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Balkan-Konferenz: „Konflikte offen ansprechen!“
Vier Fragen an Heinz-Joachim Barchmann, MdB

Diese Woche wird die Bundeskanzlerin die Regierungschefs der sieben jugoslawischen Nachfolgestaaten zu einer Balkan-Konferenz in Berlin empfangen. Worum geht es? Was erwarten Sie?

Bereits im Juli war Angela Merkel zur Balkan-Konferenz im kroatischen Dubrovnik gereist. Die dortige Konferenz wurde als Auftakt für die große West-Balkan-Konferenz gesehen, die in dieser Woche in Berlin stattfindet. „Versöhnung, die Lösung verbliebener Konflikte, Anreize für wirtschaftlichen Aufschwung, Infrastrukturmaßnahmen und die europäische Perspektive, die Annäherung an das vereinte Europa“ sollen bei der Konferenz nach den Worten von Regierungssprecher Steffen Seibert im Mittelpunkt stehen. Ich erwarte deshalb auch ganz klar, dass die Konferenz in Berlin nicht zu einem reinen Wirtschaftsgipfel wird, sondern dass Meinungsverschiedenheiten von der Kanzlerin offen angesprochen werden und Deutschland sich, wie angekündigt, an der Lösung von Problemen beteiligt. Dafür sind konkrete Vorschläge von Seiten der Bundesregierung notwendig.

 

Auf der Balkan-Konferenz in Dubrovnik im vergangenen Monat hatte sich die Bundeskanzlerin auch zum Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland geäußert, der die Integration Mazedoniens in die EU und die NATO blockiert. Was steckt hinter diesem Streit?

Mindestens seit dem Zerfall Jugoslawiens und der Unabhängigkeit Mazedoniens 1991 gibt es den Streit um den Namen der „Republik Mazedonien“. Griechenland erhebt mit Hinweis auf seine nördliche Provinz mit dem Namen Makedonien die alleinigen Nutzungsrechte auf diesen Namen. Nach griechischer Logik könne ein Staat Mazedonien Ansprüche auf die nordgriechische Region ableiten. In internationalen Organisationen tritt Mazedonien deshalb seither unter dem Namen „Former Yugoslav Republic of Macedonia“ (Fyrom) auf. Die Namensfrage bleibt damit jedoch ungeklärt und blockiert eine positive Entwicklung in der gesamten Region. Ich begrüße es deshalb ausdrücklich, dass sich Angela Merkel bei der Balkan-Konferenz in Dubrovnik im vergangenen Monat zum Namensstreit geäußert und erneut Gespräche zu einer Lösung des Streits angemahnt hat. Das hatte sie allerdings auch bereits 2012 im Vorfeld des NATO-Gipfels in Chicago nach einem Treffen mit Ministerpräsident Gruevski getan – damals ohne jegliche Wirkung. Ihre Ankündigung, sich auch persönlich für eine Konfliktlösung einsetzen zu wollen, ist deshalb aus meiner Sicht viel wichtiger. Die Chance, das Thema erneut anzusprechen, hat sie in diesen Tagen, wenn sie die Regierungschefs und Außenminister der jugoslawischen Nachfolgestaaten und Albaniens in Berlin empfängt. Allerdings müssen Merkels wiederholten Ankündigungen nun unbedingt auch Taten folgen.

 

Die Bemühungen des UN-Sondervermittlers Matthew Nimetz haben augenscheinlich bislang zu keinem Ergebnis geführt. Wie kann Deutschland eine Lösung voranbringen?

Griechenland hat im Namensstreit eine völlig unbeirrbare Haltung. Dies musste ich im März während einer Delegationsreise mit dem Europaausschuss des Deutschen Bundestages nach Athen erneut erfahren. Dort habe ich ausdrücklich für Fortschritte im Erweiterungsprozess mit Mazedonien geworben. Obwohl auch von griechischer Seite betont wurde, dass man an einer Lösung des Streits interessiert sei, ließ man jedoch gleichzeitig keine Bereitschaft zu einer flexibleren Diskussion erkennen. Würde Angela Merkel den Namensstreit in Gesprächen mit der griechischen Regierung direkt ansprechen, hätte dies aus meiner Sicht möglicherweise großes Gewicht.

 

Wie stehen die Chancen auf einen Kompromiss?

Das Recht auf Selbstbestimmung der Menschen sollte geachtet werden. Dies gilt auch für Gefühle und Entscheidungen hinsichtlich der eigenen Identität und Nationalität. Außerdem sollten geschlossene Abkommen eingehalten werden. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat sich dazu bereits eindeutig geäußert.

