Oh, es war ein tolles Jahr - für Lügen, Halbwahrheiten und grandiose Fehleinschätzungen politischer Entscheidungsträger und Talking Heads. Natürlich nicht in Europa, wo so etwas nicht vorkommt, sondern in den Vereinigten Staaten. Denn dort ist bekanntlich:
[ ] das System so korrupt
[ ] die Presse so frei
dass sich die Suche wirklich lohnt (Bitte ankreuzen).
In jedem Fall Dank an Foreign Policy für die Zusammenstellung der 20 abgeschmacktesten PR-Verdrehungen des vergangenen Jahres – aus US-amerikanischer Sicht. Die Liste findet sich hier.
Besonders hübsch etwa der republikanische Senator Lindsey Graham, der sich öffentlich sorgte, die Welt könne explodieren. Oder die unfreiwillig komische Mahnung des US-Außenministers John Kerry: Man könne „im 21. Jahrhundert nicht einfach ein anderes Land unter komplett an den Haaren herbeigezogenen Gründen überfallen". Kann man nicht? Wo steckt eigentlich Colin Powell?
Schön auch CIA-Direktor John Brennan, der dem Council on Foreign Relations gegenüber versicherte, dass die CIA natürlich n i e m a l s Computer des Senats ausspionieren würde. Kurz danach kam bekanntlich ans Licht , dass die CIA natürlich d o c h Computer des Senats… usw. usf. Das ist schon vergnüglich, wenn es nicht auch zugleich so traurig wäre. Das traurigste: An Nachschub wird es auch dieses Jahr ganz gewiss nicht fehlen.




1 Leserbriefe
Eine Frage bewegt mich deutlich stärker: Wieviel macht hat der Präsident der USA wirklich? Abgesehen von Schwulen- und Abtreibungsförderung.