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Liebesgrüße aus Moskau

Der Westen schlug Russlands Annäherungsversuche stets aus.

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Offenbar waren Russlands Angebote nie gut genug.

Es gab einmal einen russischen Präsidenten, der war genauso, wie ihn der Westen heute gern hätte: westlich, pro-europäisch, marktwirtschaftlich orientiert. Er suchte die Zusammenarbeit mit Europa und den USA, er führte sein Land in die Welthandelsorganisation. Gegen die „totalitäre stalinistische Ideologie“, die in seinem Land geherrscht hatte, stellte er die „Ideen der Demokratie und der Freiheit“. Und er gab selbstkritisch zu, dass Russland erst „am Anfang des Aufbaus einer demokratischen Gesellschaft und einer Marktwirtschaft“ stehe. Dieser Mann hieß Wladimir Putin.

Doch das war 2001, als Putin im Deutschen Bundestag redete. Damals schlug er auch vor, die Zusammenarbeit zwischen Russland und Europa zu stärken. Im Jahr 2010 brachte er dann eine Freihandelszone „von Lissabon bis Wladiwostok“ ins Spiel. Nichts davon wurde verwirklicht, mit der Folge, dass Putin jetzt auf die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft setzt und krude eurasische Ideen in Moskau hoch im Kurs stehen. Die Bilanz westlicher Außenpolitik ist verheerend: Sollte es ein Ziel gewesen sein, Russland auf Westkurs zu halten, dann wurde dieses Ziel komplett verfehlt. Es wäre also Zeit für etwas Selbstkritik, doch die findet leider nicht statt – im Gegenteil.

 

Sollte es ein Ziel gewesen sein, Russland auf Westkurs zu halten, dann wurde dieses Ziel komplett verfehlt.

Stattdessen werden alte Fehler wiederholt: Russische Interessen, russische Argumente werden systematisch ignoriert. Das ist gefährlich, denn es verschärft die Beziehungskrise, in der Russland und der Westen stecken. Und es erschwert die Lösung von Streitfragen, die es tatsächlich gibt – etwa die Annexion der Krim, die russische Einmischung in der Ost-Ukraine, den Syrien-Konflikt. Bei aller berechtigten Kritik an Putin – etwa an der Repression gegen Oppositionelle in Russland – man muss die Welt ja nicht noch schlechter machen, als sie ohnehin schon ist. Genau das aber passiert in Deutschland ständig, wenn es um Russland geht.

 

Ausgeschlagene Angebote

Exemplarisch zeigte sich das bei der jüngsten Münchner Sicherheitskonferenz. Dort hatte der russische Premier Dmitri Medwedew das Problem offen angesprochen: „Wir sind hinabgesunken in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges.“ Medwedews Rede war ein dringender Appell, die Zusammenarbeit wieder zu verbessern. Die Reaktion? Totale Ablehnung. „Sicher, Medwedjew bot Russlands Kooperation an im Kampf gegen islamischen Terrorismus und versuchte, Moskau als Partner darzustellen“, schrieb WELT-Korrespondent Clemens Wergin, um nur einen typischen Kommentar zu zitieren. Aber: „Die Mischung aus bewussten Lügen und authentischen Differenzen im Blick auf die Welt stellt infrage, ob Russland wirklich ein Partner sein kann“, behauptet Wergin.

Und so wurde das gute Angebot, vereint gegen den islamistischen Terror vorzugehen, brüsk ausgeschlagen. Zur Verstärkung schob Wergin noch die Reaktion von Jan Techau nach, dem Direktor von Carnegie Europe in Brüssel. „Es ist ein Hochgeschwindigkeitsmix aus Anschuldigungen, Propaganda, verzerrter Realität und dem gelegentlichen Körnchen Wahrheit“, behauptete dieser über Medwedews Rede. Man fragt sich, warum der russische Premier überhaupt eingeladen wurde, wenn man ihn sowieso nicht ernstnehmen will.

 

Kritik unerwünscht

Diese Ignoranz hat Methode. Schon 2007 hatte Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit Blick auf die geplante Raketenabwehr der NATO vor einem neuen Wettrüsten gewarnt: „Ich bin davon überzeugt, dass wir an einem Grenz-Zeitpunkt angelangt sind, an dem wir uns ernsthafte Gedanken über die gesamte Architektur der globalen Sicherheit machen müssen.“ Sein Argument: Eine einzige Macht – gemeint waren die USA – sei mit der Führung der Welt schlichtweg überfordert, nötig sei deshalb eine multipolare We ltordnung. Interessante These – und zumindest diskussionswürdig.

Doch Putin stieß auf taube Ohren. NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer nahm Putin übel, dass dieser es gewagt hatte, eine abweichende Meinung zu äußern: „Ich kann nicht verbergen, dass ich enttäuscht bin.“ Auf Putins Argumente ging niemand ein, die NATO-Osterweiterung ging weiter, die Hoop Scheffer mit dem bemerkenswerten Argument verteidigte, dass doch niemand etwas dagegen haben könne, „wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken“.

 

Hitler-Vergleiche statt Dialog

Vollends maßlos war die öffentliche Reaktion aber, als im Vorfeld der diesjährigen Sicherheitskonferenz mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow ein Waffenstillstand für Syrien vereinbart wurde. Nur wegen des Ortes musste das Abkommen für die konservativen Leitartikler natürlich ein neues „Münchner Abkommen“ sein. „Immerhin haben die westlichen Staatenlenker dann aber so ein Papierchen, mit dem sie glücklich strahlend herumwedeln können wie einst 1938 Chamberlain nach seiner Rückkehr aus München, wo er gemeinsam mit ‚Herrn Hitler’ den Frieden gesichert zu haben glaubte“, spottete WELT-Korrespondent Richard Herzinger.

Und BILD-Kommentator Julian Reichelt behauptete: „Was in München beschlossen wurde, ist nichts anderes als die vom Westen unterzeichnete Genehmigung für Russland, seinen Vernichtungskrieg gegen Bevölkerung und Infrastruktur in Syrien fortzusetzen.“ Klar, „Münchner Abkommen“, „Vernichtungskrieg“ – kleiner geht es nicht. Ginge es nach manchem Kommentator, würden wohl am besten alle diplomatischen Kontakte eingestellt. Der Waffenstillstand hat übrigens durchaus Wirkung gezeigt.

 

NATO-Erweiterung: Weiter wie gehabt

Leider blieb es nicht bei Kommentaren: Die Sicherheitskonferenz war kaum vorbei, da begann die NATO, als wäre nichts gewesen, Beitrittsgespräche mit Montenegro. Dabei ist der Beitritt des Landes nur der Auftakt zu einer neuen Erweiterungsrunde, wie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg längst klar gemacht hat. „Die NATO-Tür ist offen“, sagte Stoltenberg und nannte Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und auch Georgien. Das Bündnis soll also, ungeachtet der Folgen, weiter an die Grenzen Russlands heranrücken. Wenigstens sperrt sich Deutschland bislang gegen die Aufnahme Georgiens und der Ukraine.

 

Er sei ja kein Putinversteher, er verurteile die Annexion der Krim, aber, so Kinkel wörtlich: „Das konnte Putin nicht zulassen“.

