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Die Hillary-Clinton-Doktrin
Wie sich Clintons Außenpolitik von der Obamas und Trumps unterscheiden würde.

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Hillary Clinton wäre in ihrer Außenpolitik robuster als Obama und verlässlicher als Trump.

Am 27. April 2016 hielt der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump die erste außenpolitische Rede seines Wahlkampfs. Darin versprach Trump, „Weltfrieden” herzustellen, das US-Militär neu aufzubauen, den Islamischen Staat (IS) zu beseitigen und die Haltung Washingtons zur NATO zu ändern. Sein Programm ist so ehrgeizig wie widersprüchlich und unplausibel. Er plädiert für einen Rückzug der USA aus internationalen Konflikten und will gleichzeitig die Rolle Washingtons als Friedensstifter weltweit stärken. Damit trennen ihn Welten von der wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidatin der Demokraten Hillary Clinton, die ein stärkeres Eingreifen der Vereinigten Staaten in globale Konflikte fordert.

Mit ihrem jeweiligen außenpolitischen Programm liegen Clinton und Trump nicht nur weit auseinander, sie unterscheiden sich auch beträchtlich von der Außenpolitik Präsident Obamas. Nach der „Obama-Doktrin“, wie sie gern genannt wird, hielten sich die USA aus Konflikten heraus, die aus Sicht des Weißen Hauses keine unmittelbare Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen. Das blieb nicht ohne Konsequenzen. Obama feierte mit dieser Politik Erfolge, etwa, als der frühere al-Qaida-Anführer Osama bin Laden bei der Erstürmung seines Hauses getötet wurde. Aber es gab auch Fehlschläge: So verpasste er die Gelegenheit, das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen und damit zu verhindern, dass aus dem Bürgerkrieg weitere Gefahren entstanden. Egal, wer im November die Wahl gewinnt, er oder sie wird die diversen Aufgaben in der Welt anders anpacken. Daher wird die Außenpolitik im Wahlkampf ein wichtiges Thema sein.

Clintons außenpolitisches Programm ist von allen drei Ansätzen wohl der fundierteste. Ihre Strategie ist robuster als die Obamas bei jeglicher größeren sicherheitspolitischen Krise, und sie ist besser geeignet, um in vielen globalen Konflikten ein für die Vereinigten Staaten günstigeres Ergebnis zu erzielen. Die Aufgaben in der Welt brauchen keinen Isolationismus, sondern ein entschiedenes und führungsstarkes Auftreten der USA. Und auf den Gebieten, auf denen Obama mit seiner Zurückhaltung gescheitert ist, könnte die resolutere Hillary-Clinton-Doktrin (nicht zu verwechseln mit der Doktrin für humanitäre Intervention, die ihr Mann, der früheren US-Präsident Bill Clinton, entwickelte) ihre Ziele erreichen.

Die Hillary-Clinton-Doktrin würde der russischen Aggression durch eine Stärkung der „European Reassurance Initiative“ (ERI) begegnen, wodurch dauerhaft mehr Soldaten und Waffen des Bündnisses in Osteuropa stationiert würden. Obamas ERI beschränkte sich auf die Stationierung von Ausrüstung und rotierenden multinationalen Verbänden in einem eher bescheidenen Rahmen. Vor allem aber versäumte es seine Regierung, ein Abkommen mit den europäischen Verbündeten zu schließen.

Als die Freie Syrische Armee das Assad-Regime auf legitime Weise hätte lahmlegen können, sprach sich Clinton für eine Flugverbotszone aus.

Als die Freie Syrische Armee das Assad-Regime auf legitime Weise hätte lahmlegen können, sprach sich Clinton für eine Flugverbotszone aus, um den Angriff zu unterstützen. Das hätte Russland davon abgehalten, in den Krieg einzutreten und ihn zu Assads Gunsten zu beeinflussen. Clinton forderte auch eine Schutzzone für Flüchtlinge, wodurch die Migrationskrise vermutlich schon im Ansatz hätte verhindert werden können. Wäre der Regimewechsel in Syrien von Obama betrieben worden, so hätte Clinton vermutlich die bislang größte UN-Friedensmission in die Wege geleitet. Der IS hätte sich in Syrien nicht festsetzen können, und ein stabiler und erfolgreicher Machtübergang wäre im Bereich des Möglichen gewesen. Jedenfalls hätte man einen langjährigen Bürgerkrieg, der sich mittlerweile zu einem Stellvertreterkrieg entwickelt hat und die Sicherheit im Nahen Osten und in Europa gleichermaßen gefährdet, wahrscheinlich vermeiden können. Noch heute spricht sich Clinton für die Einrichtung einer Flugverbotszone und einer Schutzzone für Flüchtlinge aus. Nach ihren Plänen würde die NATO den Luftraum sichern, die Türkei würde Bodentruppen stellen, die Europäer würden die Flüchtlingsschutzzonen und die Vereinten Nationen die diplomatischen Kanäle Syriens überwachen.