Eine für beide Seiten befriedigende Kompromissformel kann bei gutem Willen gefunden werden und könnte sich förderlich auf die Entwicklung der ganzen Region auswirken.

Der Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland zieht sich bereits viel zu lange hin. Aus meiner Sicht ist es jedenfalls überfällig, dass Griechenland als langjähriges Mitglied der EU gerade für seine Nachbarn eine Vorbildfunktion übernimmt. Eine für beide Seiten befriedigende Kompromissformel kann bei gutem Willen gefunden werden und könnte sich förderlich auf die Entwicklung der ganzen Region auswirken. Nicht hinnehmbar wäre es deshalb aus meiner Sicht, wenn die mit dem Streit verbundenen nationalistischen Stimmungen zusätzlich auf irgendeine Art und Weise für innenpolitische Zwecke instrumentalisiert würden. Anstelle von Populismus sind Gespräche und Realismus gefragt: sowohl auf griechischer wie auf mazedonischer Seite. Auf mazedonischer Seite ist angesichts des derzeitigen Status Quo möglicherweise auch noch weitere Geduld notwendig. Es sei denn, der angekündigte Einsatz von Angela Merkel verhallt dieses Mal nicht so ungehört wie 2012.

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17 Leserbriefe

Vardarovic schrieb am 26.08.2014
Scheinbar sind MdB Barchmann die Gesamtzusammenhänge nicht bekannt. Ein schwaches Bild bieten seine Antworten allemal. MdB Barchmann verlangt tatsächlich, dass die Makedonen, also die Griechen, auf ihr jahrtausendealtes Selbstbestimmungsrecht verzichten sollen, damit einige in der Region Zugewanderte Slawen, die mit den Griechen nichts gemeinsames haben und nicht einmal Griechisch können, also mit dem, was sie zu sein angeben wollen,für sich nutzen können. Das allein ist schon unerhört.

Zudem berücksicht MdB Barchmann ist der üblichen Weise "nichts sehen, nichts sagen, nichts hören" nicht, daß die slawische Volksgruppe minderheitenbereinigt nicht größer ist wie die albanische. Und wenn es so weiter geht steht die Spaltung des Landes ins Haus.

Als modern denkender Balkaner verstehe ich die Griechen sehr gut. Besser jetzt vorbeugen, als später militärisch sich verteidigen. Wie schnell etwas kippen kann, das sieht man z.B. im Falle der Ukraine.
Tzatzikititis schrieb am 26.08.2014
@Vardarovic
Ihr gewählter Name deutet bereits darauf hin, dass Ihre Aussage alles andere als objektiv ist.
Ullrich schrieb am 26.08.2014
Unter dem Eindruck, der Ukraine-Krise, unter dem Eindruck der Auswirkungen der Veränderungen im Nahen und Mittleren Osten, unter dem Eindruck der Veränderungen im nördlichen Afrika, halte ich von meinen beiden Vorredern soviel, dass man sich mit Respekt begegen sollte. Damit fängt es an. Nicht das eine schon bereits am Namen erkennt, welche mögliche Haltung er gegenüber dem Problem eingeht.
Also ich halte es für überflüssig, solch ein Streit. Der gesamte Balkan muss entwickelt werdeen, gilt auch für Griechenland. Es bietet die Chance zum gemeinsamen Neunafng in Vielfalt. Nur so kann vom Balkan Frieden, Stabilität und Vorbild für die Region ausgehen.
Apokalipse schrieb am 26.08.2014
Als die Engländer willkürlich die Grenzen durch Afrika zogen, nicht weil sie nicht wussten wie sie wirklich verlaufen aber weil sie bewusst sie so haben wollten um später nach dem Prinzip " Teile und Herrsche" zu handelten, war es eine andere Epoche. Heute als zivilisierte Europäer sollten wir es besser machen, oder?

Mazedonien / Makedones, ist /sind ein Volksstamm in antiken Griechenland und ja Herr MdB Barchmann , sie waren Griechen!

Es kann also nicht sein das Menschen, die nichts zu tun haben mit den Alten Makedonen, heute diesen Namen beanspruchen!

Ich hätte gerne Herrn MdB Barchmann gesehen, wen die Kroaten oder die Schlowenen heute sagen würden wir sind "Bayern" und wollen auch so heißen und ihr, die eigentlichen Bayern müssen diesen Namen gar nicht mehr benutzen dürfen. Na Herr MdB Barchmann würden sie dann auch sagen, najajaja man kann ja Mal darüber reden.