Apropos Ukraine: Der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel erzählte kürzlich im schwäbischen Gomaringen, er und auch sein Vorgänger Hans-Dietrich Genscher seien „fassungslos“ gewesen, dass die Ukraine in eine Entscheidung zwischen Europa und Russland getrieben worden sei. Er sei ja kein Putinversteher, er verurteile die Annexion der Krim, aber, so Kinkel wörtlich: „Das konnte Putin nicht zulassen“. Doch das erfuhr man nicht aus den großen Zeitungen, sondern aus der Lokalpresse, dem „Schwäbischen Tagblatt“ vom 29. Februar 2016. Der Rat der Altvorderen gilt den neuen Kalten Kriegern nichts mehr.

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66 Leserbriefe

Horst K. schrieb am 11.03.2016
Ich teile Ihre Beobachtungen hinsichtlich der "Schuld" oder zumindest einer sehr kopflosen Außenpolitik bezüglich Russland der verschiedensten westlichen Akteure seit 2001, ebenso schließe ich mich großenteils der Kritik an der Berichterstattung an. Doch Putin zu unterstellen, dass er von Anbeginn für "Freiheit und Demokratie" stünde, nur weil er es in einer Rede erwähnte, zeigt profunde Unkenntnis der innerrussischen Verhältnisse, die vielleicht dazu geführt haben, dass es den Menschen bis zu den Krisen ab 2008, 2012 und 2014 wirtschaftlich etwas besser ging, der Preis dafür jedoch die Verabschiedung eben jener Werte war. Und selbst wenn die Werte als zweitrangig betrachtet werden, so haben Putin und der Machtzirkel offenbart, dass sie auch von Volkswirtschaft nicht verstehen.
Max Gutbrod schrieb am 11.03.2016
An dem Artikel ist vieles richtig. Dennoch führt er nicht weiter. Zum einen klagt er nur über versäumte Möglichkeiten, zeigt aber keine auf. Zum anderen ist er bei den versäumten Möglichkeiten einseitig und vereinfachen. Zur Vergangenheit ist die Schuldzuweisung eher einseitig und zudem verkürzend. Wer etwa wirklich eine Zollunion wollte, hätte seinen Zoll und seine Produktzulassung reformiert.Stattdessen hat Russland alsbald allerlei erratische Handelsbeschränkungen verhängt. Wenn man also dem Westen die Schuld daran zuweisen will, dass die damaligen Pläne nichts geworden sind, muss man vom Westen viel verlangen. Ohne so viel zu verlangen, kann man allerdings die Rolle in der Aussenpolitik nicht spielen, die Gauck u. a. Deutschland zugeschrieben hat. Aber das war wohl nie ernst gemeint.
Heinz Schneider schrieb am 12.03.2016
Weil ich mir Medwedews Rede mit Simultanübersetzung angehört hatte, war ich über deren Widerhall in unseren Medien mehr als entsetzt. Ob die Ursache dieses journalistischen Fiaskos unterlassenes Quellenstudium, mangelnde Qualifikation, simples Abschreiben oder der Versuch bewusster Manipulation des Konsumenten war, ist fast egal. Die Reaktionen unserer Politiker, auch derjenigen, die in München dabei waren, fielen kaum differenzierter aus. Hier scheiden die ersten drei Gründe allerdings aus.
Es scheint wohl, die Russophobie ist im Begriff, zur Grundtorheit unserer Epoche zu werden.
Vadim schrieb am 14.03.2016
»Und er gab [selbstkritisch?] zu, dass Russland erst „am Anfang des Aufbaus einer demokratischen Gesellschaft und einer Marktwirtschaft“ stehe.«

- Putin meinte niemals die Demokratie im westlichen Verständnis. Der Westen sei verfault und befände sich im Fall.

Sie sollten schon hinterfragen, nicht Worte, sondern Taten wahrnehmen, erst dann wird klar, dass es bei Putins Russland um eine andere Art von Gesellschaft handle.

.

Im Jahr 2010 schlug Putin vor, eine Freihandelszone „von Lissabon bis Wladiwostok“ einzurichten.

- auch dass haben sie im Westen wohl falsch verstanden: sicher, ein Wirschaftsraum von Ost bis West ist damit auch gemeint, doch nur unter der Führung Russlands. Es ist eine andere Art zu sagen: wir beanspruchen die Führungsrolle in ganz Eurasien und der ganzen Welt.
Vadim schrieb am 14.03.2016
Alte Fehler? Russische Interessen und Argumente ignorieren?

- Welche Interessen und Argumente?
- Worauf sind diese gerichten?
- Was bezweckt Russlands Führung?

Sind etwa Russen nicht auch Menschen?
Warum muss es "gefährlich" sein, den Wunsch eines Verbrechers auszuschlagen? Weil er dann dich angreifen würde und dir dein Land wegnehmen?

Es ist dreist von Russland [damit ist deren Ideologie gemeint], sich mit denen anzulegen, die ihnen Dreck abkaufen, in harter Währung zahlen, damit die "geistig überlegene" Russen sich dafür Pampers und Bananen kaufen können.. beim "verfaulten" und geistig degradierten Westen.

Scheinbar können die Russen nur gut drohen und schießen, Toilettenpapier herstellen ohne die Hilfe der "verfaulten", können sie nicht.
Vadim schrieb am 14.03.2016
“ Auf Putins Argumente ging niemand ein, die NATO-Osterweiterung ging weiter, die Hoop Scheffer mit dem bemerkenswerten Argument verteidigte, dass doch niemand etwas dagegen haben könne, „wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken“.

Warum würde es denn einen "Demokratischen Rechtsstaat" stören, wenn seine Nachbarn auf das "gleiche Pferd" setzten?

Warum ist es so schwer zu verstehen?

Russland Will keine Demokratie und Gerechtigkeit. Wer zuwiderhandelt - wird bestraft, siehe Georgien und Ukraine. Russen wollen IHRE Herrschaft über Völker ausüben, Freilassen - steht nicht zur Debatte.

