugverbotszone eingerichtet werden müssen, um die Zerstörungsorgie Assads zu beenden."

Dann hätten wir den nächsten failed state im Nahen Osten, was im Falle Libyens ja so hervorragend geklappt hat. Libyen hatte vor dem Sturz Ghaddafis, der mit freundlicher Hilfe des Westens erfolgte wie z.B. durch die Bombardierung durch französische Luftwaffe, den höchsten Lebensstandard im arabischen Raum. Dort hatten auch Frauen, ähnlich wie in Syrien, große Rechte und konnten sich unverschleiert im öffentlichen Raum bewegen. Auch war Ghaddafi derjenige, der uns die illegalen Flüchtlingsströme aus dem Maghreb und Afrika vom Hals hielt. Alles vorbei. In Libyen bekriegen sich heute die verschiedensten Stämme, und die Islamisierung der Gesellschaft schreitet voran. Großartiger Erfolg des Westens.

"Sein Treiben hat auch den Raum für ISIS in Syrien geschaffen."

Er ist der einzige, der in der Lage und bereit wäre, das Treiben der IS zu beenden. Die permanenten Angriffe der von außen gesteuerten Söldnerbanden inklusive dieser sog. Opposition machen das allerdings zur Zeit unmöglich.

"Es sind allerdings nicht nur Dschihadisten in Syrien und im Irak mit ihrem mörderischen Treiben am Werk.
Der politische Kern der syrischen Opposition die SYRIAN COALITION mit die FSA besteht aus gebildeten moderaten demokratischen Kräften, die Basis für den Neuaufbau eines demokratischen Syrien. Sie sollten endlich wirksame Unterstützung erhalten."

Die paar sich westlich gebärdenden jungen Leute, die uns Repräsentanten der "arabischen Revolution" verkauft wurden, sind inzwischen längst beiseite gedrängt. Die innersyrische "Opposition" besteht aus rivalisierenden sunnitischen Stämmen, die sich schon zu Lebenzeiten des Vaters von Baschar Al-Assad mit der Regierung in Damaskus angelegt haben. Der Rest ist von außen gesteuert und finanziert.

"Schon Assad hatte versucht sich mit Hinweis auf ISIS rein zu , waschen, was von den USA zurecht abgelehnt wurde.
Die Verursachung von 300.000 Toten und die Zerstörung seines Landes schließen eine Kooperation mit dem Assad Regime aus."

Süße Formulierung: "Verursachung von 300.000 Toten und Zerstörung seines Landes": Die Islamistenhorden morden und brandschatzen zwar im Land. Wenn aber die syrische Armee mit Waffengewalt dagegen vorgeht, ist letzten Endes Assad Schuld am Ganzen?

Gruß an die transatlantische Propagandakompanie.
Karl_Murx schrieb am 22.10.2014
@G.E. Fuller:
"Es übersteigt die Fähigkeiten der Geheimdienste der USA wie auch aller anderen westlichen Staaten, sich einen umfassenden strategischen und taktischen Überblick zu verschaffen und das nötige intuitive Gefühl zu entwickeln, um den Konflikt in die von uns gewünschten Bahnen zu lenken. Die Auseinandersetzungen sind durchzogen von stark miteinander verwobenen ideologischen, persönlichen, regionalen, religiösen, taktischen und ethnischen Differenzen, die sich der Kontrolle durch Außenstehende völlig entziehen. So wurde Washington auf die groben Instrumente der Bombardierung und der Unterstützung von Angriffen der einen Dschihadisten auf die anderen zurückgeworfen."

Damit stellen Sie den amerikanischen Diensten aber ein echtes Armutszeugnis aus. Verfügen die etwa nicht über ein Heer von Analysten, Orientkennern und Historikern, die die US-Administration entsprechend beraten könnte? Eigentlich hätte es gereicht, sich die Bücher von Peter Scholl-Latour durchzulesen oder ihn mal zum Gespräch einzuladen. Der hat nämlich das entsprechende Szenario bei einer "Demokratisierung" des Nahen Ostens wie geschehen schon vor Jahren Punkt für Punkt vorausgesagt, so wie es jetzt eingetroffen ist.

Oder verhält es sich so, daß man zwar all die Informationen hatte, sie aber im politischen Interesse ignorierte, weil man sich selbst überschätzte oder gewisse ebenso mächtige wie verantwortunslose Machtzirkel diese Bedenken übertönten, um ihre Interessen durchzusetzen?
Wa Da schrieb am 22.10.2014
Im Westen gibt es den Slogan "Keine Verhandlungen mit Terroristen/Mörder/Verbrecher".
In Syrien mordet, terrorisiert, foltert, vergewaltigt, unterdrückt, erpresst ein Regime sein Volk. Dies ist nicht seit März 2011, sondern seitdem der Assad-Clan regiert. Seit Jahren und vielen erfolglosen Versuchen gab es immer wieder Aufstände und der Wunsch der Syrer, dieses Verbrecherregime loszuwerden. Ob es die sog. Moslembrüder waren, Kurdenaufstände oder der sog. "Damaszener Frühling". Die Geheimdienste Assads haben all diese Versuche zerschlagen.
Der jetzige Aufstand hat aber dieses Mal, dank Facebook etc, alle erreicht. Deshalb konnten binnen weniger Wochen Millionen gleichzeitig auf die Strasse.
Die Demonstranten verlangten zu Beginn lediglich Reformen und die Abschaffung des "Terror-Gesetzes" das dem Regime erlaubte willkürliche Verhaftungen vorzunehmen und bei "Bedarf" Ausgangsverbote zu verhängen. Der Slogan dieser Demonstrationen war immer "Wir fordern friedlich".
Es ist auch nun bewiesen, dass das Regime, auf diese friedlichen und unbewaffneten Menschen (auch Frauen und Kinder), mit Scharfschützen und Panzer geantwortet hat.
Spätestens dann hätte die internationale Weltgemeinschaft effektiv handeln müssen. Stattdessen gab es nur Sprachlosigkeit, Bestürzung und bla, bla, bla
Syrien ist ein buntes Land, mit vielen Ethnien und Religionen.
Frauen sind religiös oder nicht. Haben Familie und gehen arbeiten. Sind Ur-Traditionell oder sehr modern. Sie lieben das Wissen. Das alles waren sie schon immer und nicht erst seit der Ära Assad, wie es der Forist Bahij schreibt.
Assad ist ein Vasall Irans und hat Syrien an die Mullah verraten und verkauft um an der Macht zu bleiben. Dafür wird auf syrischen Boden ein Stellvertreterkrieg zwischen Ost und West und Iran vs. Saudi Arabien ausgefochten.
Dafür mussten über 200000 Menschen sterben, 60000 verschwinden, 250000 widerrechtlich in Assads Kerkern gefoltert werden. Die Hälfte der Syrer ist auf der Flucht vor Assads Fassbomben, Chemiewaffen, vor Assads Allianz aus dem Irak, Iran, Russland, Jemen, Afghanistan und Pakistan. Und nun noch den Abschaum der IS, der jeden umbringt und gegen ihre widerliche Ideologie ist. Bis heute hat der IS keine Stellungen Assads angegriffen. Es waren immer die Stellungen der heroischen Kämpfer der FSA. Sie sind es die für das syrische Volk kämpfen und alle Ethnien und Religionen schützen.
Assad ist und darf niemals ein Partner für Syrien sein.
Er ist der Kopf der Schlange und der Schwanz ist der IS.
Verliert die Schlange den Kopf ist der Schwanz auch weg.
In diesem Sinne
Free Syria
bada schrieb am 23.10.2014
Von Wa Da:
Ich möchte mich Ihrem Kommentar voll und ganz anschließen.