Also, wir wollen doch ein Europa gleichberechtigter Staaten sein, oder? Dan bitte handelt auch so.
Paul Tostorf schrieb am 26.08.2014
Dieser Namensstreit ist unvernünftig und lächerlich und sollte allen Beteiligten, die ernst genommen werden wollen, unwürdig sein. In Belgien gibt es die Provinz mit dem Namen
"Luxemburg". Hat schon jemand gehört, dass die Luxemburger Regierung diese annektieren wollte?
Makedonce schrieb am 27.08.2014
Anhand von meinem Benutzernamen könnt ihr bereits sehen welche Seite ich vertrete. Mazedonien hat absolut ein Recht auf seinen Namen, seit Jahrhunderten leben wir in dieser Region. Und jetzt kommt der Grieche der die nördliche Provinz erst in den 90ern in Makedonien umgetauft hat und sagt nein liebe Nachbarn so dürft ihr euch nicht nennen.

Das ist lächerlich, weder wir noch die Menschen in Nordgriechenland sind Nachfahren von Alexander dem Großen. Die 500 Jahre osmanische Herrschaft haben in Griechenland ihre Spuren hinterlassen. Und an Herrn Vardarovic der mit Sicherheit Serbe ist, hat die serbische Geschichte ihnen nicht genug Stoff zu bieten mit dem sie sich beschäftigen können?

Es grüßt euch

Makedonce
Apokalipse schrieb am 27.08.2014
Nun, lieber Herr "Makedonce", was der Balkan braucht ist Ruhe und Stabilität damit endlich auch in dieser Gegend Europas ein höherer Lebenstandart erreicht werden kann.

Die 500 Jahre Osmanisch / Türkische Herrschaft hat uns um Jahrhunderte zurückgeworfen. Sehen Sie sich im vergleich Nordwesteuropa und Südosteuropa einmal genauer an aber nicht durch die Brille " Das ist mein Standpunkt " sondern "Liege ich vielleicht Falsch".

Dann werden Sie feststellen, da müssen wir, die auf dem Balkan leben, endlich uns ÄNDERN.

Nun, was den Namen "Mazedonien" angeht. Sie können nicht das "Tafelsilber" anderer Nationen beanspruchen ohne gegenwähr zu erwarten.

Für die Griechen ist Mekedonien seit Jahrtausende ein Teil ihres Körpers, das niemand herausschneiden wird. Sollten sie ein Mensch mit Sensibilität sein, dann werden Sie dass verstehen.

Also um auf den Balkan dem Frieden und der Stabilität zu helfen, warum verzichten sie nicht auf den Namen, des Friedens willen, und benennen sich anders?

Sie sind ja sowieso keine Nachfahren Alexanders d.G., haben Sie selbst gesagt!?
Vardarovic schrieb am 27.08.2014
An die an Propaganda interessierten Slawen & Roma aus FYROM. Sie sollten ihre Vergangenheit der Slawen & Roma kennen. Diese wurde ihnen
- von 99% der Wissenschaft vorgetragen
- von diversen fyrom-Politikern vorgetragen.
Denko Maleski, ehem. fyrom-Außenminister, schreibt dazu folgendes (Auszug). Fangen Sie an, und reden Sie Wahres, an Griechenland kommen sie nicht vorbei, denn sie sind die Makedonen, wogegen Sie auf makedonischem Boden nur leben. Chinesen könnten genausogut auf makedonischem Boden leben, werden sie dann auch zu Makedonen?
Beginn:
Vor einem halben Jahrhundert, unter der Bedingung einer Ein-Parteien Diktatur, wurde die Schaffung der "Mazedonischen Nation" materialisiert. In jenen Tagen gab es keinen Unterschied zwischen Wissenschaft und Ideologie, so wurde einstimmig und Komfortabel eine Auswahl aus Historischem Material der "Mazedonischen" Geschichtsschreibung, für die Schaffung der "Mazedonischen Identität" durchgeführt. Es gibt hier nichts atypisches das beim Prozess der Schaffung einer modernen Nation gemacht wurde, außer die Fälschung des Wortes "bulgarischen" das durch "mazedonischen" ersetzt wurde. Wie auch immer, wenn es nicht möglich war wurden Historische Figuren zu bulgarischen Agenten erklärt, die irgendwie in den rein "mazedonischen" Raum eingetreten sind.
Ende.
makedonce schrieb am 27.08.2014
@ apoacalypse klar nennen wir uns einfach um, haben Sie denn ein paar gute Vorschläge für uns? :-)

@ Vardarovic, es gibt so viele Themen in der serbischen Vergangenheit die aufgearbeitet werden müssen, sie sollten nicht ihre Energien auf so ein belangloses Thema verschwenden wie wir Mazedonen uns nennen.