Mit etwas Phantasie kann man erkennen, dass Staat ein Frieden im Gefängnis ist. Russen* reißen die StaatsMauern nicht ab, sie versuchen neue auf ihrem Einflussbereich zu errichten: Eroberung
Peter Wahl schrieb am 15.03.2016
Die Analyse ist zutreffend. Interessant wäre es jetzt, einen Schritt weiter zu gehen, und zu fragen, woher diese Mischung aus russophoben Affekten, ideologischem Tunnelblick und arroganter Selbstüberschätzung - alles auch wieder unter den Kommentaren auf dieser Seite zu finden und bestens bekannt aus der deutschen Geschichte - des Westens kommt. Die Antwort ist sicher komplex, aber ein wesentlicher Punkt ist sicher der, dass Moskau die "Frechheit" besaß, sich aktiv in einen historischen und unaufhaltsamen Umbruchprozess einzuschalten, der viel umfassender ist als die russische Außenpolitik: das Ende der 500-jährigen Dominanz Westeuropas und seines nordamerikanischen Ablegers über den Rest der Welt. Da fühlt jemand seinen Status bedroht - und das macht bekanntlich aggressiv.
Helmut schrieb am 15.03.2016
ich sehe, dass sich die Russophobie immer mehr und mehr steigert. unsere Medien sind dabei sehr gute Helfer.
Russland ist sicher anders als unsere so gute heile Welt. Irgendwann wird all diese Ablehnung an Russland uns alle treffen, das wird aber dann, auch wenn wir uns annaehern wollen, und eventuell muessen, nicht zu unserem Vorteil ausfallen.
U.Walter schrieb am 15.03.2016
Der Autor bemüht sich aus seiner Sicht, das gute Rußland darzustellen und den Westen, den Bösen, den Rußland nicht versteht. Das ist grundsätzlich falsch und zeugt vor dem Kuschen vor Putin, dem autokräteren Präsidenten. Er vergißt und ich unterstelle bewußt, daß Putin den Krieg gegen das kleine Georgien begann, dass der sich bis heute nicht (!) zurückgezogen hat aus Moldau (es gibt das Budapest-Vertrag von 1991) und die Krim besetzt und annektiert und die Ostukraine und die gesamte Ukranie destabilisiert.Er vergißt die Provokation gegen die Türkei und den Cyberkrieg gegen Deutschland, gegen Angela Merkel und das Schürren der Rußlanddeutschen gegen den deutschen Staat aufgrund von Lügen einer Verwaltigung in Berlin.
U.Walter schrieb am 15.03.2016
Erst kürzlich hatte ich die Gelegenheit mit dem Botschafter Rußlands in Deutschlands zu sprechen, der ebenso, wie sein Präsident von einer faschistoiden Regierung in Kiew sprach. Allein diese Wortwahl zeugt von wenig Annährung beider Nachbarstaaten, sondern von Machtgelüsten. Dabei hätte Putin genug zu tun, die russische Wirtschaft, die kurz vor dem Zusammenbruch, zu reformieren. Aber das hat der alte KGB-Agent, nie gelernt bekommen. Und übrigens war es Merkel, die gegen die Aufnahme Georgiens und der Ukranie in die NATO in Bukarest stimmte. Und auch hat die NATO das Recht, wenn Länder das wollen, Länder, die die Bedingungen erfüllen, Mitglied der NATO zu werden, wie jetzt Mazedonien, ohne um Erlaubnis zu fragen in Moskau. Demokartie und Werte ziehen an.
U.Walter schrieb am 15.03.2016
Man kann nur hoffen, dass die Amtszeit von Putin bald vorbei ist, um junge und neue Kräfte, das wirkliche neue Rußland aufzubauen, dass dann wirklich ebenwürdig der Staaten in Europa und Amerika ist.
Gerard Guldner schrieb am 15.03.2016
Die Russophoben können sich beruhigen.
Saakaschwili hilft jetzt der Ukraine.
Der hat - anders als von einem eifrigen Schreiber behauptet - den Georgien-Krieg angefangen, in der Hoffnung, den so überaus erfolgreichen Irak-Krieger George W. mit hineinzuziehen.
Hat nicht so geklappt.
Jetzt wird er - von der westorientierten georgischen Regierung mit Steckbrief gesucht.
Zeig' mir Deine Freunde, ich sage Dir, wer Du bist.
Felix schrieb am 15.03.2016
Der Text von Eckert ist beschämend einseitig-naiv und unterstellt Putin Absichten, die er nie gehbat hat. Demokratie, Pluralismus, Menschen- und Bürgerrechte, Selbstbestimmungsrecht der Völker sind in der gelenkten Demokratie Wowas nicht vorgesehen. Das Land und dessen bedauernswerten Bürger/innen verarmen zusehends, Wowa und seine unkontrollierten Oligarchen betätigen sich als unverschämte Kleptokraten. Gleichzeitig hegen sie einen Weltmachtanspruch und drücken ihn gegen schwächere Partner nicht nur propagandistisch, sondern auch militärisch durch: ohne Rücksicht auf Verluste und die Eskalation in Kauf nehmend.
Buchempfehulng: Johann Meichel: Putins Pudel. Und andere fast wahre Geschichten aus Russland. Kauferin 2016.Mit Gogol kann man da auch manchmal unter Tränen lachen...
U.Walter schrieb am 15.03.2016
Komischerweise Russlandversteher Guldner, klappt es in Micheil Saakaschwili Bezirk besser als in den Bezirken der Ukraine. Ich freu mich, dass Sie Putin als den größten Friedensengel sehen. Ich empfehle Ihnen ernsthaft zu prüfen, ob politische Morde auf offener Straße, wie vor einem Jahr gegen Oppostionelle normal sind, ob Schauprozesse auch normal sind .
Gerd Weghorn schrieb am 15.03.2016
Russland ist nicht Deutschland, es ähnelt - nimmt man die starke Stellung der Oligarchen und der Militärbürokratie als Bezugspunkt - eher den Vereinigten Staaten von Amerika, die ja mit ihrer Präsidialdemokratie auch politisch viele Züge einer "Diktatur der Bourgeosie" (Marx) aufweisen.

Der wesentliche (!) Unterschied zwischen den beiden Großmächten ist darin begründet, dass das Pentagon mit seinen 250.000 Soldaten - stationiert in über 700 Militärstützpunkten in 130 Ländern und auf einer riesigen Flotte - eine imperialistische - also aggressive, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit ständig gefährdende - Politik betreibt, während Moskau defensiv aufgestellt ist und den diplomatischen Weg der Eindämmung von Konflikten beschreitet.

Dieser Unterschied ist mehr als wesentlich!
Dr. Peter+Girnus,+Berlin schrieb am 15.03.2016
Das Problem des Westens besteht darin,
dass wir vergessen haben,
wo der Knopf "RESET" versteckt worden ist...
Friedrich Grimm schrieb am 15.03.2016
"Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören." Bibelzitat (Matthäus)
Diese Bibelworte möchte ich so manchem Menschen und vor allem auch so manchem Kommentator zurufen.
Während die niemals zufriedenstellende Gier des Kapitals gerade mit CETA, TTIP oder auch TISA, oder wie sie noch alle heißen mögen dabei ist, den Menschen Joch um Joch um den Hals zu legen, lese ich in so manchem Kommentar Unwissenheit und auch Hass. Das eingangs erwähnte Bibelzitat möchte ich angewandt wissen auf das was z.B. ein George Friedman, zu den Absichten der USA, in Chicago geäußert hat. Und nicht zuletzt auf das was ein Zbigniew Brzezinski in seinen Allmachtsphantasien bereits 1997 formuliert hat. Nämlich Amerika die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft.
U.Walter schrieb am 16.03.2016
Herr Weghorn, entschuldigen Sie, dass was Sie schreiben, habe seit 1989 nicht mehr gehört. Schwarz-Weiss, Ost-West, USA-UdSSR. Aber die Zeiten sind vorbei. Kleiner Tipp, Eine Weltmacht macht heute aus, dass sie Verbündete überall zu habt. Ein in sich nicht einiges Land (Rußland) lenkt ab von Schwierigkeiten (Wirtschaft, Bildung, Soziales, Grundfreiheiten..) zu Hause und überfällt und annektiert und besetzt Länder. Schon vergessen Ukranine, Krim, Georgien, Moldau, Provakationen...?
Apokalipse schrieb am 16.03.2016
Der Artikel ist gut und trieft den Punkt!!!

Nur diese hysterischen "Fenchen nach dem Wind richten" schwätzer gehen einem gehörig auf dem Nerv.

Wie auch immer, wir Europäer leben mit den Russen auf einen Kontinent, also ist eine gute Nachbarschaft sehr wünschenswert.

Und da hat der Präsident von Russland recht, wen er sagt: “Eine einzige Macht – gemeint waren die USA – sei mit der Führung der Welt schlichtweg überfordert, nötig sei deshalb eine multipolare We ltordnung."

Ungeachtet davon ob Herr Putin es erst meint oder nicht, zumindest denkt er darüber nach. Die USA wollen noch nicht einmal darüber nachdenken. Sogar der gemäßigte Präsident der USA, hat vor kurzem die Weltmachtstellung der USA bekräftigt.