Assad gehört weg, die Terrororganisation Hizbullah auch. Ohne Sie wären Nussra und ISIS nie gewesen.

Das syrische Volk hat was besseres verdient. Runter mit der Tyrannei des Assadregimes.
Wa Da schrieb am 24.10.2014
Lieber Herr Karl Marx,

bei allem Respekt ist es nach über 3 1/2 Jahren mal Zeit eine Bilanz zu ziehen, die weder vom Westen noch Osten mit Propaganda geschmückt ist.
Fakt sind folgende Punkte:
1. Das syrische Volk hat schon mehrmals versucht sich von diesem Verbrecherregime zu befreien - bisher erfolglos!
2. Der jetzige Aufstand ist nicht von außen gesteuert sondern Dank des arabischen Frühlings als eine reelle Chance gesehen worden. Wie ich bereits in einem vorigen Beitrag erwähnt habe, war es durch die sozialen Netzwerke besser organisiert und publik gemacht worden.
3. Die Demonstrationen waren friedlich und forderten zunächst Reformen. Trotzdem wurden die Menschen durch Sniper und Panzer ermordet. Das 1. ermordete Kind "Hamza al Khatib" zeigte das wahre, bestialische Gesicht des Verbrecherregimes. Ein 13 jähriger Junge der brutalst zu Tode gefoltert wurde. Nach ihm folgten unzählige Kinder, Frauen und andere Wehrlose.
4. Syrische Soldaten desertierten und bildeten die FSA.
Die Opposition in Syrien organisierte sich gemeinsam. Es waren alle Ethnien und Religionen vertreten. Viele von ihnen landeten in Gefängnissen.
5. Viele Oppositionelle flohen deshalb und bildeten in Istanbul die "Syrische Nationale Koalition". In ihrer Charta sollen die Syrer alle mit gleichen Rechten und Pflichten ausgestattet werden. Syrien soll ein demokratisches Land mit freien und geheimen Wahlen werden. Alles Werte die der Westen auch vertritt.
6. Es bildete sich aus knapp 100 Staaten die sog. "Freunde Syriens", die gemeinsam mit der Opposition über das zukünftige Syrien verhandelten.
7. Assads Freunde: Russland, Iran, Irak, Hizbollah, die Schiiten in Pakistan und Afghanistan, sowie Jemen, Emirate und Kuwait. Sie alle unterstützen Assad mit Söldnern, Waffen und Logistik.
8. Während die Freunde Syriens und die nutzlose UNO Assad unter Druck setzen wollten, scheiterte jeder Plan durch ebenso nutzlose Vetos der Russen und Chinesen. Ein Ping-Pong Spiel zwischen Ost und West - wie immer. Somit hat man die Möglichkeit die Schuld beliebig zu verschieben.
9. Während die Diplomatie weiter versucht die Menschen in die Irre zu führen, desertieren immer mehr syrische Soldaten und schließen sich der FSA an. Als die Erfolge immer größer wurden, mußte ein neuer Plan her. So wurden in einem Austausch zwischen FSA - die iranische Söldner freigelassen hat - und Regime - die vermeintlich Zivilisten freilassen sollten - tatsächlich Islamisten freigelassen. Jene wurden während des Irakkrieges von Assad nach Bagdad befohlen um gegen die Amerikaner Anschläge zu verüben. Nachdem Bush jr. Assad und Syrien zu Schurken erklärt hat und ihnen ebenfalls drohte, wurden diese Islamisten zurück befohlen. Der IS sollte nun gegen die FSA und Zivilisten kämpfen. Sie sind gut ausgestattet, sogar mit Panzern.
9. Sie morden und schlachten im Namen des Islams und rehabilitieren Assad damit, als Beschützer der Minderheiten.
10. Der Plan von Assad - UND AUCH INSGEHEIM DES WESTENS - geht auf. NIEMAND bekämpft Assad. Man verspricht den Kurden und der FSA Waffen um sich gegen den IS zu verteidigen. Die Waffen wurden über IS Gebiet abgeworfen! Bei all der Logistik und Technik der USA war das niemals ein Fehler, es war beabsichtigt!