Der ehemaligen Außenministerin wurden Fehler bei der Belagerung Bengasis vorgeworfen, doch ihre Einschätzung, welche Aufgaben sich in Libyen nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis stellten, war durchaus korrekt. Die libysche Regierung und der Sicherheitsapparat zeigten erst nach zwei Jahren Schwäche. Die internationale Gemeinschaft hatte genügend Zeit, eine zivile Stabilisierungsoperation zu unterstützen, mit deren Hilfe die Milizen im Land hätten entwaffnet und aufgelöst werden können. Stattdessen konnten die westlichen Alliierten nach der erfolgreichen NATO-Militäroperation den Frieden nicht sichern, und es entwickelte sich ein Bürger- und Stellvertreterkrieg. Ebenso wenig konnten sie verhindern, dass Waffen des Regimes in die gesamte Region gelangten. So geschah es zum Beispiel in Mali: Dort wurde mit den Waffen ein brutaler Konflikt ausgefochten, der erst durch eine verlustreiche Intervention der Franzosen beendet werden konnte. Als Präsidentin würde sich Clinton Libyen wieder stärker zuwenden und nicht nur die dortigen IS-Ausbildungslager zerstören, sondern auch die Koalitionsregierung des Landes unterstützen.

Eine Clinton-Regierung hätte der Ukraine gleich zu Beginn der Krise Waffen geliefert.

Die Ukraine bietet ein weiteres Beispiel dafür, dass Obamas Politik der Zurückhaltung den Westen teuer zu stehen kam. Weil die Obama-Regierung die Ukraine im Kampf gegen Russland allein ließ, konnte der Westen Moskau nicht von weiteren Aggressionen abhalten. Eine Clinton-Regierung hätte der Ukraine gleich zu Beginn der Krise Waffen geliefert. Das hätte verhindert, dass Russland separatistische Rebellen auf der Krim unterstützte, und Putin hätte sich auch eine Intervention in Syrien gründlich überlegt. Außerdem würde Clinton dafür sorgen, dass für Russland bei jeglichem Angriff deutlich mehr auf dem Spiel steht, und in Europa würde sie wieder stärker auf konventionelle Abschreckung setzen. Der ukrainischen Regierung würde sie das vollständigere Instrumentarium an die Hand geben, damit das Land seine Freiheit von Moskau wiedererlangen kann.

Obama versäumte es auch, seine Verbündeten dazu zu zwingen, im Sicherheitsbereich mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Regierung verzichtete auf die Neuverhandlung europäischer Militärhilfe-Abkommen, die die Verbündeten dazu verpflichtet hätten, mehr Soldaten und Waffensysteme bereitzustellen. Stattdessen ließ sich das Weiße Haus auf zwei Hilfspakete ein, die nicht dazu angetan waren, die Verbündeten zu einem größeren Engagement für ihre eigene Verteidigung anzuhalten.

Eine Clinton-Regierung würde die Verbündeten stärker für ihre eigene Sicherheit in die Verantwortung nehmen.

Eine Clinton-Regierung würde die Verbündeten stärker für ihre eigene Sicherheit in die Verantwortung nehmen, indem sie maßvoll, aber hartnäckig auf einen Ausgleich zwischen bedeutenden Verpflichtungen der Amerikaner und der Europäer hinarbeiten würde. Clintons Strategie hätte wahrscheinlich eine größere Wirkung als Trumps aggressive Forderungen; Amerikas Verbündete sind jetzt schon verärgert über Trumps wahrscheinliche Nominierung.