Den, Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut!
U.Walter schrieb am 16.03.2016
Oh je, Willkommen in den Fängen eines unberechenbares Landes und eines Präsidenten Putin. Zur zeit ist Rußland nicht zu trauen und ist unberechenbar. Das macht keine Weltmacht, wenn sie eine sein will.
Gerd Weghorn schrieb am 16.03.2016
"U.Walter schrieb am 16.03.2016". Sorry, Herr Walter: welches meiner Argumente wollten Sie widerlegt haben?!

Ihren Hinweis bezüglich der russischen "Annexionen" lasse ich nur für einen Fall halbwegs gelten: für die Krim.

Halbwegs deshalb, weil es - völkerrechtlich gesehen - zwei Prinzipien gibt, die sich hier im Raume stoßen, wobei die Unverletztlichkeit der Grenzen kollidieren kann mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Und dass die Krim mehrheitlich eine russische Bevölkerung aufweist, die den Anschluss befürwortet hat, das wird von niemandem bestritten.

Apropos "Annexion": jeder weiß doch, wenn er auch sonst nichts weiß, dass Israel die Westbank "besiedelt" - und dies gegen den Willen der Palästinenser. Russland wird dafür bestraft, Israel wird von Deutschland dafür beschützt!
U.Walter schrieb am 16.03.2016
Herr Weghorn, jeder weiss das die sog. Volksabstimmung nicht im Sinne des Völkersrecht anerkannt wurde und nur mit Einschüchterung vo sattten ging. Gleiches gilt in Moldau, dass dort 20.000 Soldaten der Russ. Föderation trotz Vertragsbruch, die den Abzug regelt, ca. 20% des Landes besetzten. Dass Russland zwei Provinzen Georgien besetzt, die nur von drei Staaten anerkannt ist. Nämlich Rußland, Venezuela und Nicaragua. Alles fragwürdige Regime. Und in der Osturkainie reguläre Truppen Rußland gekämpft haben
Israel ist hier jetzt kein Thema und gibt es UN-Resolutionen dazu.
Gerd Weghorn schrieb am 16.03.2016
Herr Walter: Sie messen mit zweierlei Maß, wenn Sie sagen: Israel ist hier nicht das Thema. Sie haben das Thema "Annexion" als Kritikpunkt aufgebracht, und ich habe Ihre Kritik relativiert.
Die von Ihnen erwähnten Ländereien sind aus strategischen Gründen "besetzt", um die NATO herauszuhalten; würde Russland noch einmal Kuba aufrüsten, würde das Pentagon zur gleichen Waffe greifen.
Mein Thema hieß "Gefährdung des Weltfriedens durch die US-Politik", und da lohnt es sich auch für Sie, die einschlägigen Veröffentlichungen aus den USA zu studieren, die den US-Imperialismus propagieren, woran auch der "Verteidigungshalt" keinen Zweifel zulässt.
Jeder weiß, wenn er auch sonst nichts weiß, dass Russland und China - weltpolitisch gesehen - defensiv agieren, um den US-Imperialismus "einzudämmen".
U.Walter schrieb am 16.03.2016
Hochinteressant wie sie a) zugeben, Besetzung, als legitimes Mittel der Politik beschreiben, gerade vorher sagten Sie die defensive Einstellung Moskaus, seit wann wird Politik in Europa kriegerisch durchgesetzt. b) jedes Land kann frei und selbständig entscheiden, welchem Bündnis, Organisation angehören möchte. Siehe ebenso dazu Pariser Verträge von 1990, die auch die damalige Sowjetunion unterschrieben und Rußland als Nachfolger ebenso akzeptierte. Dazu braucht es nicht die Erlaubnis Moskaus.
Ich glaube militär-politisch sind Sie nicht ganz auf der Höhe. Rußland modernisiert seine Streitkräfte, China ebenso, siehe Volkskongress. Der Westen hat ähnlich vor 1979, nach Doppelbeschluss, zu spät angefangen zu Modernisieren. Das wissen Sie auch. Versuchen die Fakten nicht zu vertauschen.
Gerd Weghorn schrieb am 16.03.2016
Mein Gott, Herr Walter: gehen Sie doch endlich auf meine Argumente ein, auf meine Aussagen zur Kubapolitik der USA, auf die Israelpolitik Deutschlands, auf die Existenz des Strategiekonzeptes von Brzezinski "The Grand Chessboard", auf die völkerrechtswidrigen Regime-Change-Operationen einiger NATO-Staaten in Persien, in Afghanistan, Libyen, Irak und Syrien, auf die Qualitäten und Quantitäten des US-Verteidigungshaushaltes, der ein sechs- bis zehnfaches des russischen Budgets beträgt und dies bei einer Wirtschaftskraft, die die russische um das zwanzigfache übersteigt?!

Die "Besetzungen" fremder Länder erfolgt bei den Amis heute nicht mehr direkt, sondern so, wie sie es im Irak studieren können: durch Einkauf der Funktionseliten - und dies weltweit, auch in Deutschland! STRATFOR studieren!
Illoinen schrieb am 16.03.2016
Noch einmal zum Mitschreiben. Es wurde ein Referendum auf der Krim abgehalten, danach hat sich die Mehrheit für den Anschluss an Russland entschieden.
Laut Wikipedia Eine Annexion (von lateinisch annectere ‚anknüpfen‘, ‚anbinden‘; auch als Annektierung bezeichnet) ist die erzwungene (und einseitige)[1] endgültige Eingliederung eines bis dahin unter fremder Gebietshoheit stehenden Territoriums in eine andere geopolitische Einheit. Die Annexion geht rechtlich über die Okkupation (Besatzungsverwaltung) hinaus, da auf dem (ehemals) fremden Territorium die eigene Gebietshoheit effektiv ausgeübt und es mit dem Erwerb der territorialen Souveränität über ein besetztes Gebiet de jure dem eigenen Staatsgebiet einverleibt wird. Die Okkupation geht der Annexion in der Regel voraus.[2]
Illoinen schrieb am 16.03.2016
Ausgerechnet der Westen mit seinen gerade einmal 10% der Weltbevölkerung, macht Russland vorwürfe? Ich würde Mal sagen verkehrte Welt.

Wer hat die Menschenrechte erfunden Amerika oder wer?
Wer hat Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki geworfen?
Wer hat das Giftgas Agent Orange im Vietnam-Krieg eingesetzt, mit Millionen toten?
Wer hat unter Vorwand von Lügen den Irak zerstört?
Wer ermordet völkerrechtswidrig tausende Menschen mit Drohnen?
Wer foltert, und entführt im Namen der Gerechtigkeit?
Guantánamo, Folter Entführung usw.
Wer destabilisiert mit Milliarden von Dollar, Länder, um sie gezielt ins Chaos und Bürgerkrieg zu stürzen?