Meine persönliche Einschätzung dazu:
Es gab die "Freunde Syriens" nie ernsthaft! Man hat gesehen, die Opposition strebt Werte an, die der Westen so sehr preist.
Würde es dazu kommen, müßte es mit Israel auch zu erneuten Friedensgesprächen kommen, die auch mit Kompromissen für Israel verbunden sind. Es würde auch für das palästinensische Volk eine ernsthafte und positive Lösung geben. Deshalb spricht Israel von Assad als das "kleinere Übel" oder ein einschätzbarer Feind.
Dafür darf ein ganzes Volk ausgelöscht werden.
Am Ende muss ich mich echt fragen, ob diese "Werte" wirklich noch etwas mit Demokratie oder gar Menschlichkeit zu tun haben.
Die Menschheit verliert ihre Menschlichkeit und die Politiker werden von Interessen-Lobbys geleitet!
Bahij schrieb am 24.10.2014
DIETER Schinzel schrieb am 22.10.2014
Die Schwäche der Geheimdienste der USA und der westlichen Partner in den Ländern des Nahen Ostens war schon eine entscheidende Ursache für die schwerwiegenden Fehler in der Nahostpolitik der USA und ihrer westlichen Partner."

Die Frage ist ob es nur eine "Schwäche der Geheimdienste der USA und der westlichen Partner im Nahen Osten" war, oder dies ganz bewußt gemacht wurde, so wie es schon damals geheißen hat, als man die Schuld an der Zerstörung des Iraks wegen Massenvernichtungswaffen den schwachen Geheimdienst in die Schuhe schob, oder das man Libyien in Chaos und Anarchy bombte, weil der westliche Geheimdienst nicht voraus ahnen konnte was passieren würde wenn man einen Staat zerstört und radikale Islamisten bewaffnet und finanziert.


DIETER Schinzel schrieb am 22.10.2014
Der Artikel von Fuller ist ebenfalls schwach und in seinen konstruierten Schlussfolgerungen wirklichkeitsfremd und inakzeptabel.

Er ist wirklichkeitsfremd und inakzeptabel so lange sie in Deutschland sitzen die Situation in Syrien beobachten. Aus der Ferne ist es leicht zu sagen da muss weitergekämpft werden bis die Staatsführung passt.

Wirklichkeitsnah und akzeptabel wäre es für sie wohl eher, wenn sie jetzt mal tatsächlich in Syrien wären. So wie die große Mehrheit der Syrer, und die große Mehrheit der Flüchtlinge, in Syrische Regierungsgebiete fliehen.

Während sie in Regierungsgebiete in Restaurants gehen können, die Universitäten und Schulen offen sind, Lebensmittel und andere Kosten des Lebens so gut wie möglich vom Staat subventioniert und unterstützt wird, noch immer eine beachtliche Menge normales, zivilisiertes und ordentliches Leben irgendwie noch stattfindet, wird ihnen, sollten sie vorhaben in "befreiten" Rebellengebieten zu gehen, mitunter einfach der Kopf abgeschlagen, ihre Frau vermummt und das Gesetz der Scharia eingesetzt.

Normale Menschen wollen nicht so leben wie in Rebellengebieten, dort gibt es keine Wahlen, keine moderne Gesellschaft, nur Anarchie und Chaos. Es ist leicht zu sagen von aussen das der Krieg gegen Syrien weiter gehen muss bis alle Gebiete von Assad "befreit" sind, wenn man selbst nicht davon betroffen ist.

DIETER Schinzel schrieb am 22.10.2014
Ein Präsident Assad, der nach wie vor dabei ist sein Land zu zerstören und die Zivilbevölkerung zu massakrieren kann kein Partner sein für die Befriedung Syriens.

Wenn es stimmen würde das der Präsident von Syrien sein Land zerstört und die Bevölkerung massakriert, wie kann es dann möglich sein das er sich noch in seiner Position halten kann?

Warum flieht die große Mehrheit der Flüchtlinge, nicht in die Türkei, Jordanien oder Libanon, sondern fliehen in Regierungsgebiete.

Wenn sie dafür sind Syriens Regierungsgebiete zu bekämpfen, zu sanktionieren und zu Sturz bringen zu wollen, dann sind sie auch dafür das die große Mehrheit der Syrer bekämpft, sanktioniert und zu Fall gebracht wird.

Letztes Jahr war es mir nicht möglich in Regierungsgebiete irgendwelche Landwirtschaftsgüter zu kaufen wie Milch oder Nudeln. Manche Lebensmittel gruppen gibt es einfach nicht mehr zu kaufen, die Industrie wird bekämpft vom Westen und alles mögliche Sanktioniert sodass es die Syrer auch nicht kaufen können, die Syrer dürfen auch nichts verkaufen. Es wird auf allen Ebenen Krieg geführt gegen die Regierungsgebiete und somit gegen die große Mehrheit der Syrer.

DIETER Schinzel schrieb am 22.10.2014
Längst hätte eine Flugverbotszone eingerichtet werden müssen, um die Zerstörungsorgie Assads zu beenden.

So wie in Libyen? Mit dem Ergebnis das der gesamte Staat und zivilisierte Ordnung zusammenbricht, und nurmehr das Recht des Stärkeren, das Recht des Radikaleren, das Recht des Fundamentalistischeren herrscht? "Das Komplette Chaos ohne Ende" hätte schon längst eingerichtet gehört, steht da oben, wenn man ein Realist ist.

DIETER Schinzel schrieb am 22.10.2014
Sein Treiben hat auch den Raum für ISIS in Syrien geschaffen.

Man beachte diese Umdrehung der Logik seit neustem. Schuld an der Situation mit ISIS hat die Syrische Armee und die Syrischen Soldaten, die radikale Islamisten nicht zur Gänze besiegen können. Nicht-Schuld an der ISIS Situation hat offenbar nicht der Westen und seine religiös radikal gesitteten Verbündeten in der Region, die seit über 3 Jahren tonnenweise Waffen und Millionen Dollar in Rebellengebieten schicken die allesamt in den Händen von ISIS und Co landeten. Dabei hatte der Westen doch auf die Waffen ein klar ersichtliches Post it angebracht: "Darf nicht von Al Kaida verwendet werden". Scheinbar haben die Moderaten Rebellen ihre Milliarden Euro schwere Unterstützung einfach an die weniger Moderaten Rebellen verkauft, verloren, übergelaufen. Ups.