Ihr könnt diskutieren und tun und machen trotzdem werden keine 2 Mio. Menschen ihre Identität ändern. Vlt gibt es irgendwann einen Kompromiss, mal schauen was noch kommt.
Vardarovic schrieb am 28.08.2014
Der Poster darüber zeigt klar auf, um was es ihm geht. Die Inhalte meines darüberliegenden Posts und die Aussagen seines ehemaligen Außenminiters hat er nicht zur Kenntnis nehmen wollen.
- fyrom-Ex-Aussenmin. Maleski: "keinen Unterschied zwischen Wissenschaft und Ideologie."
- fyrom-Ex-Aussenmin. Maleski: "außer die Fälschung des Wortes "bulgarischen" das durch "mazedonischen" ersetzt wurde"

Was aber zusätzlich in sein Lügenbarometer fällt ist die vorsätzliche Lüge der 2 Mio. Hier sollte doch der deutsche Journalist endlich an sich arbeiten und genauer recherchieren, bevor er etwas veröffentlicht, was zuvor auch MdB Barchmann ausgelassen hat. Von diesen ca. 2 Mio gibt es eine Volksgruppe der Albaner, die heute allgemein auf mind. 30% geschätzt wird. Dann die Volksgruppe der Roma, die mit ca. 2% angegeben und von allen inzwischen auf mind. 12% geschätzt wird. Um es zu verkürzen: Geht man von den Angaben seriöser deutscher Zeitungen aus, so müssten sich die ca. 2 Mio in etwa wie folgt zusammensetzen (ca.-Angaben):
- 33% Albaner (die immer mehr werden, da Geburtenstark),
- 33% Slawen (nur die wollen Makedonen werden)
- 12% Roma
- 10% Makedonen (griechischstämmig)
- 06% Bulgaren (BG will ca. 6% als Bulgaren anerkennen)
- 06% /Türken, Vlachen, Aromunen, Serben, weitere ...)
-----
= 100%
Die Albaner haben es ohnehin angekündigt, daß sie einst den Namen so ändern werden, daß er in ihr albanisch/illyrisches Bewußtsein aufgehen werde.
Europa und insbesondere Deutschland sollten langsam dazu übergehen und Dinge beim Namen nennen und nicht nur nach neuen Wirtschaftsräumen Ausguck halten. Jedem deutschen Lehrer ist bekannt, was man unter Makedonien versteht, warum nicht auch dem Politiker oder einem MdB?
Apokalipse schrieb am 28.08.2014
Ja, Herr oder Frau, hatte ich im ersten Anschreiben ganz vergessen Sorry, Makedonce, habe ich.

Wie wäre es mit "Republik of Skopje" , keine Auseinandersetzungen mehr, stellen sie sich alle das Mal vor!!!

Und wer weiß, in ein paar Jahren / Jahrzehnten wen der Balkan das ist was er sein sollte um Menschenwürdig auch hier zu leben so könnte die kleine "Republik of Skopje" das Luxenburg des Balkans werden.

Na ist das was und das meine ich nicht Ironisch.
Den gute Nachbarschaft ist die Voraussetzung für das Florieren einer Gegend wie der Balkan eine ist.
makedonce schrieb am 28.08.2014
@ Vardarovic, werden sie eigentlich für die Propaganda die sie hier betreiben von Athen bezahlt? Waren sie selbst schon in Mazedonien das sie solche Fakten gesammelt haben wieviele Bürger welcher Nationalität es gibt? Dann fahren sie doch mal in den Norden Griechenlands und sie werden sich wundern wieviele Landsleute von uns da leben, der größte Teil wurde von den Griechen vertrieben die wiederum aus der heutigen Türkei vertrieben wurden. Und auf ihre sogenannten Fakten gehe ich bewusst nicht ein, weil sie Schwachsinn sind!