Aber so ist es im Westen, welche in der Mehrheit auch westlich indoktriniert wird, dessen Narrativ "wir sind die Guten" "Russland böse"
Clara Mahnt schrieb am 16.03.2016
Krieg und Terror sind DIE Fluchtursachen nr.1. Aber die Waffenexporte werden Durchgewinkt, während die Menschen im MAtsch versinken und im Meer ertrinken. Die Bundesarmee fliegt auch Drohnen. Tornadopiloten trainieren. Ich leide schon immens unter den Kampfjets hier, die unter der Woche täglich fliegen. Ich denke, ich kann mich auch noch halbwegs in die Menschen hineinversetzen und verstehe allzu gut warum sie weg wollen. Scheinheilig kommt mir der Westen vor. Bomben für Menschrechte, ist meiner meinung keine gute Idee.
Clara Mahnt schrieb am 16.03.2016
meine mail war eigentlich für den Artikel über Drohnenpolitik. Ich frage mich, warum scheinbar es doch . immer so viele es schaffen in den Spiegel sich in die Augen zu schauen und sich selbst beteuern: "WIR sind die Guten". Wenn ich schon die Reden ernst nehmen von denen , die sich von einer Mehrheit getragen fühlen, dann versuche ich mich auch in Objektivität: Vergleich: eine Rede Obamas mit bspw. der Waldai Rede des russ. Päsidenten; ich habe sehr schlucken müssen, denn ich hatte nicht den Eindruck von Arroganz und Selbstherrlichkeit bei Putin aber sehr wohl bei Präsident Obama.
Ullrich Walter schrieb am 17.03.2016
Das Thema heißt "Liebesgrüße aus Moskau" und nur darauf beschränke ich mich. Alles andere ist aus meiner Sicht dummes Zeug. Es lenkt nur ab. Ach so, wer hat den Auftstand der Ostdeutschland, Ungarn und der damaligen CSSR niedergeschlagen?
Vadim schrieb am 17.03.2016
Man kann Pro oder Contra Putins Politik sein... Wo sind Eure Eigenen Einschätzungen und Beurteilungen?
Wer kann das gesagte nachweisen oder ausreichend begründen?

Wer kann sagen was Recht und Schlecht ist? Was ist Gut und was ist Böse? Was MUSS getan und gelassen werden um Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit auf der Erde herbeizuführen?

Erst wenn sich viele darüber einig werden könnten, käme jeder Agressor in Erklärungsnöte, denn es wäre sichtbar: wer, was, weshalb, wozu und wie etwas GEGEN andere lässt oder tut.
Gerd Weghorn schrieb am 17.03.2016
Herr Walter: das Thema hieß nicht "Liebesgrüße aus Moskau" (so lautete nur der Titel des Aufsatzes), sondern es hieß für jeden, der einen Text versteht, klar ersichtlich: Abkoppelung vom US-Imperialismus durch Annäherung an Russland.
Natürlich haben Sie die Botschaft verstanden, denn dagegen richtet sich Ihre "Argumentation", die in der Luft zu zerreißen ich auch deshalb betreibe, weil sie das Abziehbild der US-Mainstream-Ideologie ist, mit der wir uns seit 100 Jahren" - So Herr Friedman in seinem sehenswerten YouTube-Beitrag "Stratfor - George Friedmanns Rede auf Deutsch" - herumschlagen müssen.
Dass Sie keines meiner strategischen Argumente widerlegen können, das erkennt zumindest jeder Leser unseres Diskurses, und dass Sie immer noch im "Kalten Krieg" leben: das erkennt er ebenfalls!
Theobald schrieb am 21.03.2016
Es gibt hier viele einseitige Betrachtungen.
Wir leben mit Russland auf einem Kontinent.
Putin ist momentan der Praesident.
Die Frage ist aber, wie gehen wir dauerhaft mit Russland um?
Nach meiner Meinung ist eine Integration Russlands in die EU
als Langsichtperspektive notwendig und ein solches Langzeitziel muss man verfolgen.
Daher sollte man Putin beim Wort nehmen und auf eine gemeinsame Zukunft hin arbeiten.
Ein Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok ist doch eine gute Idee.
Rita_Berlin schrieb am 31.03.2016
Sehr geehrter Herr Theobald,
ich gebe Ihnen Recht, man sollte Putin beim Wort nehmen, doch leider haben das unsere westlichen Politiker und Medien nicht gelernt. Die Angst vor den Russen spukt noch immer in den Köpfen der "Besiegten" des 2. Weltkrieges. Der Faschismus ist noch lange nicht besiegt!
Ein Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok, das wäre doch das Gespenst für die USA. Da muß doch mit allen Mitteln verhindert werden, dass es weiter in den europäischen Köpfen , vor allem in den deutschen, herumzuspukt.
Eine gemeinsame Zukunft mit Rußland, na da hätten doch unsere amerikanischen " Freunde" etwas dagegen. Lieber schicken sie schnell noch mehr Militär an die "Front", um Rußland das Fürchten zu lehren und es so, wie schon im kalten Krieg, wirtschaftlich in die Knie zu zwingen.
U.Walter schrieb am 05.04.2016
Frau Rita,
wer hat vor den Russen? Keiner, jeder selbst Putin weiss, dass er wirtschaftlich und freiheitlich mit dem Westen nicht konkurrierenden kann.
Rita Abert schrieb am 06.04.2016
Herr U. Walter, was meinen Sie mit "wer hat vor den Russen?"
Haben Sie das Wort "Angst" vergessen?
Auch mit ungesagten, ungeschriebenen Worten kann man manipulieren.
Und diese Manipulation bezüglich "Angst" oder auch " Aggression", die angeblich von Russland ausgehen soll, zeigt sich u.a.nicht nur in unseren Medien sondern direkt in der geplanten Nato-Osterweiterung durch weitere militärische Aufrüstungsausgaben durch die USA und Präsens z. B. in der Ukraine und den baltischen Staaten.
Vor wem wir heute Angst haben sollten ist nicht Rußland.
Von der Geschichte lernen sollten auch all jene vor allem, die sich an die Ereignisse vor 75 Jahren nicht erinnern können, da noch nicht gelebt, aber nachlesen und nachdenken können alle.
Wir haben es nicht gewußt, ist heute keine Entschuldigung mehr.
Gerd Weghorn schrieb am 06.04.2016
Herr Walter: ich danke Ihnen für jedes Statement, können Sie sich doch als repräsentativ für das deutsche Bildungsbürgertum betrachten, das sich schon immer hat vom Großen Bösen Wolf hat erschrecken, oder wie ich es sagen würde, abschrecken lassen: "Alle Wege der SPD führen nach Moskau".

Als Referent von Skandalgeschichten, die nicht nur in der Boulevardpresse, sondern auch in den bürgerlichen Leitmedien über die russische Politik gegenüber den von Ihnen aufgelisteten Ländern verbreitet worden sind, bemühen Sie sich, nicht doch als "Kalter Krieger" dazustehen: "reden ja, aber mit Vorsicht!" Putin will genau das, doch wer das nicht will, das ist die US-Regierung.

Sie als Moralist: wie beurteilen Sie im Übrigen Donald Trump als möglichen Präsidenten der Vereinigten Staate von Amerika?!
U.Walter schrieb am 06.04.2016
Bedanke mich Herr Weghorn für Einschätzung. Ich kenne die Russen, vorallem die russ. Geschichte der Staatschef. Ebenso wie bei den Zaren, wo eine Reihe aufgeschlossene Herrscher es gab für ihre Zeit gab, gab es auch Zaren, die rückwärtsgewandt war. Dies war bei den KP-Generalsekretären ebenso. Gorbatschow war ein GS und Präsident, der versucht hatte die SU neu zu steuern. Stieß aber an eigene Widerstände und Unzulässigkeiten des komm. Regmie an seine Grenzen. Während Dikatator Putin die SU 2.0 haben will, aber die Wirtschaft, Korruption etc. vernachlässig. Insofern gebe ich Ihnen recht, ja ich bin Bildungsbürgertum, aber kein SPD Mitglied oder Anhänger.
U.Walter schrieb am 06.04.2016
Ich möchte Weghorn aufmerksam machen, dass bei Amtsantritt Obama ein Neuanfang geplant war zwischen Moskau und Washington . Der Vorgänger von Putin war dafür zugänglicher als der Dikatator neuer Art.
Was Sie als Skandalgeschichten bezeichen, ist die Relaltität. Ich empfehle Ihnen dazu Lektüre. Ob Kalter Krieger oder nicht, ist absolut dummes Geschwätz, zeigt es doch den Sprachgebrauch, welchen Sie benutzen und wer es gesagt hatte.