Natürlich verdient die Clinton-Doktrin keine Bestnote. Hillary Clinton hätte es schwer, im amerikanischen Volk ausreichend Unterstützung für ihr robustes außenpolitisches Programm zu erhalten. Doch gegen ihre durchaus vielversprechende Politik fallen Obamas Anstrengungen und Trumps widersprüchliche Aussagen deutlich zurück.

Nach Obamas Amtszeit wird die Welt weiterhin instabil bleiben, vermutlich sogar noch unsicherer werden. Der nächste Präsident oder die nächste Präsidentin kann sich bei der Lösung dieser Probleme nur wenige Fehler erlauben. Hätte aber die Clinton-Doktrin in den letzten vier Jahren schon gegriffen, so hätten die USA Saudi-Arabien und den Golf-Kooperationsrat vermutlich weiter bei Laune gehalten, Putin von einer Intervention in Syrien abgehalten, das Assad-Regime entmachtet und dafür gesorgt, dass die UN nach seinem Sturz die Regierungsbildung begleiten. Libyen wäre ein stabileres Land (auch wenn es sicher zu kämpfen hätte). In Asien hätte Washington den Einfluss der Hardliner in Peking auf die chinesische Politik geschmälert, und in Europa hätte Clinton die Verbündeten der USA stärker an der Gewährleistung ihrer eigenen Sicherheit beteiligt. Eine Clinton-Regierung hätte ein erfolgreiches Atomabkommen mit dem Iran auch aushandeln können. In den nächsten Jahren werden die Sicherheitskrisen vermutlich zunehmen, und die Clinton-Doktrin ist besser als Obamas oder Trumps Programm geeignet, sie zu bewältigen.

Dieser Text ist eine gekürzte Übersetzung von: „The Hillary Clinton Doctrine“, erschienen in: Foreign Affairs, 17. Mai 2016, © Council on Foreign Relations, Inc.