Wa Da schrieb am 22.10.2014
Im Westen gibt es den Slogan "Keine Verhandlungen mit Terroristen/Mörder/Verbrecher".
In Syrien mordet, terrorisiert, foltert, vergewaltigt, unterdrückt, erpresst ein Regime sein Volk. Dies ist nicht seit März 2011, sondern seitdem der Assad-Clan regiert. Seit Jahren und vielen erfolglosen Versuchen gab es immer wieder Aufstände und der Wunsch der Syrer, dieses Verbrecherregime loszuwerden. Ob es die sog. Moslembrüder waren, Kurdenaufstände oder der sog. "Damaszener Frühling".

Die Muslimbrüderschaft ist eine Terrororganisation die den Koran zum Gesetzbuch machen wollte. Gott sei Dank ist Syrien gegen sie vorgegangen. Unter der Assad Regierung haben alle Religionen und Ethnien die selben Rechte und Gesetze zu befolgen. Religion und Glaube ist Privatsache und keine Staatsform. Und wenn Assad gewinnt, wird dies auch so bleiben. Wir wollen nicht mehr zurück in eure Mittelalterliche Vergangenheit.

Wa Da schrieb am 22.10.2014
Der jetzige Aufstand hat aber dieses Mal, dank Facebook etc, alle erreicht. Deshalb konnten binnen weniger Wochen Millionen gleichzeitig auf die Strasse.

Schon zu Beginn seiner Amtszeit sagte Assad einer der wichtigsten Dinge für die Syrische Gesellschaft ist das alle Syrer zugang zum Internet haben. Selbst im schlimmsten Propaganda Krieg der Neuzeit, blieb in Syrien Facebook und das Internet immer offen, ausgenommen von Netzwerk zusammenbrüche durch Bombenanschläge der "Freiheitskämpfer". Selbst wenn das Internet in Syrien zusammenbrach, dauerte es nur ein paar Stunden oder ein paar Tage bis die Syrer in Regierungsgebieten wieder auf facebook waren.

Man vergleiche das mit den Regionalen Freunden des Westens wie der Türkei oder Saudi Arabien. Wo selbst obwohl kein Krieg herrscht, youtube mal einfach abgeschaltet wird oder twitter.

Wir wollen selbstbestimmt in einem modernem Arabischen Land leben und Assads Prinzipien sind die modernsten in dieser teilweise Mittelalterlichen und mit Tabus überhäuften Region. Assads Frau hat kurze Haare, ist selbstständig aktiv und trägt kein Kopftuch? In Arabischen Ländern unvorstellbar, aber Syrien unter Assad ist den anderen Arabischen Ländern einfach mehrere Jahrzehnte voraus, nicht wenn es um das finanzielle geht oder bei Technologien, aber von der Gesellschaft her. Darum wirkt es absolut absurd für die Syrer, wenn Länder wie Qatar oder Saudi Arabien gegen Syrien "für mehr Freiheit" kämpfen. Ihr habt einfach auf allen Ebenen dieses Krieges verloren, auf der Ideologischen, auf der Militärischen, auf der Populären und auf der Visionären.

Wa Da schrieb am 22.10.2014
Die Demonstranten verlangten zu Beginn lediglich Reformen und die Abschaffung des "Terror-Gesetzes" das dem Regime erlaubte willkürliche Verhaftungen vorzunehmen und bei "Bedarf" Ausgangsverbote zu verhängen. Der Slogan dieser Demonstrationen war immer "Wir fordern friedlich".
Es ist auch nun bewiesen, dass das Regime, auf diese friedlichen und unbewaffneten Menschen (auch Frauen und Kinder), mit Scharfschützen und Panzer geantwortet hat.

Es gab viele Demonstrationen im März 2011. Nur ein kleiner Teil war kritisch, der weit größere Teil der Demonstrationen, der richtig Strassen und große Plätzefüllende Teil der Demonstrationen war pro Regierung, pro Assad und pro Syrien. Am 30. März 2011, noch bevor ein Krieg war, sagte Assad in seiner ersten Reaktion auf die kritischen Demonstrationen, das viele Punkte und Wünsche der Demonstranten legitim sei, und er die Regierung beauftragt ein neues modernes Medien Gesetz zu finden, den Notstand wegen dem Krieg mit Israel aufzuheben und eine komplett neue Verfassung ausgearbeitet werden soll, die über ein Landesweites Referendum von den Bürgern selbst entschieden werden sollten.

Nur ein Jahr später hatte Syrien ein neues modernes Medien Gesetz, viele neue Politische Parteien, viele neue Medien und Zeitungen. Regionalwahlen mit neuen Akteuren, Parlamentswahlen mit neuen Parteien, das Land hatte eine komplett neue Verfassung gewählt vom Volk, bei dem unter anderem der Präsident nur 2 Perioden in seinem Amt sein kann. All diese großen Veränderungen wurden innerhalb nur eines Jahres durchgebracht.

Die ursprünglich kritischen Demonstranten haben viel viel mehr, viel viel schneller bekommen als sie es sich gedacht haben. War alles perfekt? Bei weitem nicht, aber es gab eine große Bewegung und friedliche Reformen im Sinne der Syrer im Land, nicht im Sinne der Syrer die aus 5 Sterne Hotels in Istanbul und Qatar für mehr Krieg gegen Syrien warben.

Es gibt keine 100%ige Demokratie. Und es gibt keine 100% Diktatur. Die Staatsform ist immer einzigartig in ihren Details und liegt irgendwo dazwischen Demokratie sind nicht nur Wahlen, in der Demokratie geht es auch um die Unabhängigkeit von Institutionen und Individuen. In diesen Punkten ist und war Syrien sehr weit vor allen anderen Ländern in der Region.

Ja der Geheimdienst in Syrien ist stark. Aber er muss es auch sein wenn Israel und ihre mächtigen Verbündeten gegen Syrien noch immer offiziell im Krieg ist.

Wer hat auf die Demonstranten geschossen. Wie konnten sie friendlich sein wenn innerhalb der ersten Tage viele Polizisten erschossen wurden in einem Land das bis dahin als eines der sichersten der Welt zählte und in der Regel sehr selten jemand eine Waffe besitzte. Es gibt viele Anzeichen das Provokateure absichtlich auf Demonstranten und auf Sicherheitskräfte geschossen haben. Der Staat jedenfalls hat Verantwortung gezogen und einige Sicherheitsbeamte verurteilt.