Was Trump betrifft, ist es ziemlich heikel, zwar wünscht kaum einer ihn zum Präsidenten, ich auch nicht, aber in einer Demokratie ist dies auszuhalten, was in Rußland so nicht wäre. Ich erinnere mich aber ähnlich wurde Reagan Anfang der 1980-er Jahre gesprochen. Und er wurde zu einem der beliebesten Präsidenten des 20. Jhd. in den USA.
Vadim schrieb am 06.04.2016
@Annexion der Krim, Ostukraine...

Russland war noch nie Freund für seine Nachbar. Das Inperium ist auf der Karte noch gut zu erkennen.
Noch nie wurden Andere Völker mit Respekt behandelt und in Ruhe gelassen, geschweige denn ihr Frieden und Freiheit beschützt.

Russland ist eine permanente Gefahr nicht nur für seine Nachbarn, sondern für die Welt. Denn Russen Wollen ihre Überlegenheit der ganzen Welt aufzwingen [um die Welt vom Untergang zu retten]. Wenn aber andere Völker nicht freiwillig sich von Russland "retten" lassen wollen, muss man sie dazu zwingen, ob mit Worten, Drohgebärden oder Krieg...

Russen sind Opportunisten: solange andere stärker sind, bricht auch kein Krieg aus. Wehe dem, der schwach wird: es wird Krim und Donetzk

Übrigens: auch Kuba sollte helfen die USA zu stürzen.
Vadim schrieb am 06.04.2016
Was Trump veranstaltet, erinnert an die Wünsche der Machthungrigen: um jeden Preis an die Macht.
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Doch ein oberer eines Volkes ist nicht dazu da, um über das Volk nach belieben zu herrschen, sondern über die Einhaltung der Spielregeln zu wachen: Regeln von Gesetz und Ordnung.
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Islands Regierungschef Sigmundur David Gunnlaugsson musste im Zuge der Enthüllungen der "PanamaPapers", nicht wegen Seiner Briefkastenfirma zurücktreten, sondern wegen Seinem Umgang mit Dem Volk, als Er dazu befragt wurde.
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So ist nicht mit Herrschern und Tyrannen in Russland: hier muss das Volk den Wille des Diktators fürchten.
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Kaya Yanar sagte gestern beim Lanz: "Erdogan wurde demokratisch gewählt".. ich sage aber: wählten sie Ihn zum Schlächter ihrer eigener Freiheit? Hat Er das Recht das Volk zu töten?
Gerd Weghorn schrieb am 07.04.2016
Guter Mann: das Imperium hat kein Interesse an einer friedlichen Koexistenz mit Russland - davon dürfen Sie ganz beruhigt ausgehen.

Die von den Fremdenlegionen des Imperiums - militärischen Einheiten aus den US, aus Deutschland, aus Polen, aus den baltischen Staaten - inszenierten Truppenaufmärsche zeigen, dass die ökonomischen Sanktionen gegen Russland militärische abgefedert werden sollen.

Nichts dergleichen wird von Russland unternommen. Dass das russische Regime korrupt ist, ist das Normalste von der Welt. Was für die Welt aber wesentlich ist, das ist der Chauvinismus, also das politisch-ökomische Zwangsbedürfnis, seine Währung als Leitwährung durchsetzen zu müssen, und zwar auf Teufel komm raus und unter dem Einsatz von 250.000 Soldaten im Auslandseinsatz: darum geht es, Herr Walter
Vadim schrieb am 07.04.2016
U.Walter schrieb am 06.04.2016
Ich möchte Weghorn aufmerksam machen[..]

"Vorgänger von Putin war dafür zugänglicher als der Dikatator neuer Art."

Darf man Putin neuerdings auch Diktator nennen?

"Was Sie als Skandalgeschichten bezeichen, ist die Relaltität."

Bedeutet das, dass andere die Realität für Irrtum halten [Illusion]?.

"Ich empfehle Ihnen dazu Lektüre."

Bedeutet das, dass Sie es Selbst nicht erklären können?

"Ob Kalter Krieger oder nicht, ist absolut dummes Geschwätz"

Bedeutet das, dass Ihr Opponent dumm sei? Absolut dumm?
Denn dummes Geschwätz verlässt den Mund des Dummen, kluge Reden - eines Klugen.
U. Walter schrieb am 07.04.2016
Herzlichen Dank Vadim für die klaren und richtigen Worte.

Herr Weghorn, nehmen Sie es nicht Übel, sie haben ihre festeingefahrenden Strukturen. Ich habe nichts gegen das russ. Volk. Das war immer arm dran. Nur die zur Zeit politische Führung. Ich erinnere an Putins nächsten Clou, seiner Privatarmee, eh Entschuldigung Nationalgarde. Das erinnert mich sehr an den Iran und dessen Revolitionsgarden.

Das russ. Volk ist arm sehr arm, Preissteigerung auf Grund der wirt. Verhältnisse wird immer mehr. Es wirken die Sanktionen, aber der Iran hat auch eingesehen, dass dies nicht ewig sein kann und verhandelte.
U. Walter schrieb am 07.04.2016
Herr Vadim, zitieren richtig den Dialog mit Weghorn. Dies ist aus dem Zusammenhang gerissen und entstellt mein Geschriebenes.
Vadim schrieb am 07.04.2016
Gerd Weghorn schrieb am 07.04.2016
Guter Mann: das Imperium hat kein Interesse an einer friedlichen Koexistenz mit Russland - davon dürfen Sie ganz beruhigt ausgehen.
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Haben Sie meinen Beitrag etwa mit dem von Herrn Walter verwechselt?
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Das Imperium, das letzte ist Russland.
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Und dieses Imperium hat in der Tat kein Interesse an einer friedlichen Koexistenz mit anderen Völkern.
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Ein guter Nachbar hilft seinen Nächsten in Frieden und Freiheit zu leben, ein Guter ist Gerecht.
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Ein Dieb und Räuber aber überfällt schwächere oder schlafende um an sich zu reißen, was anderem gehört.
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Der Unterschied Russlands zu USA:
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USA wachen über Frieden in der Welt.
Russland will die Welt an sich reißen.
Vadim schrieb am 07.04.2016
U. Walter schrieb am 07.04.2016

"Ich erinnere an Putins nächsten Clou, seiner Privatarmee, eh Entschuldigung Nationalgarde."
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Wozu braucht Putin eine Spezialgarte?
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Um die Rechte des Volkes auf Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit Gegen den Präsidenten zu schützen?
Vadim schrieb am 07.04.2016
Bericht des Portals RT [Russia Today]

https://deutsch.rt.com/international/37681-stoltenberg-emport-sich-uber-russlands/

„Russland setzt sich dafür ein, die Einflusssphäre an seinen Grenzen wiederherzustellen. Und das ist inakzeptabel, weil das gegen internationale Normen und territoriale Integrität von anderen Ländern verstößt“, sagte er [NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg] im Atlantic Council in Washington.