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28 Leserbriefe

Detlev G.+Pinkus schrieb am 31.05.2016
Hillary Clinton als Praesidentin der USA waere eine Katastrophe. Hillary Clinton ist ausgesprochen aggressive, setzt sich ueber alles hinweg und verwickelt die USA nur in neue Kriege. Aber Gott sei Dank, sind die US Amerikaner kriegsmuede, und Donald Trump konzentriert sich auf die wesentlichen Dinge fuer die USA. Hillary Clinton waere als Praesidentin schlecht fuer die USA, Europa und die Welt.
W: WIEMER schrieb am 31.05.2016
Gute Gründe, sich auch von einer Präsidentin Clinton nicht allzu viel Frieden zu versprechen....
malte schrieb am 31.05.2016
Warum wird CLinton nicht mir Sanders verglichen? Da gibt es zum ersten Mal einen sozialdemokratischen Kandidaten und er wird hier nicht erwähnt :-)
Andreas von+Bülow schrieb am 31.05.2016
Wie tief will die Ebert-Stiftung noch sinken, wenn solch abenteuerliche Propaganda und Desinformation zum Abdruck freigegeben wird. Die Clintons haben sich mit ihrer Stiftung bis zum geht nicht mehr prostituiert. Krieg, Chaos und Millionen Flüchtlingströme sind Folgen ihrer Politik, nicht zuletzt die infantile Kriegsspielerei der NATO mit und um Russland. Ein Nuklearkrieg, präventiv geführt, scheint nicht mehr ausgeschlossen. Und in Berlin wandelt die Regierung Schlaf. Die Abkehr der Wähler von den Regierungsparteien hat durchaus auch rationale, abstrafende Gründe.
Andrea aus Bremen schrieb am 31.05.2016
Leute, wo genau seht Ihr denn zur Zeit Frieden? Manchmal muss man dicke Arme machen, um dumme Spielchen von Machtplänklern schon im Vorfeld zu verhindern. Da bin ich erstmal vertrauensvoll, was Ms Clinton angeht. Die Macht sei mit ihr.
Helmut schrieb am 31.05.2016
Mit Clinton waere es noch schlimmer, den sie wuerde auch den krieg zu Russland , bei der kleinsten gelegenheit starten und alle werden glauben, dass Russland kriegsgeil ist, was sicher nicht stimmt.
Syrien waere und ist das selbe dilemma wie Libyen, oder den Irak den die USA ist ja weit entfernt, und Europa wird das schon irgendwie richten. Was auch nicht geht.
Die USA hat die Syrische Opposition gesponsert und mit Waffen beliefert, aus welchen Gruenden auch immer, und das ist komplett daneben gegangen, und liefertdie Waffen auch weiterhin, obwohl Obama "zusammen" mit Russland Frieden stiften will. Alles Luege der USA. Auch Assad als Praesident muss weg sind Clintons Worte. Das ist eine syrische Angelegenheit und ihre Aussagen sind kriegsgeilheit.
weissammer schrieb am 31.05.2016
Am Anfang hielt ich Donald Trump für den Irren. Aber angesichts der Clinton Doktrin und dem Geschwätz des Autors, kann ich nur sagen: Gott bewahre uns vor Hillary und solchen "Strategen" wie diesen Jeffrey hier. Sie suchen nicht die Lösungen der Probleme. Sie sind das Problem
Vernunftbegabt schrieb am 31.05.2016
Gott bewahre uns alle vor Hillary. Sie ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die radikalen Feministinnen Unrecht haben, wenn sie behaupten, dass Frauen an der Macht automatisch mehr Frieden bedeute.
Helmut Reisen schrieb am 31.05.2016
Unverständlich, dass die IPG slche US-Hardlinerpropaganda übersetzt und druckt. Prof. Jeffrey Sachs hat zur Kriegspolitikerin Hillary Clinton alles penibel aufgeführt. Empfehlung: übersetzen und publizieren.
Quelle: Jeffrey D Sachs, "Hillary is the Candidate of the War Machine", Huffington Post, 2/5/2016
Bernd W´man schrieb am 31.05.2016
Tja, Herr Stacey, NACHHER weiß man alles besser. Und im Konjunktiv sowieso. Nur, die Realitäten sehen eben nicht immer klar und eindeutig aus. Keine politische Aktion, wie Reaktion, ist alternativlos und fehlerfrei!
Vom Republikaner Trump glaube ich nicht, dass er all seinen Wahlkampfblödsinn über Bord werfen und ein guter Präsident werden kann...Und Sanders hat ohnehin keine Chance auf die Demokraten-Kandidatur.
Wird also Hilary Clinton, in meinen Augen die wahrscheinliche nächste Inhaberin des US-Präsidentenamtes, außenpolitisch wirklich wieder den Hammer herausholen, an den auch wir weltpolitisch handlungsunfähigen Europäer jahrzehntelang gewöhnt waren, und wieder die neoimperialistische Weltpolizistin spielen? Militärisch, zu Lande und aus der Luft? Gibt es Alternativen?
Hans Möller schrieb am 31.05.2016
