Henry A. Kissinger: "Eine Dämonisierung Putins ist keine Politik"

Vier Vorschläge für eine ausbalancierte Unzufriedenheit.

"Verständnis für russische Geschichte und Psychologie zählt nicht gerade zu den Stärken von US-Entscheidungsträgern."

Die öffentliche Debatte um die Ukraine dreht sich vor allem um das Thema Konfrontation. Aber wissen wir, auf was wir uns einlassen? Ich habe in meinem Leben vier Kriege erlebt, die mit großer Begeisterung und öffentlicher Unterstützung begonnen wurden. Bei allen wussten wir nicht, wie wir sie beenden sollten und aus dreien haben wir uns einseitig zurückgezogen. Der Test von Politik ist nicht wie sie beginnt, sondern wie sie endet.

Die Ukraine-Frage wird viel zu oft als ein Showdown dargestellt: Geht die Ukraine an den Westen oder an den Osten? Aber um zu überleben und sich zu entwickeln, darf die Ukraine Niemandens Vorposten sein. Vielmehr sollte sie eine Brücke zwischen beiden Seiten darstellen.

Was Russland und der Westen jetzt begreifen müssen

Russland muss akzeptieren, dass der Versuch, die Ukraine in eine Satellitenrolle zu zwingen und Russlands Grenzen erneut zu verschieben, nur dazu führen würde, die Geschichte sich selbst verstärkender Kreisläufe wechselseitigen Drucks zwischen Russland und dem Westen zu wiederholen.

Der Westen muss verstehen, dass die Ukraine für Russland nie ein beliebiges fremdes Land sein kann. Russlands Geschichte begann mit der Kiewer Rus. Von hier aus verbreitete sich die russische Religion. Die Ukraine war jahrhundertelang ein Bestandteil Russlands, und die Geschichte der Länder war schon vorher miteinander verknüpft. Einige der wichtigsten Schlachten um Russlands Freiheit – beginnend mit der Schlacht von Poltawa 1709  – wurden auf ukrainischem Boden geschlagen. Die Schwarzmeerflotte – Russlands Mittel zur Einflussnahme im Mittelmeerraum – ist langfristig in Sewastopol auf der Krim stationiert. Selbst so renommierte Dissidenten wie Alexander Solschenizyn und Joseph Brodsky betonten immer, dass die Ukraine ein integraler Bestandteil der russischen Geschichte, ja Russlands sei.

Die Ukraine-Frage wird viel zu oft als ein Showdown dargestellt: Geht das  Land an den Westen oder an den Osten? Aber um zu überleben und sich zu entwickeln, darf die Ukraine Niemandens Vorposten sein.

Die Europäische Union muss verstehen, dass ihre bürokratische Zögerlichkeit und die Unterordnung der strategischen Dimension unter innenpolitische Erwägungen dazu beigetragen haben, dass aus Verhandlungen über das Verhältnis der Ukraine zu Europa eine Krise wurde. Außenpolitik ist die Kunst, Prioritäten zu setzen.

Das entscheidende Element sind die Ukrainer selbst. Sie leben in einem Land mit komplexer Geschichte und mehrsprachigen Wurzeln. Der westliche Teil wurde 1939 in die Sowjetunion integriert, als Hitler und Stalin die Beute verteilten. Die Krim, deren Bevölkerung zu 60 Prozent aus Russen besteht, wurde erst 1954 Teil der Ukraine, als Nikita Chruschtschow, ein gebürtiger Ukrainer, das Gebiet an die Ukraine gab, als Teil der 300-Jahr-Feierlichkeiten eines Russischen Abkommens mit den Kosaken.

Der Westen ist überwiegend katholischen, der Osten überwiegend russisch-orthodoxen Glaubens. Im Westen wird Ukrainisch, im Osten Russisch gesprochen. Jeder Versuch eines Teils der Ukraine, den anderen zu dominieren - so wie das bisher üblich war – würde langfristig zu einem Bürgerkrieg oder einer Spaltung führen. Die Behandlung der Ukraine als Teil einer Ost-West-Konfrontation würde für Jahrzehnte jede Aussicht zerstören, Russland und den Westen – vor allem Russland und Europa – in einem kooperativen internationalen System zusammenzubringen.

Die Ukraine ist seit lediglich 23 Jahren unabhängig; davor war sie seit dem 14. Jahrhundert immer unter irgendeiner Form von Fremdherrschaft. Es überrascht nicht, dass ihre Führer die Kunst des Kompromisses nicht gelernt haben, und noch weniger die der historischen Perspektive. Die Politik der Ukraine nach der Unabhängigkeit zeigt, dass die Wurzel des Problems in den Versuchen ukrainischer Entscheidungsträger begründet liegt, widerspenstigen Teilen des Landes ihren Willen aufzuzwingen. Dies geschah erst durch die eine Fraktion, dann durch die andere.

Das ist die Essenz des Konflikts zwischen Viktor Janukowitsch und seiner größten politischen Rivalin Julia Timoschenko. Die beiden repräsentieren zwei Flügel der Ukraine und sind bislang nicht willens gewesen, die Macht zu teilen. Eine kluge US-Politik würde sich jetzt darum bemühen, den beiden Teilen der Ukraine einen Weg aufzuzeigen, wie miteinander kooperiert werden kann. Dabei sollten wir uns um Versöhnung bemühen, und nicht um eine Dominanz einer der Fraktionen.

Die Dämonisierung von Wladimir Putin ist keine Politik. Sie ist ein Alibi für die Abwesenheit von Politik.

Russland, der Westen und am wenigsten die Gruppierungen in der Ukraine selbst haben bislang nicht nach diesem Prinzip gehandelt. Jeder Akteur hat die Situation nur verschlimmert. Russland ist nicht in der Lage, eine militärische Lösung herbeizuführen, ohne sich in einer Zeit zu isolieren, in der bereits jetzt zahlreiche seiner Grenzen prekär sind. Und für den Westen gilt: Die Dämonisierung von Wladimir Putin ist keine Politik. Sie ist ein Alibi für die Abwesenheit von Politik. Zugleich sollte Putin ungeachtet seiner Sorgen realisieren, dass eine Politik des militärischen Zwangs  einen neuen Kalten Krieg zur Folge hätte.

Die Vereinigten Staaten ihrerseits müssen vermeiden, Russland als einen Abweichler zu behandeln, dem geduldig von Washington etablierte Verhaltensregeln beigebracht werden müssen. Putin ist ein ernsthafter Stratege - auf Grundlage der russischen Geschichte. Verständnis für amerikanische Werte und US-Psychologie sind nicht gerade seine Stärke. Doch zugleich gilt auch, dass ein Verständnis für russische Geschichte und russische Psychologie nicht gerade zu den Stärken von US-Entscheidungsträgern zählt.

Vier Vorschläge zur Lösung der Krise

Auf allen Seiten sollte die politische Führung nun dazu zurückkehren, nach Ergebnissen zu suchen, anstatt sich in einen Wettbewerb der Posen gegenseitig zu überbieten. Hier sind meine Vorschläge für ein Ergebnis, das mit den Werten und Sicherheitsinteressen aller Seiten kompatibel wäre:

Erstens: Die Ukraine sollte das Recht haben, ihre ökonomische und politische Assoziierung frei zu wählen. Auch mit Europa.

Zweitens: Die Ukraine sollte nicht der NATO beitreten. Dies ist eine Position, die ich auch schon vor sieben Jahren einnahm, als das Thema das letzte Mal aufgekommen ist.

Drittens: Die Ukraine sollte frei sein, jede Regierung zu bilden, die mit dem ausdrücklichen Willen des ukrainischen Volkes kompatibel ist. Eine kluge Führung in Kiew würde dann eine Politik der Versöhnung zwischen den verschiedenen Teilen des Landes umsetzen. International sollte die Ukraine dabei eine Position einnehmen, die etwa mit der von Finnland vergleichbar ist. Finnland lässt keinen Zweifel an seiner leidenschaftlichen Unabhängigkeit und kooperiert in den meisten Gebieten mit dem Westen, aber es vermeidet zugleich vorsichtig jede institutionelle Feindschaft mit Russland.

Es geht jetzt nicht um absolute Zufriedenheit, sondern um ausbalancierte Unzufriedenheit.