[Der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, hatte zuvor erklärt, Moskau sei an der Zuspitzung der Konfrontation mit der NATO nicht interessiert und immer noch bereit, die Beziehungen zu der Allianz "wieder aufzubauen"]

Fein, zuerst Rauben und Morden, Hass und Unfrieden schühren, dann Erwarten dass man den Verbrecher ohne Buße und Wiedergutmachung als Gerechten akzeptiert???..
Vadim schrieb am 07.04.2016
Sergej Lawrow
Moskau sei an der Zuspitzung der Konfrontation mit der NATO nicht interessiert und immer noch bereit, die Beziehungen zu der Allianz "wieder aufzubauen"
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Was passiert, wenn Moskau eines Tages doch an der Konfrontation mit der NATO interessiert wäre?
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Oder die Beziehungen zu der Allianz "wieder aufzubauen" nicht mehr bereit wäre?
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Was bleibt dann übrig?
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Gibt es Allgemeines Recht, Gesetz und Ordnung, an die sich Moskau halten würde????
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Oder wird erneut das Recht des STÄRKEREN durchgesetzt?
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Was passiert, wenn sich Moskau nicht an die Regeln und Verträge hält, sieht man an der Krim und Ostukraine...
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Die Schutzmacht Russland plünderte den Schutzbefohlenen und schuf einen mörderischen Konflikt um den Nachbar in Angst und Schrecken und an der Leine zu halten.
Rita Abert schrieb am 07.04.2016
Schön zu beobachten, wie sich einige Herren Ihre Putinphobie von der Seele schreiben und dabei das aggressive Vorgehen der USA/Nato gegen Rußland völlig außer acht lassen.
Sie scheinen die Kriege gegen Vietnam oder der gegen den Irak völlig außer acht zu lassen.
Was haben die USA dort zu suchen?
Dass die USA/Nato ihre Militärbasen rund um Rußland und ihre Einflußsphären in den Nachbarstaaten von Rußland weiter ausbauen, scheinen Sie nicht zu sehen.
Es pfeifen die Spatzen von den Dächern, wie die Regierung 2014 in der Ukraine mit Hilfe der USA weggeputscht wurde und Menschen aus der Ostukraine von der neuen Regierung in Kiew bekämpft wurden.
Schüren Sie nur weiterhin Angst vor Rußland, das paßt genau in das Konzept derjenigen, die an einem neuen Krieg gegen Rußland verdienen möchten.
Vadim schrieb am 08.04.2016
@Rita Albert
Es pfeifen die Spatzen von den Dächern, wie die Regierung 2014 in der Ukraine mit Hilfe der USA weggeputscht wurde
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Wissen Sie dass es einen Strafbestand der Verleumdung und übler Nachrede gibt?
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Wer willentlich oder wider besseren Wissens andere dessen beschuldigt, was nicht zutrifft, ist auch dran.
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Es ist nicht der Präsident der Ukraine, der vom Volk gebeten wurde abzutreten, sondern Tyrann und Dieb, Räuber, Mörder und Verbrecher, der SEIN Volk hat abschlachten lassen um an der MACHT zu bleiben und das Volk weiterhin zu versklaven und auszurauben.
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Nein liebe Rita, einen Henker darf man bitten abzutreten. Niemand hat als Präsident das Recht SEIN eigenes Volk zu schlachten.
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In Island geht man auf die Straße wegen ein paar Rubeln und siehe da, Regierungsschef ist weg
Vadim schrieb am 08.04.2016
@Rita Albert
Rußland und ihre Einflußsphären in den Nachbarstaaten
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Hmm.. damit haben Sie wohl Recht, Moskau strebt nach Macht und Kontrolle, so wie es gewaltige seit Urzeiten zu tun pflegten.
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Was Moskau nicht haben will ist Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit.
Denn dafür müsste es andere in Ruhe lassen, Frieden wahren und Gerecht sein.
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USA zahlen einen hohen Preis, damit es Frieden auf der Welt gibt, damit Diktatoren und Agressoren die Völker in Ruhe lassen.
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Russland dagegen erobert Territorien und macht die Völker zu Sklaven. Russland ist moralisch noch ein Sklavenimperium. Sklaven und Herren fürchten die Freiheit und Demokratie, denn sie können damit NICHTS anfangen.
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Ein Freier muss sich Selbst verantworten, Herrscher und Knechte haben eine Ausrede: wir sind ein besonderes Volk
Vadim schrieb am 08.04.2016
@Rita Abert
Schön zu beobachten, wie sich einige Herren Ihre Putinphobie von der Seele schreiben
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Unterstellung. Strafrechtlich relevant.
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"und dabei das aggressive Vorgehen der USA/Nato gegen Rußland völlig außer acht lassen"
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Keineswegs. Russland versteht den Westen nicht, versteht den Frieden und die Freiheit nicht, weiß nicht was Gerechtigkeit und Verantwortung ist.
Russland versteht nur Stärke. Wenn der Westen den Krieg und Raub der Russen mit Sanktionen beantwortet und bestärkt seine Bereitschaft den Frieden notfalls militärisch gegen Agressoren abzusichern, dann ist es kein agressives Vorgehen, sondern Antwort auf Agression.
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Dat sollte man unterscheiden:
Europa vereinigt sich freiwillig zu EU, Russen unterwerfen mit "grünen Männchen" ihre Nachbarstaaten für Großrussland: Krieg.
Vadim schrieb am 08.04.2016
@Rita Albert
Sie scheinen die Kriege gegen Vietnam oder der gegen den Irak völlig außer acht zu lassen.
Was haben die USA dort zu suchen?
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Freiheit und Frieden, das ist der Grund. Denn, wenn Diktatoren und Verbrecher an die Macht kommen - stört es den Weltfrieden erheblich, es ist wie ein Krebsgeschwühr am Leib der Welt: davon geht nicht nur Gefahr für das geknechtete Volk aus, sondern für die ganze Welt.
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Es genügt, dass nur Einer sich nicht an Recht und Ordnung, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit hält - und die Welt ist Unsicher.
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Europa hat 70 Jahre Frieden dank USA. Japan, der Erzfeind und Agressor - wird von USA beschützt.
Südkorea entwickelt sich unter Schutz der Amis zum Globalplayer.
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Nur die Diktaturen sind bettelarm. Und wenn nicht Öl - so würden sie Kamele hüten
Vadim schrieb am 08.04.2016
Liebe Rita,
Russland hat die Entwicklung der Völker "in ihrer Einflußsphären" wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich gebremst, in der Vergangenheit gehalten, am Herren-Sklavenmodell festgehalten.
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Der Westen [unter dem Schutz der USA] konnte seine Entwicklung zu mehr Demokratie und Freiheit fortsetzen und hat noch einen langen Weg zum "Paradies": Wegfall aller Herrschaften über Einander: Freiheit in Eigenverantwortung: Selbständiges Wollen, Denken, Reden, Tun und Verantworten.
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Als die DDR von Russen freigegeben wurde, war es eine Katastrophe: Totalschaden. Die Kosten für den Wiederaufbau belaufen sich nach Schätzungen auf 2 Billionen Euro und steigen jährlich um etwa 100 Milliarden. Und das nur um menschlicher leben zu können..
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In vielen Köpfen sitzt immer noch die alte SED
Vadim schrieb am 08.04.2016
Wie kann man meine Worte prüfen?
Gibt es Nachweise dafür?
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Aber Ja doch.
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Hier ein Ausschnitt aus der Absichtserklärung der Kanzlerin Angela, veröffentlicht auf Reuters:
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"Wir werden unsere Nachbarschaftspolitik noch einmal ganz anders ausrichten und überlegen, wie können wir in einem konzentrischen Kreis um Europa herum für Stabilität und Frieden sorgen"
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Deutschland zahlt für Frieden und offene Grenzen an seine Nachbar aus dem Ertrag unserer Arbeit: Wir bezahlen für Frieden und Freiheit in dem wir unseren Nachbarn helfen menschlicher zu leben.
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Deshalb wollten Polen, Balten, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Slowenen und andere lieber mit ehem. "nazi" Deutschen ohne Mauern und Grenzen leben, als in der Umarmung der SiegerRussen hinter Gittern der Herrscher. Wir lernen Weltfrieden kennen.
Vadim schrieb am 08.04.2016
Lieber Dirk Eckert,
über Militärstrategien und Rüstungen zu sinnen [was uns dem Frieden wohl nicht näher bringen wird] ist eine Beschäftigung, und damit sind einige beschäftigt...
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Doch wenn man die Welt entscheidend dem Frieden näher bringen will, sollte man da nicht etwa über die Strategien des Friedens nachsinnen?
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Die Frage ist nich Ob, sondern Wie, denn schlussendlich werden Menschen Grenzen abschaffen, die Diktatoren und Herrscher bitten uns ihrer Herrschaft zu befreien und Ein Volk und Eine Menschheit werden.
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Kriege werden der Vergangenheit angehören, Herren und Knechte auch. Die Menschheit entwickelt sich zu neuen Spezies: vernünftiger Mensch.
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Der Traum vom "ewigen Frieden" soll keine Utopie bleiben. I. Kant sollte Recht behalten mit seinem "Kategorischen Imperativ". Frieden.
Vadim schrieb am 08.04.2016
Liebe Redaktion,
gibt es denn keinen Autor, der nicht über Probleme reden will, sondern über Lösungen?
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Es scheint ein allgemeines Problem zu sein: so gut wie alle Denker reden über Das "Wie es Nicht geht", was zwar auch notwendig ist, denn man sollte zuerst das Problem erkennen und benennen um sich auf die Suche nach Lösungen begeben zu können. Denn wo kein Problem - da keine Lösung nötig.
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Doch wer stößt zu Denkansätzen an um herauszufinden "Wie Es Geht"?
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Wer könnte so eine Diskussion initiieren?
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Was müsste man tun und lassen, damit es endlich Frieden gibt?
Galgenstein schrieb am 12.04.2016
An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Was Putin sagt hat oft wenig mit dem zu tun, was Putin tut. Er hat vor fünfzehn Jahren die Modernisierung der russischen Wirtschaft angekündigt. Das Scheitern kann man ja wohl kaum dem Westen anlasten.
Dass er sich nicht an internationale Vereinbarung hält ist nicht die Schuld des Westens. Niemand hat ihn gezwungen das Budapester Memorandum zu brechen. Warum stehen die russischen Truppen entgegen allen Vereinbarungen immer noch in Moldawien?
Dass Korruption und Willkür im Lande Putins fröhliche Urständ feiern, sicherlich nichts was dem Westen anzulasten wäre.
So könnte man nun fortfahren in der Liste der Probleme, die einer Annäherung an den Westen entgegenstehen. Nur, sie alle sind hausgemacht. Russland steht sich selbst im Wege, nicht der Westen.
U.Walter schrieb am 13.04.2016
Sehr geehrte(r) Herr / Frau Galgenstein,
danke für Ihr Wort, was ich zu 100% unterschreibe. Ja, die Liste könnte man fortsetzen. Schade für Rußland und dass russ. Volk, dass es keinen freien Erfahrungsaustausch mit anderen Ländern ausüben kann, besonders die Jugend.
Peter Wahl schrieb am 13.04.2016
Wenn man schon das Budapester Memorandum bemüht, sollte man es auch gelesen haben. Unter
Artikel 3 heißt es dort, dass die Vertragsstaaten "refrain from economic coercion designed to subordinate to their own interest the exercise by Ukraine of the rights inherent in its sovereignty and thus to secure advantages of any kind." Demnach ist also die Ausübung von ökonomischem Druck nicht mit dem Memo vereinbar. Genau das aber hat die EU mit ihren Sanktionsdrohungen gegen Janukowitsch vor dem Umsturz getan. Artikel 6 sieht außerdem einen Konsultationsmechanismus vor, auf den die westlichen Unterzeichner USA & UK bewusst nicht zurückgegriffen haben.
Gerd Weghorn schrieb am 13.04.2016
@Vadim: Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Keines meiner Argumente konnten Sie entkräften: Die USA sind das einzige imperialistische Land der Welt, haben sie doch im Ausland 250.000 Soldaten in 130 Ländern in über 700 Militärstützpunkten stationiert, dazu die größte Kriegsflotte der Welt, die effektivste Air Force und eine Cyber-War-Truppe, die auch diesen Kommentar bereits dechiffriert hat.