"Er (Trump) plädiert für einen Rückzug der USA aus internationalen Konflikten...". Das wäre der effektivste Beitrag der USA zur Befriedung der Welt.
josche schrieb am 31.05.2016
ich schließe mich mit Nachdruck der Frage bzw. der entsetzten Verwunderung an: Wie weit treibt die Ebert-Stiftung noch diese liebedienerische Haltung!!??
Und wo bleibt ein Kommentar zu Sanders? Die US-amerikanischen Studierenden in meinen Kursen äußern sich mehrheitlich für Sanders.
wolfram schrieb am 31.05.2016
Dieser Text mit dem Lobpreis für Hillary Clinton ist ein bedauerliches Zeichen für die fehlende Kritik der FES an der Militärpolitik der USA. Hillary Clinton hat sich bis zum heutigen Tag nicht von ihrer Befürwortung des Irak Kriegs als Senatorin distanziert. Ihre potenziell aggressive, auf Kriegführung eingestellte Politik sollte kritisiert werden.
Auf klare friedenspolitische Initiativen sollte die FES doch endlich einmal hinweisen - aus den USA können wir sie aber leider nicht erwarten...
schnuckiputz schrieb am 31.05.2016
Hillary, mir graut vor Dir!
Dmitri Tultschinski schrieb am 31.05.2016
Wenn man allein die Wortwahl des Nationalen Sicherheitsberaters nimmt (die Verbündeten hätte man "zwingen" müssen), sich seine Ratschläge bzw. Visionen anhört, etwa
- der Ukraine hätten die USA gleich Waffen liefern sollen,
- in Ostedauerhaft sollten mehr Soldaten und Waffen des Bündnisses stationiert werden,
- in Europa würde Hilary Clinton wieder stärker auf konventionelle Abschreckung setzen,
dann muss man sich fragen, ob es Egon Bahrs Aussage "Amerika ist unverzichtbar" weiter gebetsmühlenartig wiederholt und gelebt werden muss.
Jannis Sakellariou schrieb am 31.05.2016
Damit empfiehlt sich Herr Jeffrey A. Stacey nicht nur als (Un-)sicherheitsberater, sondern direkt als Kriegsminister von Frau Clinton. Ich habe selten einen so hirnlosen Beitrag, sog. Analyse, gelesen, wie diesen Beitrag.
Am Lustigsten sind die Schlussfolgerungen, wie z.B., dass die sog. Syrische Freie Armee, Assad zum Sturz gebracht hätte, wenn man ihr ein bisschen mehr Unterstützung hätte zukommen lassen. Die SFA hatte zu keinem Zeitpunkt irgendeine wichtige Rolle im syrischen Konflikt gehabt: De militärische Macht gegen Assad hatten zunächst die Al Nusra-Front und ihre sonstigen radikal-islamistischen Verbündeten und schließlich die ISIS, beide ordentlich zunächst einmal unterstützt und bewaffnet von Saoud Arabien, die Türkei, den USA und den sonstigen sog. "Freunden Syriens".
Toumani schrieb am 31.05.2016
Die Chance, dass das Paar Clinton wieder im Weißen Haus landet, ist sehr hoch. Die Amerikaner werden nächstes Jahr, wie bei uns, zum 1. Mal von einer Frau regiert. Von den 3 letzten im Course Richtung Washington macht Hilary Clinton das bessere Figur. Sie bringt genügende Erfahrung in der Politik mit (als First Lady und Außenministerin). Sie wird gut beraten (Bill Clinton war selbst am Steuer und kein schlechter Präsident). Dass sie jetzt Punkte mit ihrer "Hillary Clinton Doctrine" gesammelt hat ist keine Wunde. Ich bin, entgegen der Meinung von Detlev G.+ Pinkus, dass die Clinton "im situs inversus" keine Katastrophe für Amerika und die Welt werden. Also nach der ersten Schwarzen Präsident wird die erste Frau Präsidentin folgen.
U. Walter schrieb am 01.06.2016
Clinton ist sicherlich das kleinere Übel. Übrigens wird Sanders kein Kandidat. Auch er würde noch mehr scheitern mit der Außenpolitik der USA als Obama. So sollte nicht der europäische Kandidat gewinnen, sondern das kleinere Übel. Und noch eins, es nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Von sanders ist nicht bekannt, wie der Außenpolitik betreiben würde.
Gerd Pflaumer schrieb am 02.06.2016
Ob Clinton oder Trump - es wird höchste Zeit, dass sich Europa in der Friedens- und Sicherheitspolitik stärker von den USA absetzt. In der deutschen Politik dürfte dies allerdings - wenn überhaupt - nur mit Rot-Rot-Grün machbar sein. Eine derartige linke Koalition liegt leider z.Zt. in weiter Ferne. Wir müssen uns daher warm anziehen, falls Stacey mit seiner Einschätzung über Hillary Clintons Außenpolitik richtig liegen sollte.
U.Walter schrieb am 03.06.2016