Viertens: Eine Annexion der Krim durch Russland ist mit den Regeln der bestehenden Weltordnung inkompatibel. Zugleich sollte es aber möglich sein, die Beziehungen der Krim zur Ukraine auf eine weniger belastete Grundlage zu stellen. Hierfür würde Russland die Souveränität der Ukraine über die Krim anerkennen. Zugleich sollte die Ukraine die Autonomie der Krim verstärken, und zwar in Wahlen, die unter Beteiligung von internationalen Beobachtern durchgeführt werden. In diesem Prozess müssten zugleich jegliche Zweideutigkeiten über den Status der Schwarzmeerflotte in Sewastopol bereinigt werden.

Dies sind Prinzipien, keine Verschreibungen. Beobachter, die mit der Region vertraut sind, werden wissen, dass nicht alle für alle Parteien verdaulich sind. Doch es geht jetzt nicht um absolute Zufriedenheit, sondern um ausbalancierte Unzufriedenheit. Wenn es nicht gelingt, eine Lösung zu erzielen, die auf diesen oder vergleichbaren Elementen beruht, werden wir uns immer schneller auf eine Konfrontation zubewegen. Die Zeit dafür wird schnell genug kommen.

(c) 2014 Tribune Media Services

Von: Henry A. Kissinger
Veröffentlicht am 06.03.2014
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AntonH schrieb am 06.03.2014
Der Altmeister hat gesprochen - in der Vergangenheit ganz sicher auch viel Unsinn. Und der Friedesnobelpreis war auch ein schlechter Scherz.... Aber hier hat er RECHT.
André schrieb am 06.03.2014
Lustigerweise ist der aktuelle Status Quo doch gar nicht schlecht für alle Beteiligten. Warum soll Putin die Krim nicht zurück nehmen und eine Spaltung des Landes herbeiführen, warum ist das ein Problem für uns respektive die Ukraine, vom Hinweis auf die zu respektierende territoriale Integrität abgesehen? Das wäre doch ganz im europäischen Interesse und würde eine ethnisch homogenisierte und entschärfte Westukraine nur näher an Europa drängen.
GWallory schrieb am 07.03.2014
H. Kissinger hat wahrscheinlich recht. Den mit Isolierung würde man Putin zum Märtyrer machen. Damit wäre nur ihm gedient.
HollyZ schrieb am 07.03.2014
Die Überschrift passt mir nicht, denn wie soll man sonst einen Dämon bezeichnen? Beim genaueren lesen haben mir einige Passagen ganz gut gefallen. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass die Worte nicht neu sind. Wer die neuesten Ereignissen verfolgt hat, hat klar erkennen können, dass die Annektierung bereits im vollen Gange ist.
Herr Kissinger, ich glaube, dass Putin nicht nach Ihrem Verständnis handelt.
Meiner Meinung nach hat alles doch schon viel früher begonnen, an den Tagen, als wir so eine Situation noch nicht für möglich gehalten haben. Seit langer Zeit geplant und jetzt sehr schnell und präzise durchgeführt. In diesen Terminplan passen auch beide olympischen Wettkämpfe, bei denen die Welt ihre Aufmerksamkeit abwendet zu dem sportlichen Geschehen. Denn wie präzise ist den die Situation in Kiew eskaliert, ist das wirklich Zufall? Und wieso sind einige Aktionen auf der Krim so blitzschnell und erfolgreich durchgeführt worden, dass absolut keine Gegenwehr möglich war?
Was erwartet uns in den nächsten Tagen? Der Sport im Hintergrund wird kaum politische Maßnahmen zulassen, die letzte Phase der Annektion hat begonnen und ist schon fast abgeschlossen.
Und damit ist die Ukraine nicht mehr das, wovon sie noch eben gesprochen haben.
Machen wir uns damit vertraut, dass die politische Diplomatie hier keinen Erfolg brachte.
Und wenn dann am Ende der olympischen Spielen plötzlich die Ukraine besetzt ist, werden wir nur wieder ohnmächtig und erstaunt sein, und uns fragen: "Wie war das nur möglich, wie konnte dieser Mensch das machen?".
Fragen Sie mich, ich erkläre es Ihnen, ich habe lange genug in der DDR gelebt , gelernt, studiert und diese Scheinheiligkeit benutzt und versucht zu verändern.

Es ist die Frage, wie weit kann man tolerant zusehen, schließlich wurden Verträge und Gesetze entwickelt, die wir in den verschiedensten Gemeinschaften vertreten wollen. Was sind diese Gesetze und Verträge wert, wenn ein oder mehrere Partner sie nicht einhalten. Wer hat dann noch Interesse an Koalitionen/Alianzen?
Die einen brechen die Gesetze, weil sie dagegen verstoßen, die Anderen, weil sie der nachfolgenden Pflicht nicht nachkommen.
Wird Putin sich zufriedengeben wenn er die Krim hat? Wenn wir uns die geschichlichen Ereignisse genauer ansehen, können wir das mit "NEIN" beantworten.
Und kommen dann nicht noch andere Kasper, die ihre Landesgrenzen bereinigen wollen?!
LOL schrieb am 07.03.2014
Vor Kurzen hat Kissinger im Amerikanischen TV gesagt, das die Ukraine ein Test für Russland ist und das Sie auch Russland Stürzen wollen!
Alexander Beer schrieb am 07.03.2014
Hernry Kissinger ist weise geworden.

Die Welt täte sehr gut daran auf Ihn zu hören!
Für die Politiker der USA und Europa gilt:
LERNEN SIE GESCHICHTE!

Damit werden die Scharfmacher beider Seiten ruhig gestellt!
Das muss einfach geschehen.
Steffen Pollex schrieb am 07.03.2014
Mal ganz ehrlich, HollyZ:

was hat es mit Putin zu tun, dass Sie in der DDR gelebt haben - außer dass er auch eine Zeit da gelebt hat?

Wie hieß es immer:

"Vor Inbetriebnahme des Mundwerks Gehirn einschalten".

Selbiges gilt für die Inbetriebnahme der Tastatur.
HollyZ schrieb am 09.03.2014
@Steffen Pollex

Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, zu lesen, was ich geschrieben habe.
Aber wenn Sie nichts verstanden haben, unterlassen Sie doch bitte solche Kommentare.
Scheinbar kenne Sie nichts von der DDR und verstehen deshalb nichts vom ehemaligen Ostblock, der alten Sowjetunion und der Länder, die dazugehörten (wie auch die ehemalige DDR). Ich nehme Ihnen das auch nicht übel, da Sie wohl aus dem westlichen Teil stammen und/oder eine jüngere Generation sind.
Herr Kissinger wird sich vielleicht sehr gut an diese Zeit erinnern können, an seine diplomatischen Gespräche von damals, die womöglich ähnlichen Charakter haben, wie die heutigen mit Putin und seinen Anhängern.
Fakten, Wahrheiten und auch Beweise zu leugnen war immer die Charakteristik der Politik, ob außenpolitisch, innenpolitisch, der großen Politiker und eben auch der kleinen Leute. Schönfärberei, Verfälschung und Ähnliches lernt man schon in der Schule. Die ganze Denkweise beruht darauf.
Und wer das wie ich selbst miterlebt hat, erkennt das in jeder noch so kleinen Argumentation , die aus Russland kommt, wieder.
Diskussionsbeitrag schrieb am 09.03.2014
Da die Krim erst 1954 und unter seltsamen Umständen an die Ukraine gekommen ist, (war der Ukrainer Chruschtschow damals ausreichend nüchtern für diesen Beschluss? war er berechtigt, die Grenze zu verschieben? laut Völkerrecht doch wohl nicht) und die Bevölkerung nicht nach ihrer Meinung gefragt wurde, halte ich es gefühlsmässig für richtiger, dass man die Bevölkerung jetzt fragt anstatt ihnen den einen oder anderen Staat aufzuzwingen. Wie erwähnt spricht die Mehrheit auf der Krim russisch.
Übrigens haben sich die ehemaligen Ostblockländer durchaus voneinander unterschieden. Mein zugegebenermaßen oberflächlicher Eindruck war, dass die DDR unangenehmer war als die Slowakei und Ungarn.
Kekolan schrieb am 09.03.2014
Man darf den russischen Stolz nicht vergessen. Ich selber bin in Russland geboren worden, lange Jahre dort gelebt und lese auch die russischen Medien. Russland als Land ist höchstens militärisch stark. Wirtschaftlich ist das Land kurz vor dem Abgrund. Vor den Vorfällen auf der Krim konnte man in den russischen sozialen Netzwerken viel Spot und Hohn zu Putin lesen. Der größte Teil der Bevölkerung ist unzufrieden. Die Lebensmittelpreise, Mieten und die Priwathaushaltsverschuldung steigen unaufhörlich, aber die Löhne, Renten und Sozialleistungen stagnieren seit Jahren (ausgenommen sind hier Moskau, St. Petersburg). Seit zwei Wochen (also seit dem Einmarsch "(pro)russischer Militärs" auf der Krim) ist von dem Hohn und Spot nichts mehr zu hören. Die Russen scheinen Ihn gerade zu Hochleben zu lassen, weil er mit dem Westen spielt wie es zu alten Zeiten war. Seine Umfrage werte sind in den letzten zwei Wochen in die Höhe gegangen. Die Russen können wieder Stolz sein und dort ist es mehr Wert als manch andere Sachen, denen wir im Westen unseren Stolz unterstellen würden. Deswegen wird der Herr Putin nie dem Westen nachgeben, denn sonst hat er es auch beim größten Teil der russischen Bevölkerung VERSCHISSEN!!! Und wie das ausgehen kann, dass haben wir ja schon in der Ukraine gesehen.
Jura54 schrieb am 11.03.2014
Punkt 4 des Beitrages von Henry Kissinger "Eine Annexion der Krim durch Russland ist mit den Regeln der bestehenden Weltordnung inkompatibel." wird sich m.E. nicht mehr durchsetzen lassen. Das Referendum wird nächsten Sonntag durchgezogen, das Ergebnis erscheint eindeutig. Was danach erfolgt, erscheint auch schon vorgegeben. Die "Ausbalancierte Unzufriedenheit" betrifft dann erst mal die Ukraine und den Westen. Russland muss insofern unzufrieden sein, als es nach seinem Verständnis nicht gelingt, die Ukraine politisch im eigenen Lager zu halten.
NadjaB. schrieb am 21.03.2014
Die Vorschläge von Herny Kissinger sind weitwichtig und wohlüberlegt. Die europäische Politik, besonders A. Merkel täten gut daran, sich daran auszurichten, statt laufend ein großes Geschreib nach amerikanischem Muster zu erheben.
Ebenso dürfen hier unser Altbundeskanzler Kohl und Hans-Friedrich Genscher nicht unerwähnt bleiben.

Helmut Kohl zur Lage der Krim
"Die Zukunft der Ukraine wird nicht über Nacht entschieden werden können, und das ukrainische Volk muss seinen Weg mit und nicht gegen Russland finden", sagte der 83-Jährige.
"Der Westen kann dabei Hilfe zur Selbsthilfe leisten und muss aber zugleich anerkennen, dass die Ukraine ein Sonderfall auf der Grenze zwischen Ost und West ist. Am Ende wird es für die Ukraine einen Mittelweg geben müssen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Ukraine - mittelfristig - Mitglied der EU sein wird, ohne Mitglied in der Nato zu sein."
Kritik an Umgang des Westens mit Putin
Erst am Dienstag hat Kohl den Umgang des Westens mit Russlands Präsident Wladimir Putin kritisiert. "Die Aufbruchstimmung in der Ukraine wurde nicht mehr klug begleitet", sagte der Altkanzler der "Bild"-Zeitung. "Ebenso hat es an Sensibilität im Umgang mit unseren russischen Nachbarn gemangelt, insbesondere mit Präsident Putin", so Kohl weiter.

Hans-Dietrich Genscher zur aktuellen Lage bei Maybrit Illner 20.3.12 ZDF
Was kann der Westen tun, dass es nicht zu einem Konflikt kommt?
Was muß geschehen, um eine Verschärfung des Konflikts zu verhindern?
Haben wir in der Vergangenheit jeden Schritt getan, den wir hätten tun können nach Ende des kalten Krieges, alle Möglichkeiten genutzt, sehr viel mehr tun können, um ganz Europa einzubeziehen?
Herr Genscher verwies auf die Rede von Präsident Putin in Berlin, seinen Vorschlag einer Freihandelszone, um wirtschaftlichen Unterschiede in Europa zu überwinden. Feststellung: Wir sind nicht genug darauf eingegangen.

Es ist nicht angezeigt immer mehr Öl ins Feuer zu gießen sondern Rückgrat zu zeigen oder ist die Zeit von Politikern deren Wort und Persönlichkeit noch Gewicht hatten langsam vorbei?
Wir in Europa müssen den Schlamassel ausbaden, das ist kein Platz für Papageien-Politik!
NadjaB. schrieb am 21.03.2014
Die Vorschläge von Herny Kissinger sind weitsichtig und wohlüberlegt. Die europäische Politik, besonders A. Merkel täten gut daran, sich daran auszurichten, statt laufend ein großes Geschrei nach amerikanischem Muster zu erheben.
Ebenso dürfen hier unser Altbundeskanzler Kohl und Hans-Friedrich Genscher nicht unerwähnt bleiben.

Helmut Kohl zur Lage der Krim
"Die Zukunft der Ukraine wird nicht über Nacht entschieden werden können, und das ukrainische Volk muss seinen Weg mit und nicht gegen Russland finden", sagte der 83-Jährige.
"Der Westen kann dabei Hilfe zur Selbsthilfe leisten und muss aber zugleich anerkennen, dass die Ukraine ein Sonderfall auf der Grenze zwischen Ost und West ist. Am Ende wird es für die Ukraine einen Mittelweg geben müssen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Ukraine - mittelfristig - Mitglied der EU sein wird, ohne Mitglied in der Nato zu sein."
Kritik an Umgang des Westens mit Putin
Erst am Dienstag hat Kohl den Umgang des Westens mit Russlands Präsident Wladimir Putin kritisiert. "Die Aufbruchstimmung in der Ukraine wurde nicht mehr klug begleitet", sagte der Altkanzler der "Bild"-Zeitung. "Ebenso hat es an Sensibilität im Umgang mit unseren russischen Nachbarn gemangelt, insbesondere mit Präsident Putin", so Kohl weiter.

Hans-Dietrich Genscher zur aktuellen Lage bei Maybrit Illner 20.3.12 ZDF
Was kann der Westen tun, dass es nicht zu einem Konflikt kommt?
Was muß geschehen, um eine Verschärfung des Konflikts zu verhindern?
Haben wir in der Vergangenheit jeden Schritt getan, den wir hätten tun können nach Ende des kalten Krieges, alle Möglichkeiten genutzt, sehr viel mehr tun können, um ganz Europa einzubeziehen?
Herr Genscher verwies auf die Rede von Präsident Putin in Berlin, seinen Vorschlag einer Freihandelszone, um wirtschaftlichen Unterschiede in Europa zu überwinden. Feststellung: Wir sind nicht genug darauf eingegangen.

Es ist nicht angezeigt immer mehr Öl ins Feuer zu gießen sondern Rückgrat zu zeigen oder ist die Zeit von Politikern deren Wort und Persönlichkeit noch Gewicht hatten langsam vorbei?
Wir in Europa müssen den Schlamassel ausbaden, das ist kein Platz für Papageien-Politik!
Steffen Pollex schrieb am 21.03.2014
@HollyZ:

Da sehen Sie mal, wie man sich gründlich irren kann:

Ich bin in der DDR geboren und dort zur Schule gegangen.

Und studiert habe ich in Mokau- nu gucke. Spreche perfekt Russisch.

Und danach 12 Jahre in der ehemaligen Sowjetunion gearbeitet (Russland, Ukraine, Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan, Moldau,....).

Also sparen SIE sich bitte Ihre Sprüche, ICH würde nichts vom Ostblock wissen. Da kann ich ja nur müde lächeln.
HollyZ schrieb am 21.03.2014
Ja, klar, jetzt verstehe ich auch Ihre Kommentare.
Und ich muss nichts mehr erwidern, denn Ihre Kommentare sprechen für sich!!!
Steffen Pollex schrieb am 22.03.2014
Aha - interessant:

Eben war ich noch "aus dem Westen" und "habe deshalb keine Ahnung".

Nun bin ich "aus dem Osten", und deshalb "verstehen Sie wieder alles"...

