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Wie abhängig ist Europa vom russischen Gas?
Nicht besonders, meint jedenfalls das Centre for European Policy Studies.

Als Putins stärkste Waffe gilt der Gashahn. Viele Beobachter sehen in Russlands Energieexporten, vor allem in Form von Erdgas, eines der größten machtpolitischen Asse Russlands. Bloß nicht zu streng mit dem eurasischen Staat umgehen, so heißt es, ansonsten drohe eine Explosion der Energiekosten und ein wirklich kalter Winter in Europa. Doch wie abhängig ist Europa wirklich vom russischen Gas?

Gerne wird auf die Eskalation im Streit um Gaslieferungen an die Ukraine 2005-2006 hingewiesen, als Putin die Gasversorgung schließlich kappte und prompt eine Energiekrise auslöste. Auch in der EU kam es damals kurzzeitig zu Lieferengpässen.

Eine Analyse des Centre for European Policy Studies (CEPS) untersucht nun, wie schlimm es wirklich um Europa stünde, wenn Russland in Sachen Gaslieferungen ernst machen würde. Ergebnis: Die Situation wäre mitnichten katastrophal und längst nicht so ernst wie sie es noch vor fünf Jahren gewesen wäre. Dabei wären die Konsequenzen für Russland deutlich schwerer zu verdauen.

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