Herr Pflaumer, in welcher Zeit leben wir? Die Vernetzung aller Kontiente geht weiter. Die Wertegemeinschaft, die gleichen Ziele, die wir mit den USA und Kanada teilen, überwiegen, manches Mißverständnis. Deshalb ist es klar und deutlich heute zu sagen: Europa und Amerika bilden im wesentlichen ein Block der Stabilität, des Friedens und der Demokratie. Auch wenn es schwer ist zu verstehen. Ich bin froh, dass es so ist und nicht mit fragilien Staaten im Osten oder Süden.
Just me schrieb am 03.06.2016
Konjunktiv, Konjunktiv – dann wird alles positiv ! Ist es aber nicht geworden ! Ob Trump oder Clinton US Präsident-In werden ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass jeder Amerikanische Präsident der Neuzeit nur eins im Sinn hatte und haben wird: The United States of America first and above all !!!
Raimound Becker schrieb am 03.06.2016
Für Deutschland und die übrige Welt, vor allen Dingen den arabischen Teil, kann es nur besser werden wenn man Mittel und Wege findet Amerika dazu zu bringen dass es sich um sein eigenes Land und seine eigenen Belange kümmert. Amerika hat in der übrigen Welt nichts zu suchen.
Kurz gesagt: Es muss eine Abkehr von Amerika stattfinden, gleichgültig wer dort Präsident wird.
Detlev G.+Pinkus schrieb am 06.06.2016
Raimound Becker schrieb am 03.06.2016, mit dem was schreiben liegen Sie richtig. Das Motto "Ami go home" wird bald richtig in Mode kommen.
die realität schrieb am 06.06.2016
ob mit verschwörungstheorien von den Bilderberger meet and greet für leute mit zu viel Macht und Geld oder einfach nur ökonomische fakten die darauf schliessen lassen, dass die Welt ein vielfaches mehr schulden macht als sie erwirtschaften kann, aufgrund unseres tollen Kapitalismuses wo es nicht reicht gewinne zu erwirtschaften sondern es muss immer! mit wachstum verbunden sein...an diesem punkt waren wir schon 2 mal in der geschichte. es führt immer zum weltkrieg, der alles resetet währungen kredite verpflichtungen, denn man lebt von heute in den morgen um zu überleben sein haus aufzubauen, nahrung anzubauen für die stark dezimierte Bevölkerung. dann steht die Wertschöpfung wieder an vorderster stelle und nicht die wertschöpfungsvertilgenden dienstleister wie banken, beratungen und vers..
FKassekert schrieb am 12.06.2016
Hillarys Doktrin - Bewahre uns der liebe Gott und das amerikanische Volk davor! Denn d.h. nichts anderes wie neue Kriege und am Ende gar einen neuen Dritten Weltkrieg!
Auch der Autor traegt viel verwirrendes mit sich herum - Clinton ist kein Friedensengel und die Situationen werden falsch eingeschaetzt! Es zaehlt nur eins - Gut ist, was Amerika nutzt!
Nur, das ist nicht so! Das sagen auch eindeutig die staendigen UN-Sicherheitsratmitglieder China und Russland! Man sollte auch auf sie und die anderen hoeren. Macht das Clinton ? Macht sie nicht ... daher sind ihre Doktrin - kriegerisch und dem Weltfrieden abgewandt! Durchgefallen ... lassen wir nun den Waehler sprechen! Die Welt braucht keine Mrs. Clinton! Ob es die Ehe diesmal aushaelt, der ehemalige wird doch nicht einfach nur zusehen!
Advokata D. schrieb am 18.06.2016
Zunächst habe mich auch über den Artikel gewundert. Aber : man muss auch wissen wie der Feind denkt!
Und da liegen die Meriten: die nützliche Aufschlüsselung der "Clinton Doktrin" . Ausserdem hat mich die Reaktion der meisten Kommentatoren bezüglich der geistig-moralischenen Verfassung einer-hoffentlich grossen -Gruppe von Lesern in Deutschland beruhigt. Als im Ausland lebende Deutsche informiere ich mich via Kommentare in der Deutsche Presse über das politische Klima östlich des Rheins.
Robert P. schrieb am 25.07.2016
Toller Artikel! Alternativen sehe ich nicht in der Weltpolitik. Harte und schlimme Zeiten werden kommen. Hillary Clinton ist einzige Option einen gangbaren Weg zu beschreiten.

Die Kommentare überwiegend wie immer, jämmerlich.
Erik Schwarze schrieb am 04.08.2016
Herzlichen Dank für diese klaren Worte, besser kann man die Strategie Hillary Clintons für den Weg in Krieg und Verderben zumindest für Europa und den Nahen Osten nicht beschreiben. Selbst dem unvoreingenommenen Betrachter dürften bei der Lektüre Ihrer Arbeit kalte Schauer den Rücken hinunterlaufen. Zu glauben, man könnte Feuer in die ganze Welt tragen ohne dass es irgendwann zum Ursprungsort zurückkehrt, halte ich allerdings für gefährlich und naiv.