Offenbar ein "Allesversteher".

Was bin ich doch vonschlauen Leuten umgeben - und trotzdem nur dumme Kommentare... ;-)
Steffen Pollex schrieb am 22.03.2014
Aha - interessant:

Eben war ich noch "aus dem Westen" und "hatte deshalb keine Ahnung von der DDR".

Nun bin ich "aus dem Osten", und deshalb "verstehen Sie wieder alles"...

Sie sind offenbar der einzige "Allesversteher" hier.

Was bin ich doch von schlauen Leuten umgeben - und trotzdem nur dumme Kommentare... ;-)
HollyZ schrieb am 23.03.2014
Jedenfalls beleidige ich nicht die anderen Menschen.
Aber bitte....
Dieser Kommentar kam um einiges später, als ich meinen Kommentar geschrieben habe.
http://www.bild.de/politik/ausland/wladimir-putin/als-die-freiheit-kam-wollte-putin-sterben-35185436.bild.html

Und damit bringe ich das Ganze zum Schluss und beende meine Aufmerksamkeit zu diesem Bericht und den Kommentaren.
Otto Kern schrieb am 22.04.2014
Nachdem ich den Essay des Großhistorikers Heinrich August Winkler (Der lange Weg nach Westen) in der letzten Spiegelausgabe (Nr.16/14.4.2014) gelesen habe, möchte ich mich bei Kissinger, wenn auch sehr spät, bedanken für sein rationales Herangehen an Putin und die Ukraine-Frage.

Die Erwähnung der Schlacht von Pultawa 1709, in der Peter der Große Schweden letztlich um seine Großmachtrolle an der Ostsee gebracht hat, ist hilfreich, die gegenwärtige extrem russlandfeindliche Politik Schwedens zu verstehen. Die Ängste der baltischen Staaten und Polens sind psychologisch durchaus verständlich, obwohl ich es politisch für sehr gefährlich halte, dass Polen versucht, die EU für eigene Interessen russlandfeindlich zu instrumentalisieren, anstatt die Chance zu nutzen, die Versöhnung mit Russland, die ja mit der Anerkennung des stalinschen Verbrechens von Katyn durch Gorbatschow eingeleitet wurde, weiter zu führen.

Winkler verschweigt in seinen Ausgrenzungsversuchen gegenüber Russland (wie an anderer Stelle auch gegenüber der Türkei), dass Russland 1778 Schweden als Garantiemacht des Heiligen Römischen Reiches seit dem Westfälischen Frieden (neben Frankreich) abgelöst hat.

Er betont ausschließlich die reaktionären Züge Russlands. Was ist aber mit dem Anteil Russlands bei der Niederlage Napoleons. Sie ist mindestens genauso groß wie der der Sowjetunion bei der Niederlage Hitlers. Was ist mit der Rolle Russlands bei den Abrüstungsbemühungen Ende des 19.Jahrhunderts?

Im derzeitigen russischen Parteienspektrum scheint sich Winkler ebenfalls nicht auszukennen. Er würde sich wundern, wenn statt Putin der Liberaldemokrat Schirinowski an der Macht wäre, von der zweitstärksten Kraft, der KP der russischen Föderation ganz zu schweigen.


Im übrigen vergisst Winkler, dass mit Ausnahme von Kroatien und Slowenien alle Balkanstaaten einschließlich zum orthodoxen oder islamischen Kulturkreis (Albanien, Bosnien) gehören.

Als Diplomkaufmann, der seit über 10 Jahren die russische Wirtschaft und insbesondere die Börse beobachtet (wenn man den RTS und den DAX mit Basisjahr 2000 übereinanderlegt, so haben sie sich fast gleich entwickelt, allerdings bei größerer Volatilität des RTS und damit auch größeren Gewinnchancen und Verlustrisiken) halte ich die Aussagen Winklers über die russische Wirtschaft für geradezu lächerlich.

O

Der Nationalismus den Putin entfacht, ist eine Reaktion auf den antirussischen Nationalismus der (welcher?) Ukrainer.

Wir Deutsche als das zweitgrößte Volk in Europa sollten uns bemühen, mit dem größten Volk Europas in Frieden zu leben und uns nicht von fremden Interessen leiten lassen.
Par Nik schrieb am 24.04.2014
Was für eine schlampige Diskussion! Was hält die Bundesrepublik von Völkerrechten und Einhaltung von internationalen Verträgen? Anscheinend nicht so viel. Wurde nicht, unter anderem, zur deutschen Wiedervereinigung vereinbart, dass es an den Grenzen Russlands KEINE NATO-Eweitetung geben wird? Zweitens, die Faschisten, die mit in der Ukraine regieren, wer hat sie auf die Macht gebracht? Ist es vielleicht die ukrainische Bevölkerung? Was schreibt die ukrainische Verfassung zu Präsidenten-Abwahl vor? Sind nicht mindestens 75% notwending einen Präsidenten zu stürzen? Wie viel % bekam die wörtlich aufgesetzte heutige angebliche Regierunng in der Ukraine? Hat nicht das Volk in der Krim bei der Volksabstimmung selbst entschieden sich aus der Ukraine zu trennen und zu Russland zu gehören? Abgesehen von Kossovo, Zypern (Besatzung des Nordteils durch türkische NATO-Truppen....)...Also, zwei Massen und zwei Gesichte, je nachdem, zeigt sehr eindetig den Farisaismus der angeblich demokratischen Länder von NATO und USA. Beide sind die verursacher jeden Übels auf der Kontinent und auf diesem Planet. Lass uns bitte in Frieden und Wohlstand leben. Genug mit dem Imperialismus der Kapitalmärkte.
d.tonscheidt schrieb am 07.05.2014
Mr. Kissinger gehört nicht gerade zu meinen
Lieblings-Politikern, doch mit dem Satz:
" Dämonisierung von Putin ist keine Politik " hat er total recht.
Eine ähnliche Auffassung habe ich, aus dem "gemeinen Volk",
bereits hier u. anderswo vertreten. Die Politik hat teilw. peinlich versagt, insbes. die Demonstration eines G.W.
Den ganzen Artikel habe ich nicht gelesen, weil meine
Meinung bereits vorher feststand.
Ljudmil-Christian schrieb am 17.05.2014
Sehr interessanter Artikel !
Lusru schrieb am 19.05.2014
Der in Jahrzehnten geübte Politik-Experte Henry Kissinger trifft es wie Altkanzler Helmut Schmidt auf den Punkt:
Beide haben fast ein Leben dafür gewirkt, daß der Kalte Krieg ein Ende findet - und das erlebt.
Nehme ich Kissingers Worte ernst, heißt das nichts anderes, als daß gegenwärtig nur irgendwelche linkische und Möchtegern-Yungster die Politik des Westens prägen (wollen), daß so vom sogenannten "Westen" reichlich unreifes politisches Verhalten mit gefährlichen Unbeherrschbarkeiten in die Welt geschleust werden.
Der "Westen" wäre dann aber:
Obama über Baroso und Eshton samt Rassmussens widerwärtiger Nato-Säbelrasselei bis zu anderen notorischen "EU-Erweiterern" - Alle mit offensichtlichem (welt)politischen Nachholebedarf.
(Ich habe für die Amtsdauer dieses Herrn Rasmussen in der Nato meine persönliche Nato-Mitgliedschaft ausgesetzt, bis er ersetzt ist, da ich von einem hassardeurisch agierenden Hassstachel nicht beschützt werden möchte)

Nehme ich Kissinger ernst, und den Altkanzler Helmut Schmidt dazu, so ist das gegenwärtige "westliche" Politarrangement entweder nicht fähig, sich einem Phänomen Russland als Partner zwingend zu erweisen - oder nicht willens, was dann über die meisten fast gleichgeschalteten Medien (z. T. mit identischem beschränkten Wortlaut und frisierten Fakten) verbreitet wird - was sich seit Tagen beginnt nachdenklicher zu zeigen.

Sollte es nicht an der Fähigkeit sondern eher am Willen mangeln, dürfte dies einem Putin nicht verborgen geblieben sein, Zeit genug das zu hinterfragen hat er gehabt - und der Westen auch. Zu welchem Schluß der (und jeder andere auch) wohl damit kam?
Wer also nur eigene "nationale Interessen" (Obama) überall als Weltpolitik ungestört betreiben möchte, könnte sich schon
durch "russische Folklore" gestört fühlen, ...
Jedoch hilft es nicht, eigene Nichtpolitik über entfachtes Bashing zu verstecken zu wollen, da das bisher immer - zumindest was USA-RegierungsBegründungen letzter Jahrzehnte betrifft - sich selbst als untauglich entlarvt hat.