@ apopolypse, ok ich nehme ihren Vorschlag gerne an aber nur unter der Bedingung das sich Griechenland in "Turkistsn" umbenennt :-) sie sind mir auf jeden Fall sympathisch!
Apokalipse schrieb am 29.08.2014
Tut mir leid Herr / Frau makedonce und eigentlich sollte es jedem Menschen der auf dem Balkan lebt leid tun das es solch einer Art von "Provakanten" gibt.

Ihrer Art von Menschen, haben wir es zu verdanken das es mit dem Weltfrieden nicht voran geht.

Sie sind nicht bereit auf einer Logisch- Gerechten Art zu Diskutieren. Eigentlich sind sie nur ein Hetzer, leider.

Ihr Ziel werden sie jedenfalls nicht erreichen.
makedonce schrieb am 29.08.2014
@ apopolypse, warum sind sie so? Ich reiche Ihnen die Hand und sie weisen sie zurück! Wollen sie so Konflikte beilegen?

Ihre Dreistigkeit ist nicht zu überbieten, was halten sie davon wenn wir ihren Staat wo immer sie auch herkommen mögen umbenennen und am besten machen wir noch gleich einen Hindu oder Buddhisten aus ihnen.

Eine Schande wer die Griechische Politik unterstützt und diesen noch nie funktionierenden Staat!

Zum Glück gibt es noch viele Menschen die klar denken können!
Apokalipse schrieb am 01.09.2014
Lieber Herr / Frau makedonce, eigentlich wollte ich nicht Antworten aber soviel Unwissenheit tut manchmal weh und sollte aufgeklärt werden!

Sie sehen den Hinduismus und den Buddhismus als etwas negatives was von weit her kommt und mit Sicherheit haben Sie sich mit den beiden Religionen nicht beschäftigt, sonst müssten Sie Wissen, dass der Buddhismus die humanste Glaubensart ist die wir Menschen auf diesen Planeten kennen!

Sind Sie sicher das Sie über Makedonien genug Wissen? Den auch da haben Sie einen gewaltigen Aufholbedarf!!

Nun, machen Sie es Gut und tun Sie was gegen Ihre Unwissenheit.
makedone schrieb am 02.09.2014
@ apopolypse, hoffentlich mein letzter Beitrag für so eine Lichtgestalt wie sie!

Im "Unterstellen" sind sie einfach unschlagbar, mit keinem Wort hab ich den Hinduismus oder Budhismus schlecht gemacht genauso gut hätte ich sie auch zum Moslem oder Christen machen können!

Es geht und ging die ganze Zeit darum das niemand auf der Welt das Recht hat Identitäten von Menschen oder gar Völkern auszutauschen.

Ich hoffe nur das es nicht zuviele Menschen gibt die ihrem Halbwissen und ihrer Propaganda Glauben schenken!
Vardarovic schrieb am 03.09.2014
Es ist einfach, nahezu jeder Pädagoge klärt gerne jemand auf, so er es denn möchte:

In FYROM leben, wie oben die Übersicht zeigt, Albaner, Slawen, Roma, Makedonen (also Griechen, damit es nicht zu slawischen Euphorien komme), Bulgaren (BG will ca. 6% der fyrom-Bevölkerung als Bulgaren anerkennen, die Paßverteilung ist seit Zeiten im Gange), Türken, Wlachen, etc.

Daraus ergibt sich:
- ALBANER sind Albaner, sie wisses es, wollen ihr Illyrida.
- SLAWEN sind Slawen, wollen sich jedoch am griechischen Erbe bereichern, deshalb wollen sie als Makedonen anerkannt werden.
- ROMA sind Roma, sie wissen es, sie wollen am liebsten als Asylanten weg von fyrom.
- MAKEDONEN sind Griechen, aber erst seit ca. 3000 Jahren, und soweit sie nicht von den einst hier zugewanderten Slawen und Roma vertrieben, leben sie weiterhin auf ihrer Heimat Boden.
- die anderen Minderheiten bilden das, was Minderheiten immer bilden.

Ist doch eigenartig, daß sich die Europäer in den USA nicht plötzlich Apachen nennen, was sie nach der Logik der fyrom-Slawen ja machen müssten, oder in Australien als Aborigine.

Es wird Zeit, daß jeder eingesteht, daß nicht jede Volksgruppe auf dem Balkan eine glorreiche Vergangenheit nachweisen muss, zumal manche zu den Hochzeiten der Griechen im Wolgatal lebten und heute den Makedonen abgeben wollen. Einfach lächerlich. Die anderen Slawen müssen ja denken, dass die fyrom-Slawen alles Slawische nur so verachten und deshalb keine Slawen sein wollen.