Es muss niemand von einer anderen Meinung überzeugt werden, aber es sollte wohl jedem vernünftig erscheinen das immer mehr immer mehr Waffen, immer mehr immer mehr Geld, immer mehr immer mehr Kämpfer in ein chaotisches Kriegsgebiet und Brandherd zu schicken keine gute Idee ist.

Eines Tages wird der Westen hoffentlich erkennen das diese ganzen Waffenlieferungen und Finanzierungen am Ende des Tages doch immer bei den stärksten, brutalsten und radikalsten Gruppierungen ankommt, und eines Tages wird der Westen die Syrer unterstützen im Kampf gegen den Terrorismus.
Karl_Murx schrieb am 24.10.2014
Hallo, Wa Da und bada:

"Das syrische Volk hat was besseres verdient. Runter mit der Tyrannei des Assadregimes."

Und dann? Unsere kopfabhackenden Spezis von IS und al-Nusra an die Macht?

"Die Hälfte der Syrer ist auf der Flucht vor Assads Fassbomben, Chemiewaffen, vor Assads Allianz aus dem Irak, Iran, Russland, Jemen, Afghanistan und Pakistan."

Ich würde sagen, die sind auf der Flucht vor dem Krieg, der von außen nach Syrien hineingetragen wurde.

"Syrien ist ein buntes Land, mit vielen Ethnien und Religionen.
Frauen sind religiös oder nicht. Haben Familie und gehen arbeiten. Sind Ur-Traditionell oder sehr modern. Sie lieben das Wissen. Das alles waren sie schon immer und nicht erst seit der Ära Assad, wie es der Forist Bahij schreibt."

Würde das so bleiben bei einem Sturz Assads? Wer würde denn dann an die Macht kommen? Die radikalen oder nur die gemäßigten Kopfabhacker? Was geschähe mit den Christen, was geschähe mit den Alawiten?

"Bis heute hat der IS keine Stellungen Assads angegriffen."

Das ist falsch. Die syrische Armee steht im Krieg gegen den IS, wo an manchen Tagen Hunderte oder Tausende Soldaten sterben. Hat der IS nicht vor kurzem eine syrische Luftwaffenbasis im Norden des Landes erobert? Handelt es sich bei Kobane und der Umgebung nicht um syrisches Territorium? Wenn schon transatlantische Propaganda, dann bitte auf der Basis von Fakten. Ist hier aber nicht der Fall.

"Es waren immer die Stellungen der heroischen Kämpfer der FSA. Sie sind es die für das syrische Volk kämpfen und alle Ethnien und Religionen schützen."

Guter Witz. Die sunnitischen Stämme, die seit je her gegen die Alawiten-Herrschaft Assads opponieren, weil sie diese niemals als echte Muslime anerkannt haben, würde die nichtsunnitischen Ethnien genauso terrorisieren wie das der IS tut.

"Assad ist ein Vasall Irans und hat Syrien an die Mullah verraten und verkauft um an der Macht zu bleiben. Dafür wird auf syrischen Boden ein Stellvertreterkrieg zwischen Ost und West und Iran vs. Saudi Arabien ausgefochten."

In der Tat. Doch begonnen wurde dieser bewaffnete Konflikt mit dem Ziel der Destabilisierung und dem Sturz der Assad-Regierung eindeutig von westlicher, spricht amerikanischer Seite.
adamhur schrieb am 24.10.2014
An Karl_Murx und Bahi:
Ich fürchte, dass sie unter Realitätsverlust leiden. Es steht euch frei das Assadregime zu verteidigen und seine Sicht der Dinge zu verteten, ihr solltet aber wissen dann im 21jh. nichts versteckt bleibt. Wir lesen tagtäglich arabische, israelische, amerikanische, und englische Zeitungen....Sie lügen alle, oder Was? Na gut! Dann schauen Sie weiter Syrian TV und schiitische Almanar...wieterso!
Karl_Murx schrieb am 24.10.2014
@adamhur:
"Ich fürchte, dass sie unter Realitätsverlust leiden."

Würden Sie Nahostkennern wie dem leider vor kurzem verstorbenen Peter Scholl-Latour so etwas ebenfalls unterstellen? Auf dessen Bücher und Reportagen berufe ich mich im allgemeinen.

"Es steht euch frei das Assadregime zu verteidigen und seine Sicht der Dinge zu verteten,"

Ich vertrete hier primär meine Sicht. Dabei nehme ich meine Informationen weniger TV-Sendungen, sondern vor allem Interviews, Büchern und Reportagen von Leuten, die den Nahen Osten und die Konflikte in der Region sehr gut kennen und denen man eine unabhängige Sicht zubilligen kann. So eben wie beim genannten Scholl-Latour.

"ihr solltet aber wissen dann im 21jh. nichts versteckt bleibt."

Das hoffe ich. Reden Sie übrigens bitte in der Einzahl. Ich spreche hier nur für mich selbst.

"Wir lesen tagtäglich arabische, israelische, amerikanische, und englische Zeitungen....Sie lügen alle, oder"

Mehr oder weniger die meisten. Aber nicht alle gleichermaßen und bei allen Themen. Darum sollte man sich seine Meinung aus möglichst vielen Medien bilden und sich auch anderweitig kundig machen.

"Was? Na gut! Dann schauen Sie weiter Syrian TV und schiitische Almanar...wieterso! "

Habe ich noch nie angesehen.
Bahij schrieb am 25.10.2014
Sie lesen Israelische Nachrichten, die der Arabischen Golfstaaten, die Europäischen, und die Amerikanischen. Also die Nachrichten von genau den Ländern die den Krieg gegen Syrien unterstützen.

Es ist nachträglich bekannt das die Gründe für den Krieg gegen Vietnam schwachsinnig waren, nachdem dies offenkundig bekannt war, meinten manche das war eine Ausnahme, und ab dann würden die Medien wahrheitsgetreu berichten.

Es ist nachträglich bekannt das die Gründe für den Krieg gegen den Irak auf Lügen basierte, manche meinten danach das dies eine Ausnahme war, und das seitdem wahrheitsgetreu berichtet wird wenn es um Krieg oder Frieden geht.