Ehrliche Makler haben immer eine Chance.
Im Westen wie im Osten, sofern man sich ausreichend kundig macht und nicht andere als fadenscheinig bekundete Interessen verfolgt.

Genau genommen ist Henry Kissinger Wortmeldung als "Schubs" in diesem Sinne zu verstehen, besser: Als Tiefschlag gegen das, was gerade ange- und verzettelt wird.
Es ist mit großer SICHERHEIT (dafür ist H. Kissinger DER Spezialist) kein Zufall, daß dieser Mann JETZT diese Feststellungen trifft, zeitgleich mit Helmut Schmidt ...
Der Preis dürfte so oder so die russische Krim sein.

Man kann aber den beiden Alten ruhig mal auf die Finger schauen, und sich nicht gegenseitig "westelnd" hinterherhecheln und aufstachelnd in falschen Begründungen beim Dämonisieren von was auch immer gerade als Sau durchs Dorf zu treiben ist ...
Keine Dämonisierung war je Politik, auch zur Rechtfertigung eigener Unfähigkeit reicht das längst nicht mehr.

Ich jedenfalls erwarte und verlange von den Politikern des Westens erwachsenes und cleveres politisches Auftretern zum Wohle aller beteiligten Länder und lehne hilflose scharfmacherische und dümmliche Sanktionszappeleien gegen Randerscheinungen als Politonanie ab.
Obama (und einige andere) sollten mit Kissinger frühstücken, eventuell wird es dann noch was.
wolf schrieb am 23.05.2014
wie kann ein Kriegsverbrecher Kissinger ( mitverantwortlich für
3 Kriege und Völkermord in Vietnam) Ratschläge geben!
Lusru schrieb am 27.05.2014
@wolf schrieb am 23.05.2014
"wie kann ein Kriegsverbrecher Kissinger ( mitverantwortlich für
3 Kriege und Völkermord in Vietnam) Ratschläge geben!"

Man könnte darauf antworten: Na wer denn sonst weiß, wovon die Rede ist - bei Krieg??
Man könnte aber auch andere Leute sich ausgucken, die es mit Krieg und Unterdrückung nicht so genau nahmen, teils füe mehr als 20 Mio Tote zuständig waren oder noch heute nicht bereit sind, mit ihren Feinden ernsthaft zu reden, wie im Nahen Osten und anderswo.
Ich meine, wenn der Herr Kissinger, der nichts mehr zu verlieren - aber auch nichts mehr zu gewinnen hat, da er kein Pabst oder anderer Religionsführer ist, aus dem Nähkästchen des Kalten Krieges plaudert, sollten wir ihm dankbar sein, denn NSA und Obama täten das nie, die haben anderes vor - nur was ?
Ob dieser "Kriegsverbrecher", wie Sie ihn hier bezeichnen, uns alle nicht genau vor dem warnen will, und weniger vor Putin allein?
Sie dürfen ruhig Ihren Verstand auch dafür benutzen, um sich diese Frage zu beantworten ...
Ich mache es auch, hin und wieder, und es ist mir meist gut bekommen:
WARUM kommt Kissinger (und andere Altmeister ALLER COLEUR) JETZT DAMIT??
Holzapfel schrieb am 30.06.2014
Herr Kissinger, ich freue mich endlich mal einen getroffen zu haben, der Weitsicht hat. Sehen wir uns Jugoslawienen an, Das Land wurde aufgelöst, und in seine verschiedenen etnischen Regionen unterteilt. Neue Staaten wurden gebildet. Der Kosovo aus Serbien herausgetrennt. Bosnien in zwei Staaten aufgeteilt. Nur der Norden von Mitrovic im Kosovo und auch das serbische Bosnien müssten noch serbisch werden, dann wäre die Nationalisierung Yugoslawiens vollendet. Das gleiche denke ich müsste in der Ukraine möglich sein. Die Krim war bis 1954 Teil Russlands. Die "Annexion" der Krim war eigentlich nur eine Rückführung um zusammenzubringen, was zusammengehört. Warum sollte es nicht möglich sein auch den russischen Teil Osten der Ukraine (Lugansk und Donezk) an Russland zurückzugeben, wenn die Menschen es dort so wollen? Natürlich NUR auf friedlichem Weg, nach international überwachten Wahlen. Und ohne jegliche etnische oder religiöse Benachteiligung. Ein russisch - ukrainischer "Elsass". Das gleiche gilt auch für die Krim. Da müssten noch einmal Wahlen durchgeführt werden, natürlich unter internationaler Kontrolle. Unabhängig des Ausgangs darf sowohl die Krim, als auch Lugansk und Donezk weder gegen Russland noch gegen die Ukraine gerichtet sein, mit grosser etnischer und religiöser Toleranz und offenen Grenzen; ählich dem modernen Elsass (historischer "ewigerZankapfel" zwischen Frankreich und Deutschland). Das wäre für alle Seiten das Beste. Das gilt auch für die natürlichen Ressourcen, (Kohle aus dem Donezkbecken) und dem Zugang zum Meer (Krim), wo beide gleichen Zugang garantiert haben sollten, unabhängig der Wahlergebnisse.
Auch eine Assoziierung der Ukraine mit Europa dürfe niemals gegen Russland gerichtet sein, auch sollte die Ukraine niemals in die NATO. Ebenso dürfe eine Assoziierung der Ukraine mit Russland nicht gegen Europa gerichtet sein. Ein Status, ähnlich wie die Finnlands wäre bestrebenswert. Eine Zusammenarbeit Russlands mit den USA und Europa wäre für die gesamte Welt von grossem Vorteil. Die aktuelle "Politiquería" kann ich auch nicht verstehen, ich habe das Gefühl, das im Moment die falschen Leute in den Entscheidungspositionen sind.
Lusru schrieb am 30.06.2014
@HollyZ schrieb am 09.03.2014 an @Steffen Pollex

"Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, zu lesen, was ich geschrieben habe.
Aber wenn Sie nichts verstanden haben, unterlassen Sie doch bitte solche Kommentare.
Scheinbar kenne Sie nichts von der DDR und verstehen deshalb nichts vom ehemaligen Ostblock, der alten Sowjetunion "
Nun, @HollyZ , Ihrem Text nach zu urteilen, gehören sie zu den (schon) ewig alten Männern aus der DDR, die nie eine "ehemalige" war und auch nie sein wird, weil sie als völkerrechtliches Subjekt einen offiziellen Anfang und ein offizielles Ende hatte und in ihrer Bestandszeit eben deshalb schon keine "ehemalige" sein konnte, und danach erst recht nicht.
Ähnlich verhält sich das mit der "Sowjetunion": Es gab und gibt keine "alte", und wird auch keine geben aufgrund der Zeit, die diesen Zustand längst verlassen hat.
Ihre merkwürdige Russophobie, die leider nichts Substanzielles gegen das gegenwärtige Russland vorträgt und sich deutlich nur auf Ihr individuelles vermeintlich DDR-geprägtes Bauchgefühl begründet, das viele meiner Freunde mit DDR-Herkunft weder selbst erleben noch für Standard halten, grenzt - auch in der Art der Schilderung - lediglich an die längst bekannten Merkmale des Fremdenhasses, die im Extremfall in "Rassenhass" umschlagen und zu keiner Lageeinschätzung mehr taugen.

Genau gegen derartige Entwicklungen als politikprägende nimmt hier ein Altmeister der Politik, der weder durchweg meine Sympathie bekommt noch "von der Sowjetunion" und vom heutigen Rußland "keine Ahnung hat", heftig Stellung aus einer von ihm jetzt für erforderlich erachteten Lage und seiner Verantwortung dazu heraus Stellung, gegen die Sie mit "DDR-Lebensgefühlsbeeinträchtigung" nun anpullern wollen - ist das nicht etwas sehr vermessen?

Sie meinen
"Herr Kissinger, ich glaube, dass Putin nicht nach Ihrem Verständnis handelt." - Möchten Sie damit in dieser doch recht ernsthaften Thematik nun Ihren Glauben zum Maß der Dinge machen gegen das Wissen des Kissinger?

