"BRICS", die Wunderkinder der globalen Entwicklung? In einem aktuellen Beitrag wirft Akio Egawa vom brüsseler Forschungsinstitut Bruegel einen detaillierten Blick hinter die einheitliche Fassade des Booms, den das BRICS-Label verspricht.
Eine Einsicht dabei: Die Gruppe der "emerging economies" Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika ist gar keine Gruppe. Zumindest bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. Egawa macht zwei Untergruppen aus: Die schnellwachsenden, Technologie anhäufenden Wirtschaften Chinas und Indiens auf der einen Seite und die langsamer wachsenden, weniger produktiven Ökonomien Brasiliens, Russlands und Südafrikas.
Zentraler Aspekt in der Entwicklung vom Schwellenland zum entwickelten Industriestaat ist für Egawa die Investition in Forschung und Entwicklung. Hier liegt China vor Indien, wohingegen die drei restlichen "BRICS" abgeschlagen auf den hinteren Rängen laufen. Genau hier liegt laut Egawa das Problem: Ohne den Übergang von einem ressourcengetriebenen Wachstum zu einem auf steigender Produktivität (und damit auf besserer und höher qualifizierterer Arbeit) beruhenden Modell werden diese Länder in der Mittleres-Einkommen-Falle stecken bleiben und den Übergang zu hochentwickelten Industriestaaten nicht schaffen.
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