Es ist nachträglich bekannt das die Bombardierung und Zerstörung von Libyen das Land in Chaos und Zerstörung hinterließ, anstatt es in eine Europäische Art von Demokratie zu bringen. Manche meinten das war wieder eine Ausnahme, und das seitdem die Medien nicht mehr einen so sinnlosen und schrecklichen Krieg dem Westlichen Volke verkaufen würde.

Könnten sie mir das genaue Historisch signifikante Datum nennen, ab dem die Westlichen Medien ihrem Volk nicht mehr Kriege verkauft haben. Wann genau haben die Medien aufgehört zu lügen.

Es ist nachträglich bekannt das eine Reihe Westlicher Staaten radikale Islamisten bewaffnet, finanziert und ihnen politische Rückendeckung gegeben wurde. Das die große Mehrheit der Syrer in Regierungsgebieten leben und zu Regierungsgebiete geflohen sind, vom Westen sanktioniert werden, von mehrheitlich Ausländischen Söldner Terrorisiert werden.
Wa Da schrieb am 27.10.2014
@Karl Murx und Bahji,
ich muss Ihnen beiden vollkommen widersprechen.
1. Niemand in Syrien befürwortet die "Kopfabhacker". In Idlib konnten sich die Bewohner, dank FSA, von diesen Monstern befreien. Wäre das nicht die Aufgabe der SAA gewesen?
Assads Armee besteht derzeit nur noch aus regimenahen, alewitischen Soldaten. Ansonsten sind es nur noch die Söldner der Assad Allianz, die nicht nur die FSA abschlachten sondern Zivilisten, Ärzte, Zivil-Journalisten. In den Gefängnissen sitzen ganze Familien, wo der Vater bei der Vergewaltigung seiner Tochter/Frau zu schauen muss oder Kinder bei der Folterung ihrer Eltern.
2. Die Schiiten in Irak/Iran predigen ganz ungeniert und offen, dass Assad nur an der Macht bleiben kann, wenn man die Nachfahren von "Khaled ibn Walid" u.a. komplett zerstört. Damit sind eindeutig die Sunniten gemeint! Ein Genozid das akzeptiert wird um EINE Familie an der Macht zu halten - für Interessen!
3. Die Opposition besteht aus allen Ethnien und Religionen. Sie sind sehr wohl in der Lage Syrien in eine Demokratie zu führen und leiten. Assad ist ein Verbrecher und darf niemals ein Verhandlungspartner sein. Die westliche Diplomatie sollte nicht ihre eigenen Vorstellungen, verbunden mit Interessen, als Bedingung nennen, sondern es den derzeitigen Vertretern der syrischen Mehrheit!
@Murx, Peter Scholl-Latour - Gott hab ihn seelig - nannte sich Nah-Ost Experte. Leider war er die letzten 10 Jahre ein alter, verkalkter Mann der nur noch nuschelnd Unsinn erzählte. Im Bezug auf Syrien und seine Prognosen lag er total daneben. Er hat weder mit der Opposition geredet noch war er seit dem Aufstand im Land!
@Bahji, als Damaszenerin weiß ich sehr wohl wie es Assad (zumindest am Anfang) geschafft hat, die Straßen zu füllen. Meine Verwandten sind Lehrer, Staatsdiener oder Ärzte in Staatskrankenhäuser. Sie alle müssen auf die Straße wenn der "Herr" ruft. Dafür werden ihnen die Ausweise abgenommen und Vorort wieder ausgehändigt, wenn sie dabei waren. Selbst Schüler und Studenten müssen antreten. Natürlich gibt/gab es auch Menschen die ihn unterstütz(ten)en.
Diese Unterstützung gibt es mittlerweile in seinem eigenen Umfeld nicht mehr. Selbst in seinem Ort Quardaha haben die Menschen demonstriert.
Die Menschen, die gegen das Regime sind, sind sehr wohl zu Millionen auf die Straße gegangen. In Homs und Hama waren es jeweils über 1/2 Million. Dank den Snipern, Panzern und Fliegerbombern war es nicht mehr möglich.
Die Pro-Assad Syrer beten ihren "Führer an. Sie töten wegen EINER Person! Die Menschen wollen aber eine Regierung, die ihr Wohlwollen will, sie beschützt, ihnen Freiheiten gibt. Das alles tut dieses Regime nicht!
Ich könnte ihnen Beispiele aus meiner Familie nennen, die einen grau werden lassen. Das sprengt aber diesen Rahmen.
Ich hoffe nur, dass der Wunsch der Mehrheit in Syrien bald in Erfüllung geht und das Verbrecherregime, samt seiner Allianz und dem IS in die Hölle geschickt werden.
Amen
Bahiji schrieb am 29.10.2014
Wa Da schrieb am 27.10.2014
1. Niemand in Syrien befürwortet die "Kopfabhacker". In Idlib konnten sich die Bewohner, dank FSA, von diesen Monstern befreien.

Die "FSA" ist ein Politisches Propaganda Werkzeug des Westens um Krieg gegen Syrien zu betreiben. Faktisch kontrolliert die FSA keine einzige Stadt in Syrien. Sie ist ein Mythos, ein Politischer Slogan, mit ihrem Hauptsitz in Istanbul und Doha, die finanziert durch die Golfstaaten, im Hintergrund unterstützt von Israel um die Zerstörung Syriens weiter zu betreiben.

Wa Da schrieb am 27.10.2014
Assads Armee besteht derzeit nur noch aus regimenahen, alewitischen Soldaten. Ansonsten sind es nur noch die Söldner der Assad Allianz, die nicht nur die FSA abschlachten sondern Zivilisten, Ärzte, Zivil-Journalisten.

Es gibt keine Assad Armee. Es gibt die Syrische Armee. Die Syrische Armee ist eine Wehrpflichtigen Armee, alle jungen müssen ihren Wehrdienst erfüllen, egal ob es Sunniten, Christen, Shiiten oder Atheisten sind.