Das Szenarium, das Sie als Verschwörungstheorie Russlands darstellen wollen, gelingt nicht recht, denn alles fand offen und einsehbar von der Welt - bitte schön in präzise politisch wirksam "gestyltem" Ablauf statt, was in westlichen Ländern in der Regel zu hoher Anerkennung für erfolgreich geführte Politik führt - ist es etwa das, was Sie daran stört? Man muß es nicht billigen, aber man sollte schon konstatieren, daß da ein Staat offensichlich sein Handwerk beherrscht und genau weiß, was er tut und das auch der Weltöffentlichkeit zeigt, was ja nicht immer und überall in anderen wichtigen Ländern der Fall gewesen sein soll, wenn wir allein ISIS IM Irak und ähnlich Bevorstehendes in Afghanistan und vielen afrikanischen Staaten oder die Kossovotragödie mal vergleichend danebenstellen.
Gut, da kann bei jedem Laien Neid aufkommen, nur der ist kein politisch verwendbarer Ratgeber.
Viel realistischer ist da schon die markante treffsichere Betrachtung des H. Kissinger, der auch zugleich Visionen zur ALLSEITS verwendbaren Lösung entwickelt, während Ihre bescheidene Sicht genau dies weder tut, noch deutlich wünscht oder für erforderlich erachtet sondern nur in die ausgelatschten eskalierfreudigen Fußstapfen eines gewissen EU-Abgeordneten der Grünen mit dem gleichen "DDR-Erlebnis-Bauchgefühl" gegen Russland wie Sie stapft und das auch noch für Weitsicht hält.

Darüber hinaus kann ich mir nicht verkneifen, Ihnen zu Ihrem Schlußsatz
"Und kommen dann nicht noch andere Kasper, die ihre Landesgrenzen bereinigen wollen?! "
Eine wichtige Frage zu stellen:
Gehörten Sie zu denen? Zu denen, die das damals in der DDR auch so vertreten haben, und die Sie hier nun als "Landesgrenzen-Kasper" schmähen wollen?

Derartige Denkweisen halte ich nicht für zielführend, und zwar egal in welche Richtung.
horst schrieb am 11.07.2014
kissinger .spinnt .amerika hatt die ganze middeleast versaut
und nun versuchen die auch ost europa zu versauen
iraq haben die amis zerstort .und kissinger war bei nixon ausenminister und auch ein grosser spinner .mochte mal wiesen washalb er den friedens preis erhielt .hatte er nicht verdient
Lusru schrieb am 15.07.2014
@horst schrieb am 11.07.2014
"kissinger .spinnt ....usw.usw." -
Also Horschtele,
erstens ist der Kissinger nicht "Amerika",
zweitens ist USA nicht "Amerika", und umgekehrt auch nicht,
drittens hat nicht Kissinger (und auch nicht USA) middleeast "versaut" (weil die viel zu spät dazu dort auftauchten), sondern das waren die ehemaligen dortigen Kolonial- und "Treuhand"-Mächte Frankreich und Großbritanien.
Als diese nach dem Sieg über Hitler den "middleeast" auf Forderung der Betroffenen und des Völkerbundes verlassen mußten, zogen sie zuvor noch willkürlich mit dem LIneal eigenmächtig einige Striche auf der Landkarte des middleeast, die zu neuen Landesgrenzen von allein dadurch entstehenden etlichen neuen Staaten erklärte wurden, obwohl sie den Arabern EINEN Staat und den Juden EINEN Staat versprochen hatten.
Diese ehem. Kolonialmächte haben dann fluchtartig die halbfertigen Staatsgebilde und damit diese in diesem ungeregelten Zustande sich selbst überlassen.

Das kam wiederum auch diversen arabischen und israelischen Nationalisten, die beide nun dort das Sagen haben, sehr von statten für neue Forderungen, die nicht vereinbart waren - was bekanntlich anhält, auf traurige Weise bis heute und von den hässlichsten Scharfmachern beider Seiten, befleißigten Nationalisten, ständig am Kochen gehalten wird, um immer Begründungen für Übertritte vorzeigen zu können, die einen für das neue Großisrael, die anderen für Großarabien ohne Israel, und alles vorbei an den Menschen der beiden Völker oder über deren Infiltration ....

Wenn nun ein Mann, der neben anderem auch dieses Dilemma bis zur Gegenwart verfolgte, und auch mit dem Erscheinen und Auftreten der USA in Israel diesen Konflikt nicht mit lösen konnte sondern selbst mit Hand alegte, womit er sich zuspitzte (Militär. Unterstützung) - wenn nun solch ein Insider diese obigen Ansichten äußert, sollten ALLE genau hinhören, den alte Männer wie er haben nichts zu verlieren, gegen ihn kann weder Obama noch die EU noch die Nato "Sanktiönchen" aussprechen, denn er war lange Zeit selber "Die NATO" - und vor Putin hat der auch keine Angst, da er die russische Lage und Ambitionen als ehemaliger Weltsicherheitschef noch am besten kennt - das ist doch so schwer nicht zu verstehen.

Allerdings eines wäre wichtig dafür:
Man sollte nicht nur lesen gelernt haben, sondern auch alles tatsächlich lesen, was er hier sagt.

Und dein dummes Zeug Horschtele, das vergess mer mal lieber ganz schnell wieder, gelle?
Annmari schrieb am 24.07.2014
Die Denkweise(n) von Kissinger sowie auch Helmut Schmidt und Herrn Genscher, (interessant waere auch die von Willy Brandt heute zu hören...) finde ich erfrischend und es zeigt auch, dass eben die ''alten Herren der Politik'' klare Worte zu denken und auch auszusprechen faehig sind. Was dem heutigen Politikgebaren absolut fehlt. Im übrigen emfpinde ich es fehl am Platze, wenn denjenigen vorgeworfen wird, dass sie in ''ihrer Zeit des politischen Wirkens'' nicht ihre heutige Sicht der Dinge vertraten. Es handelt sich bei diesen Herrschaften um wache Köpfe,die zu/in ihrer Zeit/Umstaenden entsprechend gehandelt haben, und bis heute aktiv sich Gedanken zur immer mieserableren und unverstaendlicheren Weltpolitik machten und machen.
Helmut Kohl dagegen hat meiner Meinung nicht sehr geschickt gehandelt, als es um die damalige ''noch DDR'' ging.
Was sich ja irgendwie auch fortsetzt in dem politischem Stil seiner ''Schülerin Angela Merkel''.
Muss gestehen, dass auch mir die ehemalige DDR in den Kopf kam, beim lesen des Artikels.Denn meiner Meinung nach haette man der gerade ''entkommunistisierten DDR'' - (wie eben auch der Ukraine) einfach ein wenig Zeit geben sollen sich erstmal daran zu gewöhnen..bevor sie gleich vom Westen eingebunden wurde /wird.
Da die Haelfte meiner Familie in der damaligen DDR lebte, und ich diese unter ausserst schwierigsten Umstaenden vor allen an der Deutsch/Deutschen Grenze - als Kind und Jugendliche jaehrlich 1 mal mit meinen Eltern und Geschwistern besuchte, schon einen Eindruck habe von den Gepflogenheiten dort. (Es war sicher nicht ALLES negativ dort wie es oft dargestellt wird ...) Aber ich erinnere auch noch gut wie ''wild'' alle auf den ''goldenen Westen'' waren... İnsofern wollten damals vermutl. die meisten DDR Bürger zur ''Goldenen BRD'' gehören. (meine Vermutung)
Das ist aber sicherlichlich ein Thema für sich, was wohl in einigen Jahr(zehnt)en noch mal ganz neu aufgerollt werden wird.
Ansonsten finde ich die Kommentare zu dem Artikel allgemein gut und lehrreich. Auch den Humor der mir beim lesen doch ein Schmunzeln hervorgerufen hat.