Was sind Sie und Ihr Gesinnungsgenossen doch für ein Clübchen, die nicht begreifen wollen (oder können?!), dass ihr Idol seit 1945 ununterbrochen (!) Krieg führt, genauer gesagt: mehr als 100 Kriege und Staatsstreiche geführt und reihenweise Nationen so destabilisiert hat, dass sich die Flüchtlinge bei uns melden.

Russland ist nicht aggressiv, sondern defensiv! Und das alleine zählt
U.Walter schrieb am 13.04.2016
Sehr geehrter Herr Weghorn,
wer hat 1950-53 indierkt in Korea gekämpft gegen eine UNO-Truppe, wer hat 1953 den Aufstand in der DDR nicht gemacht, 1956 Ungarn überfallen+besetzt, 1968 die CSSR überfallen+besetzt, 1980-81 Polen gedroht; 1979 in Afghanistan einmarschiert, 1962 widerrecht Raketen in Kuba stationiert, nach dem Zerfall der SU Grenzen bis in die heutige Zeit Grenzen verschoben bzw. besetzt? Denken sie mal nach, was defensiv heißt. Und letztlich wer hat das größte Atompotenieal und modernisiert ständig z.B. auf die neue SS27?
Vadim schrieb am 13.04.2016
@Peter Wahl
Im Memorandum verpflichteten sich die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Russland gegenüber Kasachstan, Weißrussland und der Ukraine, als Gegenleistung für einen Nuklearwaffenverzicht die Souveränität und die bestehenden Grenzen der Länder (Art. 1) sowie deren politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu achten (Art. 2 f.)
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Wer hat denn die Ukraine beschützt?
Gerd Weghorn schrieb am 14.04.2016
Fast alle der sechs Interventionen, die Sie beschreiben, waren defensiver Natur: auch die Einverleibung der Krim, die Sie noch vergessen haben. Sie dienten dem innenpolitisch ausgerichteten cordon sanitaire, den die von der faschistischen Aggression auch in den fünfziger und sechziger Jahren noch abgrundtief erschütterte Bevölkerung der Sowjetunion ihren Führern abverlangt hatte.

Interpretieren Sie doch stattdessen die Daten über den aggressiv-imperialistischen Charakter des Pentagon, die ich Ihnen übermittelt habe, und Sie werden Ihr intellektuelles Waterloo auch sinnlich erleben können.

Das Thema lautet im Übrigen: "Der Westen schlug Russlands Annäherungsversuche stets aus."
Wenn ich Sie kritisiert habe, dann deswegen, weil sie diese Politik des Westens immer noch propagieren! WARUM?
IPG-Redaktion schrieb am 14.04.2016
Die Kommentierung des Artikels wird nun eingestellt. Wir bedanken uns für Ihre zahlreichen Kommentare und die lebhafte Diskussion.

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