Assad geht nicht durch die Bevölkerung und pickt sich einzelne Soldaten raus die ihm symphatisch erscheinen. Die Soldaten der Syrischen Armee sind, durch das System der Wehrpflicht, ein weiter Querschnitt von der Bevölkerung. Bis zu 80% der Syrischen Bevölkerung sind Sunniten, ohne die Unterstützung der Sunniten für die Armee, den Instituten, dem Präsidenten und ihres Landes hätte Syrien diesen Krieg niemals überstehen können.

Tatsache ist nämlich das die Sunniten auch von den Rebellen abgeschlachtet werden. Die Sunniten in Syrien sind die modernsten in der Arabischen Welt, ihre Kultur ist weit enfernt von der Kultur der Taliban die diese Rebellen nach Syrien gebracht haben. Die Sunniten bilden die breite Mittelschicht der Syrischen Gesellschaft und wollen mit den Kopfabschneidern und Kriegsbefürwörtern mehrheitlich nichts zu tun haben.

Wenn die Syrischen Soldaten Zivilisten umbringen würde, Ärzte umbringen würden und Journalisten, wieso fliehen dann die große Mehrheit der Syrer zu Regierungsgebiete, und nicht in die Türkei, Jordanien oder in "befreite" Gebiete der Rebellen? Wieso sind Journalisten in Syrischen Gebieten und werden in Rebellengebieten innerhalb weniger Stunden entführt und der Kopf abgeschlagen? Wieso traut sich niemand in Rebellengebiete zu gehen. Weil dort Anarchie, Chaos und wildeste Fundamentalisten die Macht haben, und sie hätten dies auch über das gesamte Syrien wenn der Syrien diesen Krieg verliert.

Wa Da schrieb am 27.10.2014
In den Gefängnissen sitzen ganze Familien, wo der Vater bei der Vergewaltigung seiner Tochter/Frau zu schauen muss oder Kinder bei der Folterung ihrer Eltern.

Folterung ist ein schreckliches Problem in der Region. Es gibt kein arabisches Land und über 80 Länder weltweit wo Folterungen praktiziert werden. In den USA ist es sogar legal was in Guantanamo passiert, das simulierte töten des Gefangenen.

In Syrien ist Folterung in Gefängnissen ein schwer zu lösendes Problem. Wenn das die Rechtfertigung ist Krieg gegen Syrien zu unterstützen, dann müssen sie aber auch Krieg gegen fast 100 andere Länder auch unterstützen!

Und glauben sie das dieser Krieg dazu führt das weniger gefoltert wird?

Wa Da schrieb am 27.10.2014
2. Die Schiiten in Irak/Iran predigen ganz ungeniert und offen, dass Assad nur an der Macht bleiben kann, wenn man die Nachfahren von "Khaled ibn Walid" u.a. komplett zerstört. Damit sind eindeutig die Sunniten gemeint! Ein Genozid das akzeptiert wird um EINE Familie an der Macht zu halten - für Interessen!

Die Schiiten sind insgesamt die viel moderneren und gemäßigteren Islamischen Glaubensvertreter. Syrien ist das einzige Arabische Land in dem Staat und Religion getrennt sind. Fast alle Ministerposten im Parlament werden von Sunniten besetzt. Bis zu 70% der Syrischen Armee sind Sunniten, alle Vertreter Syriens zu den Friedensverhandlungen in Genf waren Sunniten, Assads eigene Ehefrau ist Sunnitin.

Es war immer das Ziel Israels Sunniten gegen Schiiten kämpfen zu lassen. Sie haben das Ziel teilweise erreicht. Aber die große Mehrheit der Sunniten, Schiieten und Christen in Syrien sind einander nicht feindlich gesinnt und deswegen besteht der Syrische Staat, die Syrischen Insitutionen, das Syrische System und die Syrische Armee weiterhin. Ohne diesen starken Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerungsgruppen wäre dies absolut unmöglich.

Wa Da schrieb am 27.10.2014
3. Die Opposition besteht aus allen Ethnien und Religionen. Sie sind sehr wohl in der Lage Syrien in eine Demokratie zu führen und leiten. Assad ist ein Verbrecher und darf niemals ein Verhandlungspartner sein. Die westliche Diplomatie sollte nicht ihre eigenen Vorstellungen, verbunden mit Interessen, als Bedingung nennen, sondern es den derzeitigen Vertretern der syrischen Mehrheit!


Wa Da schrieb am 27.10.20143. Die Opposition besteht aus allen Ethnien und Religionen. Sie sind sehr wohl in der Lage Syrien in eine Demokratie zu führen und leiten. Assad ist ein Verbrecher und darf niemals ein Verhandlungspartner sein. Die westliche Diplomatie sollte nicht ihre eigenen Vorstellungen, verbunden mit Interessen, als Bedingung nennen, sondern es den derzeitigen Vertretern der syrischen Mehrheit!

Die Syrischen Oppositionsparteien sitzen nach den Wahlen im Syrischen Parlament! Sie diskutieren und gestalten das Land friedlich und wie zivlisierte Menschen im Dialog und mit Argumenten.

Die "Syrische Opposition" die sie meinen hat ihren Sitz in der Türkei und in den Golfstaaten, sie unterstützen den Krieg gegen Syrien, dabei sind ihnen Selbstmordattentäter nichts besonderes und Autobomben werden auch eingesetzt.

Das Wort "Opposition" ist ein Politisches Wort. Es geht um Politische Parteien. Opposition bedeutet nicht sich in die Luft zu sprengen, Frauen zu verschleiern, Rauchen und Alkohol zu verbieten, Menschen den Kopf abzuhacken. Wer sich nicht an Wahlen beteiligen will und seinen Willen mit Gewalt und Zerstörung erreichen will ist ein Terrorist, und kein Oppositioneller.

Wa Da schrieb am 27.10.2014Peter Scholl-Latour - Gott hab ihn seelig - nannte sich Nah-Ost Experte. Leider war er die letzten 10 Jahre ein alter, verkalkter Mann der nur noch nuschelnd Unsinn erzählte. Im Bezug auf Syrien und seine Prognosen lag er total daneben. Er hat weder mit der Opposition geredet noch war er seit dem Aufstand im Land!