Beschimpfungen sollten allerdings am Stammtisch in der Kneipe um die Ecke ausgetragen werden(... - ist auch nicht so anonym ;) - man kennt sich halt u. muss dann auch etwas Rückrat haben (sofern nicht sowieso alle der selben Meinung sind...- was man ja hier nicht unbedingt braucht um unflaetig zu werden.
Fornfeisr schrieb am 03.08.2014
Guten Tag,

mich interessiert aktuell die Untersuchung, weshalb die Passagiermaschine von der Flugkontrolle Kiev über Kriegsgebiet geleitet und die von Metropetrovsk nicht informiert wurde. Sollte ein Bomber vorgetäuscht werden, sind im Propagandamanöver die Passagiere einbezogen worden, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit gegen Russland zu stimmen.
Lusru schrieb am 04.08.2014
@Fornfeisr schrieb am 03.08.2014
Du sprichst gelassen aus, was die ganze Welt so gern und dringend erfahren möchte:
Zum einen wieso diese tailändische Passagiermaschine überhaupt, und zum anderen, wieso sie mittels diverser Kursänderungen direkt über das umkämpfte Gebiet geführt wurde und welche nahen Begleitumstände es dazu gibt.
Die Auswertung z.B. der US.-Satelitenaufzeichnungen dauert schon wieder fast so lange, wie die furchtbar lächerliche Pleite der USA bei dem angeblichen "Nachweis von Massenvernichtungsmassen des Irak" seinerzeit vor der UNO, mit der ein nutzloser Vernichtungskrieg ohne UNO-Mandat begründet werden sollte und auch wurde.
Da erhebt sich schon die Frage:
Was wird denn da gerade "gewertet"?
Besser wäre es, die Fakten von allen Seiten kämen zugleich auf einen neutralen Tisch, der der Achtung der Opfer durch seine echte Neutralität gerecht würde, hinzu die Auswertung der Flugschreiber, wobei es sich wohl von selbst verbietet, daß es Sache der NATO wird, das zu recherchieren.
Nur:
Diese neutrale Auswertung gibt es nicht, und solange das alles so ist, schießt es ins Kraut, kann jeder jeden beschuldigen, ohne Beweise vorlegen zu müssen, bis etliche kräftig "anteilnehmende" Medien des "Westens" eine mediale Scheinwirklichkeit erschlichen haben, die zur Eskalation und nicht zur Klärung geeignet ist - und auch das ist DIE deutliche Parallele zur Völkerbelügerei des G.W. Bush mit seinen nicht existenten "irakischen Massenvernichtungswaffen".

Die Völker der Welt sind in dieser Frage gebrannt, und das sind sie bekanntlich bisher nicht durch Russland ...
Ein Schelm, wer da schon wieder Verschwörung ruft
Lusru schrieb am 05.08.2014
@ Henry A. Kissinger (Autor)
@Holzapfel schrieb am 30.06.2014
@Annmari schrieb am 24.07.2014
@Fornfeisr schrieb am 03.08.2014

Butter bei die Fische!
in:

>Ukrainekrise 2014 und Julikrise 1914
von Matthias Krämer

Übereinstimmungen lassen sich nicht leugnen – leider auch nicht in der Berichterstattung der Massenmedien. Die Marschrichtungen ähneln sich.

Leseprobe:
"Wenn “Der Spiegel” hinter einem Titelblatt mit der Aufschrift “Stoppt Putin jetzt!” einen Leitartikel “Ende der Feigheit” überschreibt und darin anonym fordert, “Europa muss Putin für den Abschuss von Flug MH17 zur Rechenschaft ziehen”, dann fühle ich mich zuerst an Zeitungen erinnert, die 1914 zum Krieg gegen Serbien riefen, um den ermordeten Thronfolger Franz Ferdinand zu rächen. Die Frage, “Wer ist der Kriegstreiber?”, mit der “Der Spiegel” alle Verantwortung von sich weisen und auf den ausgemachten Bösewicht Putin schieben wollte, erscheint ob der naheliegenden Antwort allzu ironisch.

Wenn die Kriegspropagandisten sich dann damit zu rechtfertigen versuchen, dass ihre zielsichere Identifikation der Alleinschuldigen und ihre Forderungen “der veränderten Haltung der Bundesregierung” entsprechen, dann kann man sich nur noch ungläubig die Augen reiben, wenn man liest, dass das Auswärtige Amt 1914 anonyme Kommentare wie den folgenden in die Presse brachte:..."<

zu finden in:
http://www.carta.info/73806/ukrainekrise-2014-und-julikrise-1914/

Eventuell klärt sich dort sehr schnell, WARUM ich die Position des Herrn Kissinger (und er sie sicher auch) so für bedeutsam halte, ich mag Leute, die wissen wovon sie reden.
Lusru schrieb am 08.08.2014
Auch auf das etwas schiefe Bild hin, daß ich hier zu einem überproportional agierenden User avanchiere - Es könnte sein, daß sehr passend zu dieser Diskussion zwei Hinweise von Interesse sind:

1.
Der keinesfalls umfassend von mir geschätzte und dennoch geachtete kürzlich leider verstorbene in seiner Meinung offenbar deutlich freie Journalist Frank Schirrmacher meinte in seinem letzten Sachbuch "EGO: Das Spiel des Lebens" (der Einfachheit halber aus Wikipedia) dieses:

Der Autor erzählt von einer allgemeinen Manipulation der Menschen durch eine „monströse“ Ökonomie, einen
neuen Kalten Krieg,
in dem „nur der eigene Vorteil zählt, Moral spielt keine Rolle.“ Das Diktat der Ökonomie stelle nicht nur den freien Willen einzelner Seelen in Frage: In einem berechenbaren Spiel eines radikalen Egoismus, bei dem automatisierte Maschinen an den Aktien- und Devisenmärkten wie etwa an der Wall Street ursprünglich autonom gedachte Staaten als Illusion erscheinen lassen.
Selbst Demokratien würden durch den auf Computer-Maschinen übertragenen Kalten Krieg vom politischen Akteur zum Spielball der Märkte, zu Marionetten eines „Monsters“.[1]
Zitat:
„Die Logik des Kalten Krieges ist zur Logik der Zivilgesellschaft geworden und korrumpiert sie. Die Egoismus-Maschinen spielen das große Spiel längst ohne den Menschen. Der Verlierer steht von vornherein fest: wir alle.[2]“
und:
„Was erlauben wir, [...] welches Spiel wollen wir spielen? Wollen wir ein uneigentliches Spiel von verdeckten Schachzügen, von heimlichem, indirekten Reden in unseren Gesellschaften, in unseren Demokratien, oder wollen wir etwas anderes? Honorieren wir offenes Spiel MIT dem Anderen?[2]“

Als Schirrmacher das schrieb, wußte er von dieser Ukrainesituation nichts, sondern offenbar nur von den heute sich involvierenden Akteuren.
Wozu ich mich - nicht nur der Einfachheit halber - jeden Kommentars enthalte ...

2.
Flugzeugabschuss: Steilvorlage für nächsten Eskalationsschritt im Ukraine-Konflikt?
von: Jürgen Wagner | Veröffentlicht am: 18. Juli 2014
zu finden in: IMI-Standpunkt 2014/035 (Update: 29.07.2014) - in: AUSDRUCK (August 2014):

Der Autor der "Informationsstelle Militarisierung e.V" Jürgen Wagner hat sich die Mühe gemacht, die von allen Seiten in Völle wabernden Meinungen und Überlegungen, die meist und besonders in deutschen und etlichen europäischen "Leitmedien" ohne Hinweis als bereits bestätigte Fakten behandelt werden, sowie die wenigen bisher bestätigten Informationen, zu einem Bild zu fügen und darzustellen, ohne zu irgendeinem voreiligen Schluß zu kommen.

Es ist eine sehr akribische und sachkundige Arbeit, die dem geübten und ungeübten Leser gleichermaßen genügend "Stoff" gibt, sich gerade über die Rolle des angeblichen "Dämons" Putin - und das mit Kissingers Worten im Ohr - mal eine recht interessante eigene Meinung zu machen, was z.B. solchen Boulevard-Blättern wie dem Spiegel seit Zeiten nicht mehr gelingt, evtl. auch: gelingen soll, aus welchem Grund auch immer.
Man kann diese Übersicht auch als indirekte Warnung verstehen, und als heftige Ohrfeige für die sogenannten elektronischen wie print- "Leitmedien", die es in dieser Frage nicht schaffen, sich nicht als solche erkennbar zu präsentieren, offenbar ist das große personalsparende Abschreiben in.
Zu finden:
http://www.imi-online.de/2014/07/18/flugzeugabschuss-steilvorlage-fuer-naechsten-eskalationsschritt-im-ukraine-konflikt/
Bernhard schiffel schrieb am 29.12.2014
Der gute Herr Kissinger kann viel erzählen . Er ist einer der Mitverantwortlichen für das , wo wir heute stehen .
Er hat an grossen Rädern gedreht und Einfluss ausgeübt wovon grösste Persönlichkeiten träumen .
Auggie Wren schrieb am 13.01.2015
Und wie sollte sich ein freier Staat "Ukraine" vor der Einflussnahme Russlands schützen dürfen? Nur mit eigenen Mann und Maus? Welche möglichen Bündnisse "darf" denn die mutmaßlich freie Ukraine in Zukunft überhaupt eingehen? Welche militärischen Verteidigungsbündnisse stehen denn alternativ zur Verfügung?
Lusru schrieb am 14.01.2015
@Auggie Wren schrieb am 13.01.2015
"Und wie sollte sich ein freier Staat "Ukraine" vor der Einflussnahme Russlands schützen dürfen?"
Nun , am besten so, wie das Frau Merkel Deutschland vor der Einflussnahme der USA macht.
Im Übrigen: Von welcher "Einflußnahme" ist da die Rede genau? Von der Alimentierung mit Kohle, Strom, Gas, Wanderarbeiter i n Millionenhöhe, die in Rußland das Geld verdienen, mit denen sie ihre ukrainische Familie ernähren, die vielen regionalen nWarenlieferungen, die Rußland weiter in sein Land läßt, dami die Ukraine nicht ausblutet, usw. usw.?

Welche Verteidigungsbündnisse stehen zur Verfügung?
Keine.
Neutrale Länder benötigen das nicht, da sie niemanden herausfordern und selber wertvolle Brücken sind - das ist ihr Schutz. Einen besseren gibt es nicht.
Es sei denn, die jetzige ukrainische Regierung möchte weder auf das hochgerüstete IS-Dorf (ja: Islamischer Staat!) der geflüchteten Krimtataren, die sich an der Peripherie zu den Ost-Separatisten an der Waffenstillstandslinie (Chef: Krimtaterenboss, ehemaliger IS-Offizier im Irak, bildet jetzt dort unter den Augen des Regierungschefs IS-Nachwuchs aus, müssen also Schiessübungen machen), noch auf die von Nachfahren der kanadischen Banderaanhänger (Hitlerkolloborateur und tausendfacher Judenvernichter) geführten Paramillitärs (und weiteren ähnlichen nationalistischen bewaffneten Gruppen), auf die die Ukraine-Regierung bereits jetzt keinen ordentlichen Zugriff mehr hat, wenn diese täglich eigenmächtig zur Schürung des Konfliktes die Waffenruhe brechen, verzichten.
Wer darauf nicht verzichten möchte, benötigt allerdings "starke Verbündete" - nur ob das so die NATO mitmacht, dürfte trotz der großen Sprüche (zur Sicherung der eigenen Bedeutsamkeit - mehr Waffen!) reichlich unsicher sein.

@Bernhard schiffel schrieb am 29.12.2014
"Der gute Herr Kissinger kann viel erzählen . Er ist einer der Mitverantwortlichen für das , wo wir heute stehen .
Er hat an grossen Rädern gedreht und Einfluss ausgeübt wovon grösste Persönlichkeiten träumen ."
Das ist richtig! DESHALB ist erauch am besten im Bilde über die Veranstaltungen in der Welt, an denen er gedreht hat. Und wenn der plaqudern will, weil er die Unverantwortlichkeit des Handelns der jetzigen US-Regierung in den Weltkonflikten für unerträglich hält, sollte jeder genau hinhören, besser kanns keiner ...
wobei vor allem sein Krisenmanagement zu Russlannd im kalten Krieg hier im Mittelopunkt steht, fall noch jemand benötigt wird, der das so sieht und darauf hinweist: Egon Bahr oder den Altkanzler Schmiddt, evtl. auch Altkanzler Kohl konsultieren oder fragen ...
Aber das steht auch schon weiter oben.
Me schrieb am 26.01.2015
Die Realität ist dass, Putin alles macht, was und wie er will.
Lusru schrieb am 07.02.2015
@Me schrieb am 26.01.2015
"Die Realität ist dass, Putin alles macht, was und wie er will."

Also nee @Me, alle, die "was davon verstehen" (zumindest wird das immer gesagt, bevor sie sich als "Experte" äußern), st6ellen fast amtlich fest: Keiner weiß, was Putin wirklich will ...".
und du kommst nun einfach so her und meinst, DU wüßtest das, indem du ihm bestätigen willst , "er mache was er will"?
Das war wohl nichts, wie kann man soetwas sagen, wen n doch gar keiner weiß, was der will ...
So schnell plappert einer was, was der Nächste unbesehen weiterträgt, dann die Lokalpresse das als "allgemeine Meinung" aufgreift und von den medialen Leidbildern als Fakt unter Berufung auf die "allgemeine Meinung" den Politikern als "Quelle" unterschiebt, bis schließlich die Pegfida ankommt und ruft "Lügenpresse", ein Begriff, mit dem sich schon die Linken und Halblinken vor der Nazizeit sich gegenseintig verunglimpfen wollten, was so gut klappte, daß nun die Nazis das auch machtern - und gewannen, richtige demokratische Wahlen ...
Niemand soll dabei auf die Idee kommen, daß sich soetwas wiederholen könnte ...

Daemonisierung ist stets faktbefreit, sons wäre sie nicht erforderlich, sonst gäbe es sie nicht - und deren "Schöpfer" als die wahren Daemonen auch nicht.
Fragt sich nur, wer sich von derartiger Daem(on)lichkeit bitte WAS verspricht?
pauleck schrieb am 24.04.2015
Ich weiß nicht was ich von seinen Worten halten soll. Sicherlich machen seine Argumentation einen kühlen und rationalen Anschein. Aber wessen Worte sind es nun; Worte des Privatiers Kissinger, oder des Staatsdieners Kissinger? Denn was er heute von sich gibt ist letztendlich das Gegenteil dessen was er zu Regierungszeiten propagiert und gehandhabt hat. Diese Diskrepanz von Denken und Handeln merkt man vielen pensionierten Politikern an, sei es Schmidt oder Schröder. Es wirkt, dass die persönliche Meinung/Haltung stark von jenen der staatlich, interessen-geleiteten Politk abdriftet.

Letztendlich darf man bei aller Sentimentalität, die gravierenden Anschuldigungen gegenüber Kissinger nicht außer Acht lassen!
Lusru schrieb am 27.04.2015
@pauleck schrieb am 24.04.2015
Danke für diesen Einwurf:
"Letztendlich darf man bei aller Sentimentalität, die gravierenden Anschuldigungen gegenüber Kissinger nicht außer Acht lassen!"
Warum?
Weil es eben nicht die "Sentimentalitäten" sind, die die heutigen Ansichten dieser Spitzenpolitiker, ganz besonders des Herrn Kissinger, so brisant machen, sondern eben diese Anwürfe / Anschuldigungen gerade gegen ihn - sie sollten die Aufmerksamkeit der heutigen Verantwortungsträger für den Hintergrund dieser nur anscheinenden Gegensätze besonders schnell und heftig schärfen, denn:
Frei von amtlichen peripheren und Bündnisverpflichtungen sowie institutionalisierten Rücksichtnahmen aller Art können diese Altpolitiker heute amtsbefreit ihren "gelernten Hand(kopf)werk" weit unbefangener nachgehen, als zu Zeiten des ebenfalls institutionalisierten Kalten Krieges und ihren damaligen eingebundenen Kreativität versperrenden Amtsbedingungen.

So ist besonderes Aufhorchen angesagt, damit die heute noch Übenden sich und uns alle nicht in die gleiche zu revertierende Situation bringen, nachdem das Porzellan zerschlagen ist - denn das ist es, wovor die Altvorderen aus dem Kalten Krieg warnen, und zwar uns alle.
Keiner hat deshalb seine eigene politische Position verlassen, halt nur frei seinen Kopf und seine Erfahrungen ins Spiel gebracht, nicht zugunsten einer Gegenseite, sondern zum Schutze der eigenen stets verfolgten Politik ...
Und DAS ist die Brisanz der Gefahr, die man allerdings auch vermerkeln kann.
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