Peter Scholl Latour war ein Genie und alle Weitsicht die er hatte in Bezug auf den Arabischen Raum waren sehr gut. Er hat den Krieg gegen Syrien nie unterstützt und aus seiner Erfahrung sofort erkannt das die "Freie Syrische Armee" eine Westliches Werkzeug war um den nächsten Krieg gegen ein Arabisches Land zu rechtfertigen.

@Bahji, als Damaszenerin weiß ich sehr wohl wie es Assad (zumindest am Anfang) geschafft hat, die Straßen zu füllen. Meine Verwandten sind Lehrer, Staatsdiener oder Ärzte in Staatskrankenhäuser. Sie alle müssen auf die Straße wenn der "Herr" ruft. Dafür werden ihnen die Ausweise abgenommen und Vorort wieder ausgehändigt, wenn sie dabei waren. Selbst Schüler und Studenten müssen antreten. Natürlich gibt/gab es auch Menschen die ihn unterstütz(ten)en.

Stellen sie sich bitte mal vor wie die Beamten in Syrien Millionen Menschen ihre Pässe wegnehmen und erst wieder zurückgeben wenn sie Pro-Syrien demonstrieren waren. Das ist wirklich völlig realitätsfremd. Was war den mit den riesigen pro Syrien Aufläufen und Demonstrationen in Libanon und anderen Botschaften Syriens zur letzten Wahl? Hat Syrien den Menschen ausserhalb Syriens auch dazu gezwungen ihre Pässe abzugeben und sie erst zurückgegeben nachdem sie alle Pro Assad demonstriert hatten?

Gehen sie mal auf youtube und sehen sie sich die paar Hundert anti Syrien demonstrationen an, und danach schauen sie sich die Millionen aufläufe der pro Syrien demonstrationen an.

Wa Da schrieb am 27.10.2014
Die Pro-Assad Syrer beten ihren "Führer an. Sie töten wegen EINER Person! Die Menschen wollen aber eine Regierung, die ihr Wohlwollen will, sie beschützt, ihnen Freiheiten gibt. Das alles tut dieses Regime nicht!

Es gibt kein einziges Arabisches Land das mehr Freiheiten hat wie Syrien unter dieser Regierung. Es gibt kein einziges Arabisches Land das mehr Frauenrechte hat als Syrien unter dieser Regierung. Es gibt kein einziges Arabisches Land mit einer moderneren Gesellschaft und Informations/Internetzugänge als Syrien unter dieser Regierung.

Wenn sie Pro-Krieg sind, tragen sie bitte ihren Kampf für mehr Freiheiten doch in alle anderen Länder rundherum die gesellschaftlich 50 - 100 Jahre hinter Syrien liegen.

Wa Da schrieb am 27.10.2014
Ich könnte ihnen Beispiele aus meiner Familie nennen, die einen grau werden lassen.

Auch ich habe Beispiele aus meiner Familie die geschlagen und gefoltert wurde in Syrischen Gefängnissen. Gefängnisse in vielen Ländern sind nicht wie Gefängnisse in der Schweiz oder in Österreich. Da gehört eine rauhe Umgangsweise mit Gefangenen leider ein bisschen dazu. Aber die Schuld liegt nicht an einer Person. Schuld an soetwas ist das Justizsystem, alte Vorstellungen, Mangel an Respekt vor anderen, das Individuum das den Gefangenen ohrfeigt ist schuld. Assad und die Regierung stellen Folterung als verboten und strafbar, und die Umsetzung und Einhaltung ist Aufgabe der Gesellschaft und von einzel Personen. Selbst die USA foltern Gefangene. Sind sie jetzt für Krieg gegen die USA auch?


Wa Da schrieb am 27.10.2014
Ich hoffe nur, dass der Wunsch der Mehrheit in Syrien bald in Erfüllung geht und das Verbrecherregime, samt seiner Allianz und dem IS in die Hölle geschickt werden.

Wenn die Mehrheit der Syrer gegen den Staat wären, wäre der Staat schon längst zusammengebrochen auch ganz ohne jegliche Hilfe von Amerika, Europa, UK, Israel, Türkei, Jordanien, Saudi Arabien, Qatar, Al Kaida und ihre Verbündeten. Ganz alleine hätten die Syrer Assad von seiner Position entfernt, ohne jegliche Hilfe von aussen. Keine Chance hat eine Person gegen 22 Millionen Menschen um sich herum. Das ist logisch. Nur in Hollywood und Tel Aviv kann so eine story verbreitet werden. Die Realität straft sie lügen und Syrien steht heute noch, und wird auch morgen noch stehen.

Ohne Assad, der Regierung, und den tapferen jungen Syrischen Soldaten, wären die Islamisten schon lange in Damaskus und dem Rest von Syrien. Ob diese Islamisten sich Islamischer Staat nennen, Jabhat Al Nusra, Harakat Al Hizm oder anders ist völlig unwissentlich.

Assad hätte genauso gut mit seiner Familie an einen sichereren und schöneren Ort fliehen können, aber er hat uns gegen die Islamisten nicht alleine gelassen und dafür werden wir ihn immer dankbar sein. Ohne ihn und der Unterstützung durch dem Volke, wäre der Staat schon längst, innerhalb nur weniger Tage völlig in sich zusammengebrochen und ein zweites Libyen geworden mit Anarchie und Chaos für immer.

Aber solange Assad steht, solang die Regierung steht, solang die Institutionen stehen, solange das Sozialsystem halbwegs steht, solang die Soldaten weiter stehen, besteht die Hoffnung das Syrien wieder zurückkehren kann in ein modernes, zivilisierte, tolerantes, freiheitliches Arabisches Land.

Alles was sie hier lesen und wie wir uns hier unterhalten, könnten wir jetzt gerade genauso tun, bei einem Glas Bier und einer Shisha rauchend in einem Syrischen Restaurant in Regierungsgebieten.

Sollten wir jetzt gerade in Rebellengebieten sein, würden wir sofort fliehen müssen weil der nächste der uns begegnet uns einfach entführen könnte, kaltblütig umbringen, uns zwingen könnte in den Jihad Kampf zu ziehen...
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